Das machst du in der Ausbildung
- Felder pflügen, säen und pflegen
- Ernte- und Transportmaschinen bedienen
- Landmaschinen warten und reparieren
- Pflanzenschutz- und Düngemaßnahmen durchführen
- Kunden bei der Auftragsplanung unterstützen
Gehalt im 1. bis 3. Lehrjahr
So viel bekommst du als Fachkraft Agrarservice während der Ausbildung – brutto im Monat.
entspricht 10.776 € im Jahr
entspricht 11.796 € im Jahr
entspricht 12.876 € im Jahr
Gesamt über die Ausbildung
35.448 €
Einstiegsgehalt nach der Ausbildung
2.300–2.800 €
Durchschnittliche tarifliche Ausbildungsvergütung laut Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB), Stand 1. Oktober 2025. In Betrieben ohne Tarifbindung liegt sie häufig darunter, unterschritten werden darf die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung aber nie. Auch Bundesland und Betriebsgröße machen einen Unterschied.
Was macht man als Fachkraft Agrarservice?
Während ein einzelner Landwirt meist nur eigene Felder bestellt, arbeitest du für unterschiedliche Kunden nacheinander: Du pflügst, säst und pflegst Felder mit großen, oft hochmodernen Maschinen, die du im Lohnunternehmen einsetzt. Zur Erntezeit bedienst du Mähdrescher, Häcksler oder andere Erntemaschinen und organisierst den Transport der Ernte, oft unter Zeitdruck, weil das Wetter mitspielen muss. Zwischen den Einsätzen wartest und reparierst du die Landmaschinen, damit sie einsatzbereit bleiben, denn ein Ausfall während der Erntesaison kostet den Kunden bares Geld. Du führst außerdem Pflanzenschutz- und Düngemaßnahmen durch, immer nach Vorschrift und mit Blick auf Umwelt- und Gewässerschutz. Weil du im Auftrag verschiedener Betriebe arbeitest, sprichst du regelmäßig mit Kunden über den Einsatzplan, erklärst, was möglich ist, und stimmst Termine ab. Kein Feld gleicht dem anderen, deshalb wechselst du häufig zwischen unterschiedlichen Böden, Kulturen und Maschinen.
So läuft die Ausbildung ab
Die Ausbildung dauert drei Jahre und läuft dual zwischen Betrieb und Berufsschule, mit Fächern wie Biologie, Technik und Mathematik. Im ersten Lehrjahr lernst du die Grundlagen der Pflanzenproduktion und den sicheren Umgang mit gängigen Landmaschinen. Im zweiten Jahr übernimmst du komplexere Maschinen und Arbeitsschritte wie Pflanzenschutz und Düngung selbstständiger, dazu kommt eine Zwischenprüfung, die deinen bisherigen Lernstand prüft. Im dritten Jahr vertiefst du dich in Maschinenwartung, Erntetechnik und Kundenbetreuung und bereitest dich auf die Abschlussprüfung bei der zuständigen Landwirtschaftskammer vor.
Passt der Beruf zu dir?
Technisches Verständnis brauchst du, weil du mit großen, teils computergesteuerten Maschinen arbeitest und kleinere Störungen selbst beheben musst. Körperliche Belastbarkeit ist wichtig, denn gerade zur Erntezeit sind lange Arbeitstage bei jedem Wetter normal, und Verantwortungsbewusstsein entscheidet darüber, ob teure Maschinen sorgsam behandelt und Vorgaben zum Pflanzenschutz eingehalten werden. Flexibilität brauchst du, weil sich Einsatzpläne kurzfristig ändern können, sobald sich das Wetter dreht oder ein Kunde dringend Hilfe braucht. Wer feste Arbeitszeiten und einen unveränderlichen Tagesablauf schätzt, wird mit diesem Beruf wenig Freude haben, denn die Arbeit richtet sich stark nach Jahreszeit und Witterung, mit besonders intensiven Phasen zur Aussaat- und Erntezeit.
Was du in der Ausbildung verdienst
Die Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung zu den tariflichen Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025) weist für diesen Beruf durchschnittlich 898 Euro im 1. Lehrjahr, 983 Euro im 2. Lehrjahr und 1.073 Euro im 3. Lehrjahr aus, jeweils brutto im Monat. Das sind Werte aus tarifgebundenen Betrieben – ohne Tarifbindung zahlen Betriebe häufig weniger, unterschreiten dürfen sie die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung aber nie. Je nach Bundesland und Betriebsgröße fällt die Vergütung ebenfalls unterschiedlich aus.
Nach der Ausbildung
Nach der Ausbildung liegt das Einstiegsgehalt meist zwischen 2.300 und 2.800 Euro brutto im Monat, wobei sich die Erntesaison oft in Form von Zuschlägen oder Mehrarbeit bemerkbar macht. Arbeit findest du vor allem bei Lohnunternehmen im Agrarservice, aber auch bei größeren landwirtschaftlichen Betrieben mit eigenem Maschinenpark. Mit Berufserfahrung kannst du dich zum Agrarbetriebswirt weiterbilden, die Meisterprüfung in der Landwirtschaft ablegen oder dich zum Techniker für Landtechnik qualifizieren und so in Richtung Betriebsleitung oder Maschinenberatung wechseln.
Gut zu wissen
Der Beruf ist stark saisonal geprägt: Während der Erntemonate sind Zwölf-Stunden-Tage keine Seltenheit, im Winter dagegen ruht die Feldarbeit weitgehend und es stehen vor allem Wartungsarbeiten an. Wer mit modernen, oft satellitengestützten Landmaschinen arbeiten möchte und Freude an wechselnden Einsatzorten hat, findet hier einen technisch geprägten Beruf mit engem Bezug zur Landwirtschaft.
Das solltest du mitbringen
Stärken
- • technisches Verständnis
- • körperliche Belastbarkeit
- • Verantwortungsbewusstsein
- • Flexibilität
Wichtige Schulfächer
- • Biologie
- • Technik/Werken
- • Mathematik
Ein bestimmter Schulabschluss ist rechtlich nicht vorgeschrieben – Betriebe stellen aber unterschiedliche Anforderungen. Wichtiger als die Note ist oft ein Praktikum im Beruf.
Wo du arbeitest
- Feld
- Lohnunternehmen
- Werkstatt
Nach der Ausbildung
- Agrarbetriebswirt/in
- Landwirtschaftsmeister/in
- Techniker/in Landtechnik
Häufige Fragen
Wie lange dauert die Ausbildung als Fachkraft Agrarservice?
Die Regelausbildungszeit beträgt 3 Jahre (36 Monate). Bei guten Leistungen ist eine Verkürzung möglich.
Was verdient man in der Ausbildung als Fachkraft Agrarservice?
Nach der BIBB-Erhebung zu tariflichen Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025) sind es im 1. Lehrjahr rund 898 Euro brutto im Monat, im 3. Lehrjahr rund 1.073 Euro. Über die gesamte Ausbildung kommen so etwa 35.448 Euro zusammen.
Welche Voraussetzungen braucht man?
Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Hilfreich sind Biologie, Technik/Werken und Mathematik. Mitbringen solltest du vor allem technisches Verständnis, körperliche Belastbarkeit, Verantwortungsbewusstsein und Flexibilität.
Wie geht es nach der Ausbildung weiter?
Typische Wege sind Agrarbetriebswirt/in, Landwirtschaftsmeister/in oder Techniker/in Landtechnik. Das Einstiegsgehalt liegt meist zwischen 2.300 und 2.800 Euro brutto im Monat.