IT & Digitales

Ausbildung als Mathematisch-technische/r Softwareentwickler/in

Du übersetzt mathematische Modelle in Programme – für Forschung, Simulation und wissenschaftliche Anwendungen.

Dauer
3 Jahre
Vergütung 1. Jahr
1.238 €
Vergütung 3. Jahr
1.353 €
Abschluss bei
IHK

Das machst du in der Ausbildung

  • Mathematische Verfahren analysieren und umsetzen
  • Software für Simulationen und Berechnungen entwickeln
  • Algorithmen testen und optimieren
  • Ergebnisse auswerten und visualisieren
  • Programme dokumentieren und pflegen

Gehalt im 1. bis 3. Lehrjahr

So viel bekommst du als Mathematisch-technische/r Softwareentwickler/in während der Ausbildung – brutto im Monat.

1. Lehrjahr 1.238 € / Monat

entspricht 14.856 € im Jahr

2. Lehrjahr 1.295 € / Monat

entspricht 15.540 € im Jahr

3. Lehrjahr 1.353 € / Monat

entspricht 16.236 € im Jahr

Gesamt über die Ausbildung

46.632 €

Einstiegsgehalt nach der Ausbildung

3.200–4.000 €

Durchschnittliche tarifliche Ausbildungsvergütung laut Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB), Stand 1. Oktober 2025. In Betrieben ohne Tarifbindung liegt sie häufig darunter, unterschritten werden darf die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung aber nie. Auch Bundesland und Betriebsgröße machen einen Unterschied.

Was macht man als Mathematisch-technische/r Softwareentwickler/in?

Hinter vielen wissenschaftlichen Erkenntnissen steckt am Ende ein Computerprogramm, das komplexe Berechnungen ausführt, und genau solche Programme entwickelst du. Du analysierst mathematische Verfahren, etwa aus der Statistik, der Physik oder der Numerik, und überlegst, wie sie sich in lauffähigen Code übersetzen lassen. Auf dieser Grundlage entwickelst du Software für Simulationen und Berechnungen, die in Forschung oder Industrie eingesetzt wird. Du testest deine Algorithmen an Beispieldaten, findest Schwachstellen und optimierst sie, damit sie auch bei großen Datenmengen schnell und zuverlässig arbeiten. Ergebnisse wertest du aus und bereitest sie visuell auf, etwa als Diagramm, damit Fachleute sie einordnen können. Zum Schluss dokumentierst du deine Programme, damit auch andere sie später verstehen und weiterentwickeln können.

So läuft die Ausbildung ab

Die Ausbildung dauert drei Jahre und findet dual statt, meist in einem Forschungsinstitut, einem Rechenzentrum oder einem technisch orientierten Büro, dazu kommt die Berufsschule. Im ersten Jahr lernst du Grundlagen der Programmierung und mathematische Methoden, die für die Softwareentwicklung wichtig sind. Im zweiten Jahr übernimmst du komplexere Entwicklungsaufgaben und beschäftigst dich intensiver mit numerischen Verfahren, im dritten Jahr arbeitest du an größeren Projekten mit und bereitest dich auf die Abschlussprüfung vor der IHK vor. Eine Zwischenprüfung markiert den Stand nach der ersten Ausbildungshälfte.

Passt der Beruf zu dir?

Sehr gute Mathematikkenntnisse sind hier Voraussetzung, denn du arbeitest ständig mit Formeln, Modellen und Algorithmen. Abstraktes Denken hilft dir, mathematische Zusammenhänge in Programmlogik zu übersetzen. Programmierfreude solltest du mitbringen, weil ein großer Teil deines Alltags aus Coden und Testen besteht. Und weil manche Probleme sich nicht auf Anhieb lösen lassen, brauchst du Ausdauer, um bei kniffligen Aufgaben dranzubleiben, statt frühzeitig aufzugeben.

Was du in der Ausbildung verdienst

Die Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung zu den tariflichen Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025) weist für diesen Beruf durchschnittlich 1.238 Euro im 1. Lehrjahr, 1.295 Euro im 2. Lehrjahr und 1.353 Euro im 3. Lehrjahr aus, jeweils brutto im Monat. Das sind Werte aus tarifgebundenen Betrieben – ohne Tarifbindung zahlen Betriebe häufig weniger, unterschreiten dürfen sie die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung aber nie. Je nach Bundesland und Betriebsgröße fällt die Vergütung ebenfalls unterschiedlich aus.

Nach der Ausbildung

Nach dem Abschluss steigst du meist mit 3200 bis 4000 Euro brutto im Monat ein, weil die Kombination aus Mathematik und Programmierkenntnissen gefragt und selten ist. Mit einem Studium der Mathematik oder Informatik kannst du dich später akademisch weiterqualifizieren, oder du spezialisierst dich praxisnah in Richtung Data Science, wo du aus großen Datenmengen Muster und Vorhersagen ableitest. Auch der Weg zum Softwarearchitekten, der ganze Systeme entwirft, steht dir mit Erfahrung offen.

Gut zu wissen

Dieser Beruf ist deutlich mathematiklastiger als eine klassische Ausbildung zum Fachinformatiker, dafür bist du gefragt, wo andere an komplexen Formeln scheitern. Wer in der Schule gerne Mathe und Informatik hatte und lieber an anspruchsvollen Berechnungen tüftelt als an Webseiten oder Apps, findet hier einen spezialisierten, gut bezahlten Einstieg in die IT.

Das solltest du mitbringen

Stärken

  • • sehr gute Mathematikkenntnisse
  • • abstraktes Denken
  • • Programmierfreude
  • • Ausdauer

Wichtige Schulfächer

  • • Mathematik
  • • Informatik
  • • Physik

Ein bestimmter Schulabschluss ist rechtlich nicht vorgeschrieben – Betriebe stellen aber unterschiedliche Anforderungen. Wichtiger als die Note ist oft ein Praktikum im Beruf.

Wo du arbeitest

  • Forschungsinstitut
  • Rechenzentrum
  • Büro

Nach der Ausbildung

  • Studium Mathematik oder Informatik
  • Data Scientist
  • Softwarearchitekt/in

Häufige Fragen

Wie lange dauert die Ausbildung als Mathematisch-technische/r Softwareentwickler/in?

Die Regelausbildungszeit beträgt 3 Jahre (36 Monate). Bei guten Leistungen ist eine Verkürzung möglich.

Was verdient man in der Ausbildung als Mathematisch-technische/r Softwareentwickler/in?

Nach der BIBB-Erhebung zu tariflichen Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025) sind es im 1. Lehrjahr rund 1.238 Euro brutto im Monat, im 3. Lehrjahr rund 1.353 Euro. Über die gesamte Ausbildung kommen so etwa 46.632 Euro zusammen.

Welche Voraussetzungen braucht man?

Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Hilfreich sind Mathematik, Informatik und Physik. Mitbringen solltest du vor allem sehr gute Mathematikkenntnisse, abstraktes Denken, Programmierfreude und Ausdauer.

Wie geht es nach der Ausbildung weiter?

Typische Wege sind Studium Mathematik oder Informatik, Data Scientist oder Softwarearchitekt/in. Das Einstiegsgehalt liegt meist zwischen 3.200 und 4.000 Euro brutto im Monat.

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