IT & Digitales

Ausbildung als Fachinformatiker/in für Daten- und Prozessanalyse

Du wertest Unternehmensdaten aus, machst Prozesse messbar und baust daraus Auswertungen, mit denen andere entscheiden.

Dauer
3 Jahre
Vergütung 1. Jahr
1.211 €
Vergütung 3. Jahr
1.356 €
Abschluss bei
IHK

Das machst du in der Ausbildung

  • Datenquellen anbinden und Daten aufbereiten
  • Auswertungen und Dashboards erstellen
  • Geschäftsprozesse analysieren und modellieren
  • Datenqualität sichern und Datenschutz beachten
  • Ergebnisse für Fachabteilungen aufbereiten

Gehalt im 1. bis 3. Lehrjahr

So viel bekommst du als Fachinformatiker/in für Daten- und Prozessanalyse während der Ausbildung – brutto im Monat.

1. Lehrjahr 1.211 € / Monat

entspricht 14.532 € im Jahr

2. Lehrjahr 1.279 € / Monat

entspricht 15.348 € im Jahr

3. Lehrjahr 1.356 € / Monat

entspricht 16.272 € im Jahr

Gesamt über die Ausbildung

46.152 €

Einstiegsgehalt nach der Ausbildung

3.100–3.900 €

Durchschnittliche tarifliche Ausbildungsvergütung laut Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB), Stand 1. Oktober 2025. In Betrieben ohne Tarifbindung liegt sie häufig darunter, unterschritten werden darf die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung aber nie. Auch Bundesland und Betriebsgröße machen einen Unterschied.

Was macht man als Fachinformatiker/in für Daten- und Prozessanalyse?

Ein Unternehmen sammelt jeden Tag Daten: Verkaufszahlen, Maschinenlaufzeiten, Klickpfade auf der Website, Rückmeldungen aus dem Kundenservice. Was daraus wird, hängt von dir ab. Du bindest die Datenquellen an, bereinigst die Datensätze und baust Auswertungen, aus denen andere ablesen können, wo es klemmt oder wo sich etwas lohnt. Dazu gehört auch, ganze Geschäftsprozesse zu untersuchen: Warum dauert eine Bestellung so lange, an welcher Stelle brechen Kunden einen Kaufvorgang ab? Du modellierst solche Abläufe, findest Engpässe und schlägst Verbesserungen vor. Ein wichtiger Teil deiner Arbeit ist außerdem, auf Datenqualität und Datenschutz zu achten – fehlerhafte oder ungeschützte Daten führen schnell zu falschen Entscheidungen oder rechtlichen Problemen. Am Ende stehst du oft zwischen IT und Fachabteilung: Du übersetzt Zahlen in verständliche Dashboards und Berichte, mit denen zum Beispiel der Vertrieb oder die Geschäftsführung arbeiten kann.

So läuft die Ausbildung ab

Die Ausbildung dauert 36 Monate, also drei Jahre, und findet dual statt: Den Großteil der Zeit bist du im Betrieb, dazu kommt der Unterricht in der Berufsschule. Im ersten Jahr lernst du die Grundlagen der IT-Systeme, einfache Datenbankabfragen und wie man Daten strukturiert erfasst. Im zweiten Jahr kommen komplexere Auswertungen, Programmierung für die Datenaufbereitung und erste eigene Analyseprojekte dazu. Im dritten Jahr übernimmst du zunehmend eigenständig Aufgaben, etwa den Aufbau eines Dashboards für eine Fachabteilung, und bereitest dich auf die Abschlussprüfung vor. Die Prüfung ist gestreckt: Ein erster Teil findet bereits während der Ausbildung statt und fließt in die Endnote ein, der zweite Teil am Ende deckt die praktische Projektarbeit und die verbleibenden Prüfungsbereiche ab.

Passt der Beruf zu dir?

Du solltest Freude an Zahlen und an Struktur haben, denn ein großer Teil der Arbeit besteht darin, aus unübersichtlichen Datenmengen etwas Nachvollziehbares zu machen. Analytisches Denken hilft dir dabei, Muster zu erkennen und die richtigen Fragen an die Daten zu stellen. Weil du am Ende oft Kolleginnen und Kollegen aus anderen Abteilungen erklären musst, was deine Auswertung bedeutet, ist auch Kommunikationsstärke gefragt – reine Technikbegeisterung reicht nicht aus. Neugier ist ebenfalls hilfreich, denn du arbeitest dich ständig in neue Prozesse und Tools ein. Wer lieber ausschließlich programmiert und wenig mit Fachabteilungen zu tun haben möchte, ist bei einer Fachinformatik-Ausbildung mit anderem Schwerpunkt vermutlich besser aufgehoben.

Was du in der Ausbildung verdienst

Die Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung zu den tariflichen Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025) weist für diesen Beruf durchschnittlich 1.211 Euro im 1. Lehrjahr, 1.279 Euro im 2. Lehrjahr und 1.356 Euro im 3. Lehrjahr aus, jeweils brutto im Monat. Das sind Werte aus tarifgebundenen Betrieben – ohne Tarifbindung zahlen Betriebe häufig weniger, unterschreiten dürfen sie die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung aber nie. Je nach Bundesland und Betriebsgröße fällt die Vergütung ebenfalls unterschiedlich aus.

Nach der Ausbildung

Nach dem IHK-Abschluss liegt das Einstiegsgehalt üblicherweise zwischen etwa 3.100 und 3.900 Euro brutto im Monat, je nach Unternehmen und Region. Fachinformatiker/innen für Daten- und Prozessanalyse sind gefragt, weil immer mehr Betriebe ihre Prozesse datenbasiert steuern wollen. Du kannst dich zum Beispiel zum Data Analyst weiterentwickeln, die Prüfung zum/zur Geprüften Wirtschaftsinformatiker/in ablegen oder ein Studium im Bereich Data Science anschließen. Auch ein Wechsel in verwandte Berufsbilder wie die Anwendungsentwicklung ist möglich, wenn dich später mehr die Programmierung reizt.

Gut zu wissen

Der Beruf ist noch vergleichsweise jung und wird nicht in jedem Betrieb gleich ausgefüllt – informiere dich vor der Bewerbung genau, welche Projekte und Werkzeuge im jeweiligen Unternehmen tatsächlich eine Rolle spielen. Gearbeitet wird überwiegend am Schreibtisch, oft im Büro, teilweise auch im Homeoffice, was den Beruf für Menschen attraktiv macht, die lieber sitzend und konzentriert arbeiten als körperlich. Wer allerdings lieber praktisch mit den Händen arbeitet, findet hier wenig Ausgleich zum Bildschirm.

Das solltest du mitbringen

Stärken

  • • analytisches Denken
  • • Zahlenverständnis
  • • Neugier
  • • Kommunikationsstärke

Wichtige Schulfächer

  • • Mathematik
  • • Informatik
  • • Englisch

Ein bestimmter Schulabschluss ist rechtlich nicht vorgeschrieben – Betriebe stellen aber unterschiedliche Anforderungen. Wichtiger als die Note ist oft ein Praktikum im Beruf.

Wo du arbeitest

  • Büro
  • Fachabteilungen
  • Homeoffice

Nach der Ausbildung

  • Data Analyst
  • Geprüfte/r Wirtschaftsinformatiker/in
  • Studium Data Science

Häufige Fragen

Wie lange dauert die Ausbildung als Fachinformatiker/in für Daten- und Prozessanalyse?

Die Regelausbildungszeit beträgt 3 Jahre (36 Monate). Bei guten Leistungen ist eine Verkürzung möglich.

Was verdient man in der Ausbildung als Fachinformatiker/in für Daten- und Prozessanalyse?

Nach der BIBB-Erhebung zu tariflichen Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025) sind es im 1. Lehrjahr rund 1.211 Euro brutto im Monat, im 3. Lehrjahr rund 1.356 Euro. Über die gesamte Ausbildung kommen so etwa 46.152 Euro zusammen.

Welche Voraussetzungen braucht man?

Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Hilfreich sind Mathematik, Informatik und Englisch. Mitbringen solltest du vor allem analytisches Denken, Zahlenverständnis, Neugier und Kommunikationsstärke.

Wie geht es nach der Ausbildung weiter?

Typische Wege sind Data Analyst, Geprüfte/r Wirtschaftsinformatiker/in oder Studium Data Science. Das Einstiegsgehalt liegt meist zwischen 3.100 und 3.900 Euro brutto im Monat.

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