Metall & Maschinenbau

Ausbildung als Fertigungsmechaniker/in

Du fertigst und montierst Bauteile aus Metall in der Serienproduktion – von der Zeichnung bis zur einbaufertigen Baugruppe.

Dauer
3 Jahre
Vergütung 1. Jahr
1.250 €
Vergütung 3. Jahr
1.401 €
Abschluss bei
IHK

Das machst du in der Ausbildung

  • Bauteile nach technischen Zeichnungen anreißen und zuschneiden
  • Bleche und Profile bohren, fräsen und schweißen
  • Baugruppen montieren und verschrauben
  • Maße und Passungen mit Messwerkzeugen prüfen
  • einfache Wartungs- und Reparaturarbeiten an Maschinen ausführen

Gehalt im 1. bis 3. Lehrjahr

So viel bekommst du als Fertigungsmechaniker/in während der Ausbildung – brutto im Monat.

1. Lehrjahr 1.250 € / Monat

entspricht 15.000 € im Jahr

2. Lehrjahr 1.316 € / Monat

entspricht 15.792 € im Jahr

3. Lehrjahr 1.401 € / Monat

entspricht 16.812 € im Jahr

Gesamt über die Ausbildung

47.604 €

Einstiegsgehalt nach der Ausbildung

2.700–3.400 €

Durchschnittliche tarifliche Ausbildungsvergütung laut Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB), Stand 1. Oktober 2025. In Betrieben ohne Tarifbindung liegt sie häufig darunter, unterschritten werden darf die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung aber nie. Auch Bundesland und Betriebsgröße machen einen Unterschied.

Was macht man als Fertigungsmechaniker/in?

Eine Baugruppe für eine Maschine besteht oft aus vielen einzelnen Blechen, Profilen und Normteilen, die erst zusammengefügt ein funktionierendes Bauteil ergeben: Du reißt die Konturen nach technischen Zeichnungen an, schneidest Bleche und Profile zu und bearbeitest sie durch Bohren, Fräsen und Schweißen. Anschließend montierst du die einzelnen Teile zu Baugruppen, verschraubst und verstiftest sie und richtest sie so aus, dass alles passgenau sitzt. Mit Messschieber, Messuhr und anderen Messwerkzeugen prüfst du dabei laufend, ob Maße und Passungen den Vorgaben entsprechen. Auch kleinere Wartungs- und Reparaturarbeiten an den Maschinen, mit denen du arbeitest, gehören zu deinem Alltag, ebenso wie das Nachjustieren von Baugruppen, wenn eine Endkontrolle Abweichungen zeigt. Gearbeitet wird meist in der Fertigungshalle oder in einer Montagewerkstatt, mit Zeiten in der Qualitätsprüfung. Je nach Betrieb fertigst du Einzelteile für den Maschinenbau oder arbeitest an Serienbauteilen, die in größerer Stückzahl entstehen.

So läuft die Ausbildung ab

Die Ausbildung dauert drei Jahre und läuft dual, mit Mathematik, Physik und Technik/Werken als zentralen Fächern der Berufsschule. Im ersten Lehrjahr lernst du die Grundlagen der Metallbearbeitung, also Sägen, Bohren, Feilen und einfaches Schweißen. Im zweiten Jahr kommen komplexere Bauteile sowie die Montage kompletter Baugruppen dazu. Im dritten Jahr übernimmst du anspruchsvollere Fertigungsaufträge und bereitest dich auf die Abschlussprüfung vor der Industrie- und Handelskammer vor, der eine Zwischenprüfung vorausgeht.

Passt der Beruf zu dir?

Technisches Verständnis brauchst du, um Zeichnungen zu lesen und Fertigungsschritte richtig einzuschätzen. Sorgfalt ist wichtig, weil ungenaue Bauteile später nicht zusammenpassen, und handwerkliches Geschick hilft dir beim Zuschneiden, Bohren und Schweißen. Teamfähigkeit spielt eine Rolle, weil größere Baugruppen oft gemeinsam montiert werden. Die Arbeit ist teils körperlich anstrengend und mit Lärm sowie Metallstaub verbunden, was für manche gewöhnungsbedürftig ist. Wer lieber an einem einzelnen, immer gleichen Handgriff arbeitet, sollte bedenken, dass sich die Aufgaben je nach Auftrag und Baugruppe deutlich unterscheiden können.

Was du in der Ausbildung verdienst

Die Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung zu den tariflichen Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025) weist für diesen Beruf durchschnittlich 1.250 Euro im 1. Lehrjahr, 1.316 Euro im 2. Lehrjahr und 1.401 Euro im 3. Lehrjahr aus, jeweils brutto im Monat. Das sind Werte aus tarifgebundenen Betrieben – ohne Tarifbindung zahlen Betriebe häufig weniger, unterschreiten dürfen sie die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung aber nie. Je nach Bundesland und Betriebsgröße fällt die Vergütung ebenfalls unterschiedlich aus.

Nach der Ausbildung

Nach dem Abschluss liegt der Einstieg orientierungsweise zwischen 2700 und 3400 Euro brutto im Monat, je nach Betrieb und Region. Mit Berufserfahrung kannst du dich zum Industriemeister oder zur Industriemeisterin Metall weiterbilden, eine Technikerausbildung im Maschinenbau anschließen oder mit einem Studium in Richtung Konstruktion oder Fertigungsplanung wechseln.

Gut zu wissen

Fertigungsmechaniker ist eine etwas breiter angelegte Alternative zu spezialisierteren Metallberufen wie Zerspanungsmechaniker oder Werkzeugmechaniker und eignet sich gut, wenn du dich noch nicht auf eine enge Spezialisierung festlegen möchtest. Wer gerne im Team an Baugruppen arbeitet und mit Lärm und Metallstaub in der Fertigungshalle gut zurechtkommt, findet hier einen soliden Einstieg in die Industrie mit guten Übernahmechancen.

Das solltest du mitbringen

Stärken

  • • technisches Verständnis
  • • Sorgfalt
  • • handwerkliches Geschick
  • • Teamfähigkeit

Wichtige Schulfächer

  • • Mathematik
  • • Physik
  • • Technik/Werken

Ein bestimmter Schulabschluss ist rechtlich nicht vorgeschrieben – Betriebe stellen aber unterschiedliche Anforderungen. Wichtiger als die Note ist oft ein Praktikum im Beruf.

Wo du arbeitest

  • Fertigungshalle
  • Montagewerkstatt
  • Qualitätsprüfung

Nach der Ausbildung

  • Industriemeister/in Metall
  • Techniker/in Maschinenbau
  • Studium Maschinenbau

Häufige Fragen

Wie lange dauert die Ausbildung als Fertigungsmechaniker/in?

Die Regelausbildungszeit beträgt 3 Jahre (36 Monate). Bei guten Leistungen ist eine Verkürzung möglich.

Was verdient man in der Ausbildung als Fertigungsmechaniker/in?

Nach der BIBB-Erhebung zu tariflichen Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025) sind es im 1. Lehrjahr rund 1.250 Euro brutto im Monat, im 3. Lehrjahr rund 1.401 Euro. Über die gesamte Ausbildung kommen so etwa 47.604 Euro zusammen.

Welche Voraussetzungen braucht man?

Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Hilfreich sind Mathematik, Physik und Technik/Werken. Mitbringen solltest du vor allem technisches Verständnis, Sorgfalt, handwerkliches Geschick und Teamfähigkeit.

Wie geht es nach der Ausbildung weiter?

Typische Wege sind Industriemeister/in Metall, Techniker/in Maschinenbau oder Studium Maschinenbau. Das Einstiegsgehalt liegt meist zwischen 2.700 und 3.400 Euro brutto im Monat.

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