Das machst du in der Ausbildung
- Kunden zu Konten, Karten und Zahlungsverkehr beraten
- Kredite prüfen und Finanzierungen vorbereiten
- Geldanlagen und Vorsorgeprodukte erklären
- Konten führen und Vorgänge dokumentieren
- Rechtliche Vorgaben und Datenschutz einhalten
Gehalt im 1. bis 3. Lehrjahr
So viel bekommst du als Bankkaufmann/-frau während der Ausbildung – brutto im Monat.
entspricht 15.996 € im Jahr
entspricht 16.644 € im Jahr
entspricht 17.460 € im Jahr
Gesamt über die Ausbildung
50.100 €
Einstiegsgehalt nach der Ausbildung
3.000–3.800 €
Durchschnittliche tarifliche Ausbildungsvergütung laut Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB), Stand 1. Oktober 2025. In Betrieben ohne Tarifbindung liegt sie häufig darunter, unterschritten werden darf die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung aber nie. Auch Bundesland und Betriebsgröße machen einen Unterschied.
Was macht man als Bankkaufmann?
Wenn eine Kundin ein neues Konto eröffnen will oder ein Kunde eine Karte verliert, bist du die erste Anlaufstelle. Du berätst zu Konten, Karten und Zahlungsverkehr und erklärst, welches Produkt zu welcher Situation passt. Bei größeren Vorhaben, etwa einer Immobilienfinanzierung, prüfst du Kreditanfragen, sammelst die nötigen Unterlagen und bereitest Finanzierungen vor, die dann von erfahreneren Kollegen oder gemeinsam mit dir abgeschlossen werden. Du erklärst Geldanlagen und Vorsorgeprodukte, etwa wie ein Sparplan funktioniert oder was bei einer Altersvorsorge zu beachten ist, immer verständlich für Kunden, die sich damit oft nicht auskennen. Im Hintergrund führst du Konten, buchst Vorgänge und dokumentierst, was du mit Kunden besprochen hast. Weil du mit sensiblen Finanzdaten arbeitest, hältst du dich strikt an rechtliche Vorgaben und Datenschutz, ein Fehler oder eine Unachtsamkeit kann hier schnell rechtliche Folgen haben.
So läuft die Ausbildung ab
Die Ausbildung dauert 3 Jahre und läuft dual zwischen Bank und Berufsschule. Im ersten Lehrjahr lernst du die Grundlagen des Bankgeschäfts, einfache Kontoprodukte und den Zahlungsverkehr. Im zweiten Lehrjahr kommen Kredit- und Anlagegeschäft dazu, du übernimmst erste eigene Beratungsgespräche unter Anleitung. Nach etwa der Hälfte der Zeit steht eine Zwischenprüfung an. Im dritten Lehrjahr vertiefst du dich in ein Spezialgebiet, etwa Wertpapiergeschäft oder Firmenkundenbetreuung, und bereitest dich auf die IHK-Abschlussprüfung vor, die schriftliche Prüfungsteile und eine praktische Kundenberatung umfasst.
Passt der Beruf zu dir?
Zahlenverständnis ist wichtig, weil du täglich mit Beträgen, Zinsen und Berechnungen zu tun hast. Kommunikationsstärke brauchst du, um komplexe Finanzthemen für Kunden verständlich zu erklären, ohne sie zu überfordern. Diskretion ist unverzichtbar, weil du Einblick in die finanzielle Situation von Menschen bekommst, die darauf vertrauen, dass du vertraulich damit umgehst. Sorgfalt ist bei jedem Vorgang gefragt, ein Zahlendreher bei einer Überweisung kann teure Folgen haben. Weniger geeignet ist der Beruf, wenn dir der ständige direkte Kundenkontakt oder strikte, teils bürokratische Vorgaben schwerfallen.
Was du in der Ausbildung verdienst
Die Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung zu den tariflichen Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025) weist für diesen Beruf durchschnittlich 1.333 Euro im 1. Lehrjahr, 1.387 Euro im 2. Lehrjahr und 1.455 Euro im 3. Lehrjahr aus, jeweils brutto im Monat. Das sind Werte aus tarifgebundenen Betrieben – ohne Tarifbindung zahlen Betriebe häufig weniger, unterschreiten dürfen sie die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung aber nie. Je nach Bundesland und Betriebsgröße fällt die Vergütung ebenfalls unterschiedlich aus.
Nach der Ausbildung
Nach der Ausbildung verdienst du meist zwischen 3.000 und 3.800 Euro brutto im Monat. Mit Erfahrung kannst du dich zum Bankfachwirt weiterbilden, den Bankbetriebswirt anschließen oder ein Studium im Bereich Banking und Finance beginnen, wenn du dich Richtung Spezialistenlaufbahn oder Führungsposition entwickeln möchtest.
Gut zu wissen
Der Beruf verändert sich durch Digitalisierung spürbar: Viele einfache Bankgeschäfte laufen heute online, wodurch sich die Beratung stärker auf komplexere Themen wie Finanzierung und Vorsorge verlagert. Wer Freude an Beratungsgesprächen und an sich wandelnden Finanzthemen hat, findet hier ein Arbeitsfeld, das sich stetig weiterentwickelt.
Das solltest du mitbringen
Stärken
- • Zahlenverständnis
- • Kommunikationsstärke
- • Diskretion
- • Sorgfalt
Wichtige Schulfächer
- • Mathematik
- • Wirtschaft
- • Deutsch
Ein bestimmter Schulabschluss ist rechtlich nicht vorgeschrieben – Betriebe stellen aber unterschiedliche Anforderungen. Wichtiger als die Note ist oft ein Praktikum im Beruf.
Wo du arbeitest
- Bankfiliale
- Beratungsraum
- Backoffice
Nach der Ausbildung
- Bankfachwirt/in
- Bankbetriebswirt/in
- Studium Banking & Finance
Häufige Fragen
Wie lange dauert die Ausbildung als Bankkaufmann/-frau?
Die Regelausbildungszeit beträgt 3 Jahre (36 Monate). Bei guten Leistungen ist eine Verkürzung möglich.
Was verdient man in der Ausbildung als Bankkaufmann/-frau?
Nach der BIBB-Erhebung zu tariflichen Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025) sind es im 1. Lehrjahr rund 1.333 Euro brutto im Monat, im 3. Lehrjahr rund 1.455 Euro. Über die gesamte Ausbildung kommen so etwa 50.100 Euro zusammen.
Welche Voraussetzungen braucht man?
Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Hilfreich sind Mathematik, Wirtschaft und Deutsch. Mitbringen solltest du vor allem Zahlenverständnis, Kommunikationsstärke, Diskretion und Sorgfalt.
Wie geht es nach der Ausbildung weiter?
Typische Wege sind Bankfachwirt/in, Bankbetriebswirt/in oder Studium Banking & Finance. Das Einstiegsgehalt liegt meist zwischen 3.000 und 3.800 Euro brutto im Monat.