Logistik & Verkehr

Ausbildung als Fachkraft für Möbel-, Küchen- und Umzugsservice

Du montierst Möbel und Küchen und organisierst Umzüge – von der Demontage beim Kunden bis zum sicheren Transport und Wiederaufbau.

Dauer
3 Jahre
Vergütung 1. Jahr
1.074 €
Vergütung 3. Jahr
1.277 €
Abschluss bei
IHK

Das machst du in der Ausbildung

  • Möbel und Küchen fachgerecht demontieren und montieren
  • Umzugsgut verpacken und sichern
  • Transporte planen und durchführen
  • Küchen- und Möbelanschlüsse prüfen
  • Kunden vor Ort beraten und betreuen

Gehalt im 1. bis 3. Lehrjahr

So viel bekommst du als Fachkraft für Möbel-, Küchen- und Umzugsservice während der Ausbildung – brutto im Monat.

1. Lehrjahr 1.074 € / Monat

entspricht 12.888 € im Jahr

2. Lehrjahr 1.168 € / Monat

entspricht 14.016 € im Jahr

3. Lehrjahr 1.277 € / Monat

entspricht 15.324 € im Jahr

Gesamt über die Ausbildung

42.228 €

Einstiegsgehalt nach der Ausbildung

2.300–2.800 €

Durchschnittliche tarifliche Ausbildungsvergütung laut Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB), Stand 1. Oktober 2025. In Betrieben ohne Tarifbindung liegt sie häufig darunter, unterschritten werden darf die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung aber nie. Auch Bundesland und Betriebsgröße machen einen Unterschied.

Was macht man als Fachkraft für Möbel-, Küchen- und Umzugsservice?

Wenn eine Familie in eine neue Wohnung zieht oder eine Einbauküche geliefert wird, bist du diejenige oder derjenige, der dafür sorgt, dass am Ende alles steht und funktioniert. Du demontierst Möbel und Küchen fachgerecht, packst sie zusammen mit dem restlichen Umzugsgut sicher ein und schützt empfindliche Stücke vor Transportschäden. Beim Transport selbst planst du die Route und die Beladung des Fahrzeugs so, dass nichts verrutscht oder beschädigt wird. Am Zielort baust du Möbel und Küchen wieder auf, schließt Elektro- und Wasseranschlüsse für Herd, Spülmaschine oder Kühlschrank an und prüfst, ob alles korrekt funktioniert. Während der ganzen Zeit stehst du im direkten Kontakt mit Kundinnen und Kunden, beantwortest Fragen, gehst auf besondere Wünsche ein und reagierst, wenn spontan ein Problem auftaucht, etwa wenn ein Möbelstück durch eine enge Tür nicht passt. Die Arbeit ist deshalb eine Mischung aus handwerklichem Geschick, logistischer Planung und direktem Kundenservice.

So läuft die Ausbildung ab

Die Ausbildung dauert drei Jahre und läuft dual zwischen Betrieb und Berufsschule. Im ersten Lehrjahr lernst du die Grundlagen der Möbelmontage, einfache Transport- und Verpackungstechniken sowie den sicheren Umgang mit Werkzeug. Im zweiten Jahr übernimmst du komplexere Aufträge wie Küchenmontagen mit Elektro- und Wasseranschlüssen und organisierst Umzüge zunehmend eigenständig, dazu kommt eine Zwischenprüfung, die deinen Lernstand überprüft. Im dritten Jahr vertiefst du dich in Kundenberatung, Reklamationsbearbeitung und die Planung größerer Umzüge und bereitest dich auf die Abschlussprüfung bei der Industrie- und Handelskammer vor.

Passt der Beruf zu dir?

Körperliche Fitness ist wichtig, weil du regelmäßig schwere Möbelstücke trägst und über Treppen transportierst. Organisationstalent brauchst du, um Transporte, Termine und den Ablauf beim Kunden im Blick zu behalten, und Kundenorientierung, weil du direkt in privaten Wohnräumen arbeitest und dabei freundlich und rücksichtsvoll auftreten musst. Handwerkliches Geschick hilft dir bei Montage- und Anschlussarbeiten. Ehrlich dazu gehört: Umzüge finden oft an Wochenenden und Monatsenden statt, wenn viele Menschen gleichzeitig umziehen, und die Arbeit ist körperlich anstrengend, besonders bei Wohnungen ohne Aufzug. Wer Rückenprobleme hat oder ungern samstags arbeitet, sollte das vorab bedenken.

Was du in der Ausbildung verdienst

Die Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung zu den tariflichen Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025) weist für diesen Beruf durchschnittlich 1.074 Euro im 1. Lehrjahr, 1.168 Euro im 2. Lehrjahr und 1.277 Euro im 3. Lehrjahr aus, jeweils brutto im Monat. Das sind Werte aus tarifgebundenen Betrieben – ohne Tarifbindung zahlen Betriebe häufig weniger, unterschreiten dürfen sie die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung aber nie. Je nach Bundesland und Betriebsgröße fällt die Vergütung ebenfalls unterschiedlich aus.

Nach der Ausbildung

Nach der Ausbildung liegt das Einstiegsgehalt meist zwischen 2.300 und 2.800 Euro brutto im Monat. Arbeit findest du bei Umzugsunternehmen, Möbelhäusern mit eigenem Montageservice oder Küchenstudios. Mit Berufserfahrung kannst du dich zum Fachwirt für Lagerlogistik weiterbilden, die Meisterprüfung im Möbel-, Küchen- und Umzugsservice ablegen oder einen Abschluss als Betriebswirt anstreben und so in Richtung Teamleitung oder Disposition wechseln.

Gut zu wissen

Der Beruf ist relativ jung und noch nicht überall bekannt, dabei wächst der Bedarf, weil viele Menschen umziehen oder ihre Küche modernisieren lassen, ohne selbst Zeit oder Werkzeug dafür zu haben. Wer gern körperlich arbeitet, direkten Kundenkontakt schätzt und jeden Tag an einem anderen Ort ist, findet hier einen abwechslungsreichen Beruf zwischen Handwerk und Dienstleistung.

Das solltest du mitbringen

Stärken

  • • körperliche Fitness
  • • Organisationstalent
  • • Kundenorientierung
  • • handwerkliches Geschick

Wichtige Schulfächer

  • • Mathematik
  • • Technik/Werken
  • • Deutsch

Ein bestimmter Schulabschluss ist rechtlich nicht vorgeschrieben – Betriebe stellen aber unterschiedliche Anforderungen. Wichtiger als die Note ist oft ein Praktikum im Beruf.

Wo du arbeitest

  • Kundenwohnung
  • Möbelhaus
  • Umzugsfahrzeug

Nach der Ausbildung

  • Fachwirt/in für Lagerlogistik
  • Meister/in Möbel-, Küchen- und Umzugsservice
  • Betriebswirt/in

Häufige Fragen

Wie lange dauert die Ausbildung als Fachkraft für Möbel-, Küchen- und Umzugsservice?

Die Regelausbildungszeit beträgt 3 Jahre (36 Monate). Bei guten Leistungen ist eine Verkürzung möglich.

Was verdient man in der Ausbildung als Fachkraft für Möbel-, Küchen- und Umzugsservice?

Nach der BIBB-Erhebung zu tariflichen Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025) sind es im 1. Lehrjahr rund 1.074 Euro brutto im Monat, im 3. Lehrjahr rund 1.277 Euro. Über die gesamte Ausbildung kommen so etwa 42.228 Euro zusammen.

Welche Voraussetzungen braucht man?

Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Hilfreich sind Mathematik, Technik/Werken und Deutsch. Mitbringen solltest du vor allem körperliche Fitness, Organisationstalent, Kundenorientierung und handwerkliches Geschick.

Wie geht es nach der Ausbildung weiter?

Typische Wege sind Fachwirt/in für Lagerlogistik, Meister/in Möbel-, Küchen- und Umzugsservice oder Betriebswirt/in. Das Einstiegsgehalt liegt meist zwischen 2.300 und 2.800 Euro brutto im Monat.

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