IT & Digitales

Ausbildung als Kaufmann/-frau für Digitalisierungsmanagement

Du bist die Brücke zwischen Fachabteilung und IT: Prozesse digitalisieren, Projekte begleiten, Systeme auswählen.

Dauer
3 Jahre
Vergütung 1. Jahr
1.241 €
Vergütung 3. Jahr
1.393 €
Abschluss bei
IHK

Das machst du in der Ausbildung

  • Anforderungen der Fachbereiche aufnehmen
  • IT-Lösungen vergleichen und wirtschaftlich bewerten
  • Digitalisierungsprojekte planen und begleiten
  • Anwender schulen und Prozesse dokumentieren
  • Angebote einholen und Dienstleister steuern

Gehalt im 1. bis 3. Lehrjahr

So viel bekommst du als Kaufmann/-frau für Digitalisierungsmanagement während der Ausbildung – brutto im Monat.

1. Lehrjahr 1.241 € / Monat

entspricht 14.892 € im Jahr

2. Lehrjahr 1.293 € / Monat

entspricht 15.516 € im Jahr

3. Lehrjahr 1.393 € / Monat

entspricht 16.716 € im Jahr

Gesamt über die Ausbildung

47.124 €

Einstiegsgehalt nach der Ausbildung

3.000–3.700 €

Durchschnittliche tarifliche Ausbildungsvergütung laut Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB), Stand 1. Oktober 2025. In Betrieben ohne Tarifbindung liegt sie häufig darunter, unterschritten werden darf die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung aber nie. Auch Bundesland und Betriebsgröße machen einen Unterschied.

Was macht man als Kaufmann/-frau für Digitalisierungsmanagement?

Wenn eine Fachabteilung eine neue Software braucht, aber selbst nicht genau weiß, was technisch möglich ist, und die IT-Abteilung nicht genau weiß, was die Fachabteilung eigentlich braucht, stehst du dazwischen und übersetzt. Du nimmst Anforderungen der Fachbereiche auf, vergleichst IT-Lösungen und bewertest sie wirtschaftlich, also ob sich eine Investition lohnt. Du planst Digitalisierungsprojekte und begleitest sie von der Idee bis zur Einführung, schulst Anwender im Umgang mit neuen Systemen und dokumentierst Prozesse, damit sie nachvollziehbar bleiben. Dazu holst du Angebote von externen Dienstleistern ein und steuerst sie während der Projektlaufzeit. Gearbeitet wird im Büro, in Projektbesprechungen mit verschiedenen Abteilungen und teilweise im Homeoffice.

So läuft die Ausbildung ab

Die Ausbildung dauert 3 Jahre und läuft dual: Betrieb und Berufsschule wechseln sich ab, mit Fächern wie Informatik, Wirtschaft und Mathematik. Im ersten Lehrjahr lernst du die Grundlagen der Prozessanalyse und einfache IT-Systeme kennen. Im zweiten Jahr kommen die wirtschaftliche Bewertung von IT-Lösungen und die Mitarbeit an ersten Digitalisierungsprojekten dazu. Im dritten Jahr übernimmst du zunehmend eigenständig Projektaufgaben, schulst Anwender und vertiefst dein Wissen zu Dienstleistersteuerung und Datenschutz. Eine Zwischenprüfung liegt in der Mitte der Ausbildung, am Ende steht die Abschlussprüfung vor der IHK.

Passt der Beruf zu dir?

Kommunikationsstärke ist zentral, weil du zwischen Fachabteilung und IT vermittelst und beide Seiten verstehen musst. Organisationstalent brauchst du, um Projekte mit vielen Beteiligten im Blick zu behalten, dazu IT-Verständnis, ohne dass du selbst programmieren musst. Kaufmännisches Denken hilft dir bei der wirtschaftlichen Bewertung von Projekten. Ehrlich dazu gehört: Der Beruf ist noch neu und in manchen Betrieben ist die genaue Rolle erst im Aufbau, das heißt, du brauchst Eigeninitiative, um dir dein Aufgabenfeld mitzugestalten. Der Alltag ist überwiegend Bildschirmarbeit mit vielen Meetings statt praktischer Technikarbeit.

Was du in der Ausbildung verdienst

Die Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung zu den tariflichen Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025) weist für diesen Beruf durchschnittlich 1.241 Euro im 1. Lehrjahr, 1.293 Euro im 2. Lehrjahr und 1.393 Euro im 3. Lehrjahr aus, jeweils brutto im Monat. Das sind Werte aus tarifgebundenen Betrieben – ohne Tarifbindung zahlen Betriebe häufig weniger, unterschreiten dürfen sie die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung aber nie. Je nach Bundesland und Betriebsgröße fällt die Vergütung ebenfalls unterschiedlich aus.

Nach der Ausbildung

Nach der Ausbildung liegt der Einstieg laut Orientierungswerten zwischen etwa 3000 und 3700 Euro brutto im Monat, je nach Betrieb und Region. Mit Berufserfahrung kannst du dich zum geprüften Wirtschaftsinformatiker oder zur geprüften Wirtschaftsinformatikerin weiterbilden, dich als IT-Projektleiter beziehungsweise IT-Projektleiterin qualifizieren oder ein Studium der Wirtschaftsinformatik aufnehmen.

Gut zu wissen

Verwandt sind der IT-Systemkaufmann beziehungsweise die IT-Systemkauffrau, der Fachinformatiker für Daten- und Prozessanalyse sowie der Industriekaufmann beziehungsweise die Industriekauffrau – wer sich stärker auf technische Systembetreuung statt Projektmanagement konzentrieren möchte, findet dort verwandte Alternativen. Der Beruf eignet sich für alle, die weder reine IT-Fachkraft noch klassischer Kaufmann oder klassische Kauffrau sein wollen, sondern beides verbinden möchten.

Das solltest du mitbringen

Stärken

  • • Kommunikationsstärke
  • • Organisationstalent
  • • IT-Verständnis
  • • kaufmännisches Denken

Wichtige Schulfächer

  • • Informatik
  • • Wirtschaft
  • • Mathematik

Ein bestimmter Schulabschluss ist rechtlich nicht vorgeschrieben – Betriebe stellen aber unterschiedliche Anforderungen. Wichtiger als die Note ist oft ein Praktikum im Beruf.

Wo du arbeitest

  • Büro
  • Projektbesprechungen
  • Homeoffice

Nach der Ausbildung

  • Geprüfte/r Wirtschaftsinformatiker/in
  • IT-Projektleiter/in
  • Studium Wirtschaftsinformatik

Häufige Fragen

Wie lange dauert die Ausbildung als Kaufmann/-frau für Digitalisierungsmanagement?

Die Regelausbildungszeit beträgt 3 Jahre (36 Monate). Bei guten Leistungen ist eine Verkürzung möglich.

Was verdient man in der Ausbildung als Kaufmann/-frau für Digitalisierungsmanagement?

Nach der BIBB-Erhebung zu tariflichen Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025) sind es im 1. Lehrjahr rund 1.241 Euro brutto im Monat, im 3. Lehrjahr rund 1.393 Euro. Über die gesamte Ausbildung kommen so etwa 47.124 Euro zusammen.

Welche Voraussetzungen braucht man?

Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Hilfreich sind Informatik, Wirtschaft und Mathematik. Mitbringen solltest du vor allem Kommunikationsstärke, Organisationstalent, IT-Verständnis und kaufmännisches Denken.

Wie geht es nach der Ausbildung weiter?

Typische Wege sind Geprüfte/r Wirtschaftsinformatiker/in, IT-Projektleiter/in oder Studium Wirtschaftsinformatik. Das Einstiegsgehalt liegt meist zwischen 3.000 und 3.700 Euro brutto im Monat.

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