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Ausbildung als Fachangestellte/r für Medien- und Informationsdienste

Du beschaffst, ordnest und vermittelst Informationen – in Bibliotheken, Archiven, Bildagenturen oder Dokumentationsstellen.

Dauer
3 Jahre
Vergütung 1. Jahr
1.263 €
Vergütung 3. Jahr
1.362 €
Abschluss bei
IHK/öffentlicher Dienst

Das machst du in der Ausbildung

  • Medien und Daten erfassen und erschließen
  • Recherchen für Nutzer durchführen
  • Bestände pflegen und archivieren
  • Ausleihe und Auskunft betreuen
  • Datenbanken und Kataloge aktuell halten

Gehalt im 1. bis 3. Lehrjahr

So viel bekommst du als Fachangestellte/r für Medien- und Informationsdienste während der Ausbildung – brutto im Monat.

1. Lehrjahr 1.263 € / Monat

entspricht 15.156 € im Jahr

2. Lehrjahr 1.316 € / Monat

entspricht 15.792 € im Jahr

3. Lehrjahr 1.362 € / Monat

entspricht 16.344 € im Jahr

Gesamt über die Ausbildung

47.292 €

Einstiegsgehalt nach der Ausbildung

2.700–3.300 €

Durchschnittliche tarifliche Ausbildungsvergütung laut Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB), Stand 1. Oktober 2025. In Betrieben ohne Tarifbindung liegt sie häufig darunter, unterschritten werden darf die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung aber nie. Auch Bundesland und Betriebsgröße machen einen Unterschied.

Was macht man als Fachangestellte für Medien- und Informationsdienste?

Jemand sucht eine vergriffene Doktorarbeit, ein Journalist braucht ein bestimmtes Archivfoto aus den 1990er-Jahren, eine Studentin findet in der Bibliothek partout keine passende Quelle: Du hilfst dabei, Informationen zu finden, egal ob sie in Büchern, Datenbanken, Bildarchiven oder digitalen Sammlungen stecken. Dafür erfasst und beschreibst du Medien so, dass sie später wiederauffindbar sind, ordnest Neuzugänge in Kataloge ein und pflegst Datenbanken. Ein wichtiger Teil der Arbeit ist die Recherche für andere: Du suchst gezielt nach Quellen, wertest Treffer aus und bereitest Ergebnisse verständlich auf. Dazu kommt der direkte Kontakt zu Nutzerinnen und Nutzern an der Ausleihtheke oder am Auskunftsschalter, wo du Fragen beantwortest und bei der Literatursuche berätst. Je nach Einsatzort – Bibliothek, Archiv, Bildagentur oder Dokumentationsstelle – verschieben sich die Schwerpunkte zwischen Publikumsverkehr, Archivpflege und digitaler Datenpflege.

So läuft die Ausbildung ab

Die Ausbildung dauert 3 Jahre und läuft dual, also im Wechsel zwischen Betrieb und Berufsschule. Im ersten Lehrjahr lernst du die Grundlagen der Medienerschließung, also wie Bücher, Zeitschriften oder digitale Dateien katalogisiert und verschlagwortet werden, dazu einfache Ausleih- und Auskunftsaufgaben. Im zweiten Jahr vertiefst du dich in Recherchetechniken, den Umgang mit Datenbanken und je nach Fachrichtung in Archivierung oder Bildverwaltung. Im dritten Jahr übernimmst du komplexere Rechercheaufträge und bereitest dich auf die Abschlussprüfung vor, bei der eine Zwischenprüfung im Verlauf zeigt, wo du stehst. Weil der Beruf sowohl im öffentlichen Dienst als auch privatwirtschaftlich ausgebildet wird, unterscheiden sich Details je nach Einsatzort etwas, das duale Grundprinzip bleibt aber gleich.

Passt der Beruf zu dir?

Wenn du gern Dinge ordnest und es dich stört, wenn ein Regal oder ein Ordner unsortiert ist, bringst du eine wichtige Grundhaltung mit. Genauso wichtig ist Freude an Recherche: Du musst dranbleiben, wenn eine Suche nicht sofort Ergebnisse liefert, und verschiedene Wege ausprobieren. Serviceorientierung hilft dir im Kontakt mit Nutzern, die manchmal unter Zeitdruck stehen oder unsicher sind, wo sie anfangen sollen. Sorgfalt ist unverzichtbar, weil ein falsch einsortiertes Medium später kaum wiederzufinden ist. Wer lieber körperlich aktiv und wechselnd unterwegs ist, wird im Berufsalltag eher wenig Abwechslung an Bewegung finden, denn ein großer Teil der Arbeit spielt sich am Bildschirm und im Umgang mit Beständen ab.

Was du in der Ausbildung verdienst

Die Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung zu den tariflichen Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025) weist für diesen Beruf durchschnittlich 1.263 Euro im 1. Lehrjahr, 1.316 Euro im 2. Lehrjahr und 1.362 Euro im 3. Lehrjahr aus, jeweils brutto im Monat. Das sind Werte aus tarifgebundenen Betrieben – ohne Tarifbindung zahlen Betriebe häufig weniger, unterschreiten dürfen sie die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung aber nie. Je nach Bundesland und Betriebsgröße fällt die Vergütung ebenfalls unterschiedlich aus.

Nach der Ausbildung

Der Einstieg nach der Ausbildung liegt orientierungsweise zwischen 2700 und 3300 Euro brutto im Monat, abhängig von Einrichtung, Region und Tarif. Mit Berufserfahrung kannst du dich zum Fachwirt oder zur Fachwirtin für Medien- und Informationsdienste weiterbilden und dabei mehr Verantwortung für Organisation und Personalführung übernehmen. Wer akademisch weitergehen möchte, kann ein Studium der Bibliotheks- oder Informationswissenschaft anschließen und damit den Weg in Leitungspositionen oder spezialisierte Fachbereiche öffnen.

Gut zu wissen

Der Beruf verändert sich stark durch die Digitalisierung: Immer mehr Bestände liegen digital vor, und die klassische Ausleihe verliert an Bedeutung gegenüber Online-Recherche und digitalen Datenbanken. Das bedeutet, dass IT-Kenntnisse im Alltag immer wichtiger werden. Gleichzeitig bleibt der persönliche Kontakt am Schalter oder in der Auskunft ein fester Bestandteil, gerade in öffentlichen Bibliotheken. Wer sich für Informationen und ihre Ordnung begeistert, findet hier ein Berufsfeld, das ruhiger wirkt als viele andere, aber ständig neue Rechercheaufgaben bereithält.

Das solltest du mitbringen

Stärken

  • • Ordnungssinn
  • • Rechercheinteresse
  • • Sorgfalt
  • • Serviceorientierung

Wichtige Schulfächer

  • • Deutsch
  • • Informatik
  • • Englisch

Ein bestimmter Schulabschluss ist rechtlich nicht vorgeschrieben – Betriebe stellen aber unterschiedliche Anforderungen. Wichtiger als die Note ist oft ein Praktikum im Beruf.

Wo du arbeitest

  • Bibliothek
  • Archiv
  • Dokumentationsstelle

Nach der Ausbildung

  • Fachwirt/in Medien- und Informationsdienste
  • Studium Bibliotheks- oder Informationswissenschaft

Häufige Fragen

Wie lange dauert die Ausbildung als Fachangestellte/r für Medien- und Informationsdienste?

Die Regelausbildungszeit beträgt 3 Jahre (36 Monate). Bei guten Leistungen ist eine Verkürzung möglich.

Was verdient man in der Ausbildung als Fachangestellte/r für Medien- und Informationsdienste?

Nach der BIBB-Erhebung zu tariflichen Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025) sind es im 1. Lehrjahr rund 1.263 Euro brutto im Monat, im 3. Lehrjahr rund 1.362 Euro. Über die gesamte Ausbildung kommen so etwa 47.292 Euro zusammen.

Welche Voraussetzungen braucht man?

Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Hilfreich sind Deutsch, Informatik und Englisch. Mitbringen solltest du vor allem Ordnungssinn, Rechercheinteresse, Sorgfalt und Serviceorientierung.

Wie geht es nach der Ausbildung weiter?

Typische Wege sind Fachwirt/in Medien- und Informationsdienste oder Studium Bibliotheks- oder Informationswissenschaft. Das Einstiegsgehalt liegt meist zwischen 2.700 und 3.300 Euro brutto im Monat.

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