Das machst du in der Ausbildung
- Kunden beraten und Fahrzeuge verkaufen
- Finanzierungen und Leasingverträge vorbereiten
- Werkstattaufträge annehmen und abrechnen
- Ersatzteile und Fahrzeugbestände verwalten
- Marketingaktionen des Autohauses unterstützen
Gehalt im 1. bis 3. Lehrjahr
So viel bekommst du als Automobilkaufmann/-frau während der Ausbildung – brutto im Monat.
entspricht 13.212 € im Jahr
entspricht 13.764 € im Jahr
entspricht 14.664 € im Jahr
Gesamt über die Ausbildung
41.640 €
Einstiegsgehalt nach der Ausbildung
2.500–3.200 €
Durchschnittliche tarifliche Ausbildungsvergütung laut Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB), Stand 1. Oktober 2025. In Betrieben ohne Tarifbindung liegt sie häufig darunter, unterschritten werden darf die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung aber nie. Auch Bundesland und Betriebsgröße machen einen Unterschied.
Was macht man als Automobilkaufmann/-frau?
Im Autohaus bist du an mehreren Stellen gleichzeitig gefragt. Im Verkaufsraum berätst du Kundinnen und Kunden zu Neu- und Gebrauchtwagen, gehst auf ihre Wünsche ein und begleitest den Verkaufsprozess bis zum Vertragsabschluss. Weil viele Fahrzeuge finanziert oder geleast werden, bereitest du Finanzierungs- und Leasingverträge vor und erklärst die Konditionen verständlich. In der Werkstattannahme nimmst du Aufträge für Reparaturen und Inspektionen entgegen, erstellst Kostenvoranschläge und rechnest die erledigten Arbeiten am Ende ab. Im Hintergrund verwaltest du Ersatzteile und Fahrzeugbestände, behältst den Überblick über Lagerbestände und bestellst nach. Zusätzlich unterstützt du Marketingaktionen des Autohauses, etwa Verkaufsaktionen oder Events, bei denen neue Modelle vorgestellt werden. Der Beruf ist damit eine Mischung aus Verkauf, Kundenservice und Bürotätigkeit, immer mit direktem Bezug zu Fahrzeugen.
So läuft die Ausbildung ab
Die Ausbildung dauert 36 Monate, also drei Jahre, und ist dual: Du arbeitest im Autohaus und durchläufst dabei verschiedene Abteilungen, ergänzt durch Berufsschulunterricht. Im ersten Lehrjahr lernst du kaufmännische Grundlagen, den Aufbau eines Autohauses und einfache Kundenkommunikation. Im zweiten Jahr vertiefst du dich in Verkaufsgespräche, Finanzierungsmodelle und die Werkstattannahme. Zwischen dem ersten und zweiten Lehrjahr steht in der Regel eine Zwischenprüfung an. Im dritten Jahr kommen Themen wie Marketing und Bestandsmanagement dazu, bevor die IHK-Abschlussprüfung ansteht, die theoretische und praktische Teile umfasst.
Passt der Beruf zu dir?
Kontaktfreude ist wichtig, weil du den ganzen Tag mit unterschiedlichen Menschen sprichst, von der Erstberatung bis zur Vertragsunterschrift. Organisationstalent hilft dir, weil du mehrere Vorgänge gleichzeitig im Blick behalten musst, etwa Termine, Bestellungen und Verträge. Zahlenverständnis brauchst du für Kalkulationen und Finanzierungsangebote, und echte Autobegeisterung macht die Beratung glaubwürdiger und authentischer. Der Beruf eignet sich für alle, die kommunikativ sind, gerne verkaufen und sich für Technik und Mobilität interessieren, ohne selbst schrauben zu wollen.
Was du in der Ausbildung verdienst
Die Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung zu den tariflichen Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025) weist für diesen Beruf durchschnittlich 1.101 Euro im 1. Lehrjahr, 1.147 Euro im 2. Lehrjahr und 1.222 Euro im 3. Lehrjahr aus, jeweils brutto im Monat. Das sind Werte aus tarifgebundenen Betrieben – ohne Tarifbindung zahlen Betriebe häufig weniger, unterschreiten dürfen sie die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung aber nie. Je nach Bundesland und Betriebsgröße fällt die Vergütung ebenfalls unterschiedlich aus.
Nach der Ausbildung
Nach dem IHK-Abschluss arbeitest du im Verkauf, in der Werkstattannahme oder im Ersatzteilbereich eines Autohauses. Über die Weiterbildung zum Geprüften Automobilverkäufer oder zur Geprüften Automobilverkäuferin spezialisierst du dich auf den Fahrzeugverkauf. Wer lieber im Servicebereich bleiben möchte, kann sich zum Automobil-Serviceberater oder zur Automobil-Serviceberaterin weiterbilden und die Schnittstelle zwischen Kunde und Werkstatt übernehmen. Mit weiterer Qualifikation ist auch der Weg zum Betriebswirt oder zur Betriebswirtin oder ein Studium der Betriebswirtschaftslehre möglich, das zu leitenden Positionen im Autohaus führt.
Gut zu wissen
Der Beruf ist eng verwandt mit dem Kaufmann im Einzelhandel und dem Industriekaufmann, unterscheidet sich aber durch die enge Verbindung zum Kraftfahrzeugmechatroniker, mit dem du im Werkstattbereich eng zusammenarbeitest. Verkaufsprovisionen können das Gehalt nach der Ausbildung spürbar beeinflussen, was den Beruf für verkaufsstarke Menschen finanziell attraktiv macht. Wer sich für Elektromobilität interessiert, findet im Autohaus zunehmend auch Beratungsaufgaben rund um neue Antriebstechnologien.
Das solltest du mitbringen
Stärken
- • Kontaktfreude
- • Organisationstalent
- • Zahlenverständnis
- • Autobegeisterung
Wichtige Schulfächer
- • Wirtschaft
- • Deutsch
- • Mathematik
Ein bestimmter Schulabschluss ist rechtlich nicht vorgeschrieben – Betriebe stellen aber unterschiedliche Anforderungen. Wichtiger als die Note ist oft ein Praktikum im Beruf.
Wo du arbeitest
- Autohaus
- Verkaufsraum
- Büro
Nach der Ausbildung
- Geprüfte/r Automobilverkäufer/in
- Automobil-Serviceberater/in
- Betriebswirt/in
- Studium BWL
Häufige Fragen
Wie lange dauert die Ausbildung als Automobilkaufmann/-frau?
Die Regelausbildungszeit beträgt 3 Jahre (36 Monate). Bei guten Leistungen ist eine Verkürzung möglich.
Was verdient man in der Ausbildung als Automobilkaufmann/-frau?
Nach der BIBB-Erhebung zu tariflichen Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025) sind es im 1. Lehrjahr rund 1.101 Euro brutto im Monat, im 3. Lehrjahr rund 1.222 Euro. Über die gesamte Ausbildung kommen so etwa 41.640 Euro zusammen.
Welche Voraussetzungen braucht man?
Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Hilfreich sind Wirtschaft, Deutsch und Mathematik. Mitbringen solltest du vor allem Kontaktfreude, Organisationstalent, Zahlenverständnis und Autobegeisterung.
Wie geht es nach der Ausbildung weiter?
Typische Wege sind Geprüfte/r Automobilverkäufer/in, Automobil-Serviceberater/in, Betriebswirt/in oder Studium BWL. Das Einstiegsgehalt liegt meist zwischen 2.500 und 3.200 Euro brutto im Monat.