Das machst du in der Ausbildung
- Wohnungen vermieten und Besichtigungen durchführen
- Mietverträge und Nebenkosten abrechnen
- Instandhaltungen beauftragen und überwachen
- Eigentümerversammlungen vorbereiten
- Objekte kalkulieren und vermarkten
Gehalt im 1. bis 3. Lehrjahr
So viel bekommst du als Immobilienkaufmann/-frau während der Ausbildung – brutto im Monat.
entspricht 14.040 € im Jahr
entspricht 15.336 € im Jahr
entspricht 16.680 € im Jahr
Gesamt über die Ausbildung
46.056 €
Einstiegsgehalt nach der Ausbildung
2.800–3.600 €
Durchschnittliche tarifliche Ausbildungsvergütung laut Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB), Stand 1. Oktober 2025. In Betrieben ohne Tarifbindung liegt sie häufig darunter, unterschritten werden darf die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung aber nie. Auch Bundesland und Betriebsgröße machen einen Unterschied.
Was macht man als Immobilienkaufmann/-frau?
Zwischen Mietern, Eigentümern und Handwerksbetrieben stehst du als Vermittler und Organisator zugleich. Du vermietest Wohnungen, führst Besichtigungen durch und beantwortest Fragen zu Ausstattung, Nebenkosten oder Kündigungsfristen. Mietverträge setzt du auf und rechnest Nebenkosten am Jahresende ab – eine Aufgabe, die genaues Rechnen und ein Gespür für rechtliche Fristen verlangt. Wenn ein Handwerksbetrieb beauftragt werden muss, etwa weil eine Heizung ausfällt oder ein Dach undicht ist, koordinierst du die Instandhaltung und überwachst, dass die Arbeiten fristgerecht und im Budget erledigt werden. Bei Eigentumswohnungen bereitest du Eigentümerversammlungen vor, moderierst Diskussionen zwischen Miteigentümern und hältst Beschlüsse fest. Auch die Vermarktung von Objekten gehört zu deinem Aufgabenbereich: Du kalkulierst Kauf- oder Mietpreise, erstellst Exposés und begleitest Interessenten bis zum Vertragsabschluss.
So läuft die Ausbildung ab
Die Ausbildung dauert 36 Monate, also drei Jahre, und läuft dual zwischen Betrieb – Immobilienbüro oder Hausverwaltung – und Berufsschule. Im ersten Lehrjahr lernst du die Grundlagen des Mietrechts, der Objektverwaltung und des kaufmännischen Rechnens. Im zweiten Jahr übernimmst du eigenständigere Aufgaben bei Vermietung und Nebenkostenabrechnung und wirkst an der Organisation von Instandhaltungen mit. Im dritten Jahr vertiefst du Vermarktung, Objektkalkulation und die Vorbereitung von Eigentümerversammlungen. Eine Zwischenprüfung nach dem ersten Ausbildungsjahr gibt Rückmeldung zum Stand, den Abschluss bildet die Prüfung bei der IHK.
Passt der Beruf zu dir?
Kontaktfreude ist wichtig, weil du ständig mit unterschiedlichen Menschen sprichst – von der jungen Familie bei der Wohnungsbesichtigung bis zum erfahrenen Eigentümer bei der Versammlung. Verhandlungsgeschick hilft dir, zwischen unterschiedlichen Interessen zu vermitteln, etwa wenn Mieter und Eigentümer unterschiedliche Erwartungen haben. Zahlenverständnis brauchst du für Nebenkostenabrechnungen und Objektkalkulationen, Organisationstalent, um mehrere Objekte und Termine gleichzeitig im Blick zu behalten. Die Fächer Wirtschaft, Mathematik und Deutsch passen gut zu den Anforderungen. Ehrlich dazu gehört: Besichtigungstermine liegen oft am frühen Abend oder Wochenende, wenn Berufstätige Zeit haben, und Konflikte zwischen Mietparteien oder mit Handwerksbetrieben gehören zum Alltag.
Was du in der Ausbildung verdienst
Die Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung zu den tariflichen Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025) weist für diesen Beruf durchschnittlich 1.170 Euro im 1. Lehrjahr, 1.278 Euro im 2. Lehrjahr und 1.390 Euro im 3. Lehrjahr aus, jeweils brutto im Monat. Das sind Werte aus tarifgebundenen Betrieben – ohne Tarifbindung zahlen Betriebe häufig weniger, unterschreiten dürfen sie die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung aber nie. Je nach Bundesland und Betriebsgröße fällt die Vergütung ebenfalls unterschiedlich aus.
Nach der Ausbildung
Mit dem IHK-Abschluss steigst du mit etwa 2800 bis 3600 Euro brutto ein, abhängig von Unternehmen und Region. Weiterbildungen zum/zur Immobilienfachwirt/in oder Immobilienbetriebswirt/in eröffnen mehr Verantwortung, etwa in der Objektleitung, ein Studium der Immobilienwirtschaft führt eher in Richtung Investment oder Projektentwicklung.
Gut zu wissen
Der Beruf verbindet kaufmännisches Denken mit direktem Kontakt zu Menschen und Objekten – du bist selten nur am Schreibtisch, sondern regelmäßig vor Ort. Wer eher im Büroalltag ohne Immobilienbezug arbeiten möchte, findet mit Kaufmann/-frau für Büromanagement eine breitere Alternative, während Notarfachangestellte/r stärker auf die rechtliche Abwicklung von Immobiliengeschäften fokussiert ist.
Das solltest du mitbringen
Stärken
- • Kontaktfreude
- • Verhandlungsgeschick
- • Zahlenverständnis
- • Organisationstalent
Wichtige Schulfächer
- • Wirtschaft
- • Mathematik
- • Deutsch
Ein bestimmter Schulabschluss ist rechtlich nicht vorgeschrieben – Betriebe stellen aber unterschiedliche Anforderungen. Wichtiger als die Note ist oft ein Praktikum im Beruf.
Wo du arbeitest
- Immobilienbüro
- Objekte vor Ort
- Hausverwaltung
Nach der Ausbildung
- Immobilienfachwirt/in
- Immobilienbetriebswirt/in
- Studium Immobilienwirtschaft
Häufige Fragen
Wie lange dauert die Ausbildung als Immobilienkaufmann/-frau?
Die Regelausbildungszeit beträgt 3 Jahre (36 Monate). Bei guten Leistungen ist eine Verkürzung möglich.
Was verdient man in der Ausbildung als Immobilienkaufmann/-frau?
Nach der BIBB-Erhebung zu tariflichen Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025) sind es im 1. Lehrjahr rund 1.170 Euro brutto im Monat, im 3. Lehrjahr rund 1.390 Euro. Über die gesamte Ausbildung kommen so etwa 46.056 Euro zusammen.
Welche Voraussetzungen braucht man?
Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Hilfreich sind Wirtschaft, Mathematik und Deutsch. Mitbringen solltest du vor allem Kontaktfreude, Verhandlungsgeschick, Zahlenverständnis und Organisationstalent.
Wie geht es nach der Ausbildung weiter?
Typische Wege sind Immobilienfachwirt/in, Immobilienbetriebswirt/in oder Studium Immobilienwirtschaft. Das Einstiegsgehalt liegt meist zwischen 2.800 und 3.600 Euro brutto im Monat.