Das machst du in der Ausbildung
- Baustellen einrichten und sichern
- Mauerwerk erstellen und verputzen
- Schalungen bauen und Beton einbringen
- Bauteile aus Fertigelementen montieren
- Baustoffe berechnen und Baugeräte bedienen
Gehalt im 1. bis 2. Lehrjahr
So viel bekommst du als Hochbaufacharbeiter/in während der Ausbildung – brutto im Monat.
entspricht 12.936 € im Jahr
entspricht 15.288 € im Jahr
Gesamt über die Ausbildung
28.224 €
Einstiegsgehalt nach der Ausbildung
2.400–2.900 €
Durchschnittliche tarifliche Ausbildungsvergütung laut Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB), Stand 1. Oktober 2025. In Betrieben ohne Tarifbindung liegt sie häufig darunter, unterschritten werden darf die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung aber nie. Auch Bundesland und Betriebsgröße machen einen Unterschied.
Was macht man als Hochbaufacharbeiter?
Bevor an einem Rohbau überhaupt gemauert werden kann, richtest du die Baustelle ein und sicherst sie ab, etwa mit Absperrungen und Baustromanschluss. Danach erstellst du Mauerwerk, zum Beispiel für Wände und Kellergeschosse, und verputzt es, damit die Oberfläche eben und wetterfest wird. Ein weiterer Schwerpunkt ist der Betonbau: Du baust Schalungen, also die Holz- oder Metallformen, in die später Beton eingebracht wird, und sorgst dafür, dass der Beton gleichmäßig verdichtet aushärtet. Bei modernen Bauweisen montierst du auch fertige Bauteile, die im Werk vorgefertigt wurden, etwa Betonfertigteile für Decken oder Wände. Dazu berechnest du den Bedarf an Baustoffen wie Mörtel, Beton oder Ziegeln und bedienst Baugeräte wie Betonmischer, Rüttler oder kleinere Krananlagen. Du bist damit an fast jedem Bauabschnitt des Rohbaus beteiligt und legst die Grundlage, auf der später alle anderen Gewerke aufbauen.
So läuft die Ausbildung ab
Die Ausbildung dauert 24 Monate, also zwei Jahre, und ist als duale Grundausbildung im Hochbau angelegt: Du bist im Betrieb auf der Baustelle und an ein oder zwei Tagen pro Woche oder blockweise in der Berufsschule. Im ersten Lehrjahr lernst du die grundlegenden Techniken des Mauerns, Verputzens und Schalens sowie den sicheren Umgang mit Baugeräten. Im zweiten Jahr vertiefst du diese Fertigkeiten, arbeitest an anspruchsvolleren Bauabschnitten mit und bereitest dich auf die Abschlussprüfung vor. Nach bestandener Prüfung zum Hochbaufacharbeiter kannst du im Anschluss ein drittes Ausbildungsjahr anhängen und darauf aufbauend die Ausbildung zum Maurer oder zur Maurerin, zum Beton- und Stahlbetonbauer oder zur Beton- und Stahlbetonbauerin abschließen, statt komplett neu zu beginnen.
Passt der Beruf zu dir?
Der Beruf passt zu dir, wenn du körperlich fit bist, denn Mauersteine, Schalungselemente und Beton sind schwer und die Arbeit ist über den Tag hinweg körperlich fordernd. Teamarbeit ist wichtig, weil auf dem Rohbau viele Arbeitsschritte nur gemeinsam funktionieren, und Zuverlässigkeit, weil andere Gewerke auf termingerecht fertige Bauabschnitte angewiesen sind. Wetterfestigkeit solltest du mitbringen, denn ein Großteil der Arbeit findet im Freien statt, bei Hitze genauso wie bei Kälte und Regen. In der Schule helfen dir Mathematik für Mengen- und Maßberechnungen, Technik oder Werken für den praktischen Umgang mit Werkzeug und Physik für das Verständnis von Statik und Materialverhalten. Ehrlich gesagt: Frühes Aufstehen, körperliche Belastung und Arbeit bei jedem Wetter gehören zum Alltag auf dem Bau.
Was du in der Ausbildung verdienst
Die Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung zu den tariflichen Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025) weist für diesen Beruf durchschnittlich 1.078 Euro im 1. Lehrjahr und 1.274 Euro im 2. Lehrjahr aus, jeweils brutto im Monat. Das sind Werte aus tarifgebundenen Betrieben – ohne Tarifbindung zahlen Betriebe häufig weniger, unterschreiten dürfen sie die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung aber nie. Je nach Bundesland und Betriebsgröße fällt die Vergütung ebenfalls unterschiedlich aus.
Nach der Ausbildung
Nach der Abschlussprüfung liegt der Einstieg je nach Betrieb und Region ungefähr zwischen 2.400 und 2.900 Euro brutto im Monat. Statt direkt einzusteigen, sattelst du oft im dritten Jahr zum Maurer beziehungsweise zur Maurerin oder zum Beton- und Stahlbetonbauer beziehungsweise zur Beton- und Stahlbetonbauerin auf. Später sind eine Weiterbildung zum Polier beziehungsweise zur Polierin oder der Meistertitel möglich, mit denen du Bauabschnitte oder ganze Baustellen leiten kannst.
Gut zu wissen
Je nach Bundesland und Betrieb wird die Prüfung vor der IHK oder der Handwerkskammer abgelegt. Verwandt ist der Beruf mit dem Maurer- und dem Beton- und Stahlbetonbauhandwerk, in die er direkt hineinführt, sowie mit dem Tiefbaufacharbeiter, der die vergleichbare Grundausbildung für Arbeiten unterhalb der Erdoberfläche ist. Als zweijährige Grundausbildung bietet der Beruf einen schnelleren Einstieg für alle, die zügig eigenes Geld verdienen wollen, ohne die spätere Spezialisierung zu verschließen.
Das solltest du mitbringen
Stärken
- • körperliche Fitness
- • Teamarbeit
- • Zuverlässigkeit
- • Wetterfestigkeit
Wichtige Schulfächer
- • Mathematik
- • Technik/Werken
- • Physik
Ein bestimmter Schulabschluss ist rechtlich nicht vorgeschrieben – Betriebe stellen aber unterschiedliche Anforderungen. Wichtiger als die Note ist oft ein Praktikum im Beruf.
Wo du arbeitest
- Baustelle
- Rohbau
- im Freien
Nach der Ausbildung
- Aufbau zum/zur Maurer/in oder Betonbauer/in
- Polier/in
- Meister/in
Häufige Fragen
Wie lange dauert die Ausbildung als Hochbaufacharbeiter/in?
Die Regelausbildungszeit beträgt 2 Jahre (24 Monate). Bei guten Leistungen ist eine Verkürzung möglich.
Was verdient man in der Ausbildung als Hochbaufacharbeiter/in?
Nach der BIBB-Erhebung zu tariflichen Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025) sind es im 1. Lehrjahr rund 1.078 Euro brutto im Monat, im 2. Lehrjahr rund 1.274 Euro. Über die gesamte Ausbildung kommen so etwa 28.224 Euro zusammen.
Welche Voraussetzungen braucht man?
Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Hilfreich sind Mathematik, Technik/Werken und Physik. Mitbringen solltest du vor allem körperliche Fitness, Teamarbeit, Zuverlässigkeit und Wetterfestigkeit.
Wie geht es nach der Ausbildung weiter?
Typische Wege sind Aufbau zum/zur Maurer/in oder Betonbauer/in, Polier/in oder Meister/in. Das Einstiegsgehalt liegt meist zwischen 2.400 und 2.900 Euro brutto im Monat.