Das machst du in der Ausbildung
- Glas zuschneiden, schleifen und bohren
- Fenster und Glaskonstruktionen montieren
- Isolierglas und Sicherheitsglas einbauen
- Glasschäden aufnehmen und beheben
- Kunden beraten und Aufmaß nehmen
Gehalt im 1. bis 3. Lehrjahr
So viel bekommst du als Glaser/in während der Ausbildung – brutto im Monat.
entspricht 10.716 € im Jahr
entspricht 11.916 € im Jahr
entspricht 13.236 € im Jahr
Gesamt über die Ausbildung
35.868 €
Einstiegsgehalt nach der Ausbildung
2.500–3.100 €
Durchschnittliche tarifliche Ausbildungsvergütung laut Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB), Stand 1. Oktober 2025. In Betrieben ohne Tarifbindung liegt sie häufig darunter, unterschritten werden darf die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung aber nie. Auch Bundesland und Betriebsgröße machen einen Unterschied.
Was macht man als Glaser?
Glas begegnet dir in diesem Beruf in vielen Formen: als Fensterscheibe, Duschabtrennung, Vitrine oder kunstvolle Bleiverglasung. Du schneidest Glas nach Maß zu, schleifst die Kanten und bohrst Löcher für Beschläge, ohne dass die Scheibe dabei zerbricht. Auf der Baustelle montierst du Fenster und ganze Glaskonstruktionen und baust Isolierglas oder Sicherheitsglas ein, je nachdem, was der Auftrag verlangt. Wenn eine Scheibe kaputt ist, nimmst du den Schaden auf und ersetzt sie fachgerecht. Bei Privatkunden nimmst du auch selbst Aufmaß und berätst, welches Glas für ein Vorhaben geeignet ist, etwa bei Lärmschutz oder Einbruchsicherheit.
So läuft die Ausbildung ab
Die Ausbildung dauert drei Jahre und läuft dual: im Betrieb, meist einer Glaserei, lernst du den Umgang mit Glas und Werkzeugen, in der Berufsschule stehen Mathematik, Physik und Technik im Vordergrund. Am Anfang übst du einfache Zuschnitte und den sicheren Umgang mit Glas, später kommen komplexere Aufgaben wie Isolierglaseinbau, Bleiverglasung oder die Montage großer Glasfassaden dazu. Nach etwa anderthalb Jahren legst du eine Zwischenprüfung ab, die zeigt, wo du stehst. Am Ende der drei Jahre folgt die Gesellenprüfung bei der Handwerkskammer.
Passt der Beruf zu dir?
Der Beruf passt zu dir, wenn du sorgfältig arbeitest, denn ein falscher Schnitt kann eine teure Scheibe unbrauchbar machen. Räumliches Denken hilft dir, wenn du Glaskonstruktionen planst oder eine Bleiverglasung zusammensetzt. Da Glasscheiben schwer sind, brauchst du auch körperliche Kraft, besonders beim Tragen und Montieren großer Elemente. Sicherheitsbewusstsein ist unverzichtbar, weil scharfe Kanten und schweres Glas ein echtes Verletzungsrisiko darstellen. Wenn dir der Umgang mit zerbrechlichem, schwerem Material und Arbeiten auf Leitern oder Gerüsten grundsätzlich unangenehm ist, solltest du das vorher bedenken.
Was du in der Ausbildung verdienst
Die Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung zu den tariflichen Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025) weist für diesen Beruf durchschnittlich 893 Euro im 1. Lehrjahr, 993 Euro im 2. Lehrjahr und 1.103 Euro im 3. Lehrjahr aus, jeweils brutto im Monat. Das sind Werte aus tarifgebundenen Betrieben – ohne Tarifbindung zahlen Betriebe häufig weniger, unterschreiten dürfen sie die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung aber nie. Je nach Bundesland und Betriebsgröße fällt die Vergütung ebenfalls unterschiedlich aus.
Nach der Ausbildung
Nach der Ausbildung arbeitest du in Glasereien, auf Baustellen oder in spezialisierten Werkstätten, etwa für Restaurierung oder Fassadenbau. Mit der Meisterprüfung kannst du einen eigenen Betrieb führen oder ausbilden. Als Techniker oder Technikerin für Glastechnik übernimmst du planende und beratende Aufgaben, etwa in der Entwicklung neuer Glasprodukte. Wer sich für historische Verglasungen interessiert, kann sich zum Restaurator oder zur Restauratorin im Handwerk weiterbilden und an denkmalgeschützten Gebäuden arbeiten.
Gut zu wissen
Ein Teil der Arbeit findet in der Werkstatt statt, ein anderer Teil auf Baustellen, oft im Freien und bei jedem Wetter. Große Glasscheiben werden meist zu zweit oder mit Hebehilfen bewegt, trotzdem bleibt körperliche Anstrengung Teil des Alltags. Wer mit Bleiverglasung oder Kunstglas arbeitet, findet im Beruf auch einen kreativen, kunsthandwerklichen Anteil, der über reine Montagearbeit hinausgeht.
Das solltest du mitbringen
Stärken
- • Sorgfalt
- • Kraft
- • räumliches Denken
- • Sicherheitsbewusstsein
Wichtige Schulfächer
- • Mathematik
- • Physik
- • Technik/Werken
Ein bestimmter Schulabschluss ist rechtlich nicht vorgeschrieben – Betriebe stellen aber unterschiedliche Anforderungen. Wichtiger als die Note ist oft ein Praktikum im Beruf.
Wo du arbeitest
- Glaserei
- Baustelle
- Werkstatt
Nach der Ausbildung
- Glasermeister/in
- Techniker/in Glastechnik
- Restaurator/in im Handwerk
Häufige Fragen
Wie lange dauert die Ausbildung als Glaser/in?
Die Regelausbildungszeit beträgt 3 Jahre (36 Monate). Bei guten Leistungen ist eine Verkürzung möglich.
Was verdient man in der Ausbildung als Glaser/in?
Nach der BIBB-Erhebung zu tariflichen Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025) sind es im 1. Lehrjahr rund 893 Euro brutto im Monat, im 3. Lehrjahr rund 1.103 Euro. Über die gesamte Ausbildung kommen so etwa 35.868 Euro zusammen.
Welche Voraussetzungen braucht man?
Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Hilfreich sind Mathematik, Physik und Technik/Werken. Mitbringen solltest du vor allem Sorgfalt, Kraft, räumliches Denken und Sicherheitsbewusstsein.
Wie geht es nach der Ausbildung weiter?
Typische Wege sind Glasermeister/in, Techniker/in Glastechnik oder Restaurator/in im Handwerk. Das Einstiegsgehalt liegt meist zwischen 2.500 und 3.100 Euro brutto im Monat.