Das machst du in der Ausbildung
- Werbe- und Anzeigenkunden betreuen
- Produkte kalkulieren und Auflagen planen
- Abonnements und Vertriebswege steuern
- Herstellungsprozesse begleiten
- Marktdaten auswerten und Kampagnen entwickeln
Gehalt im 1. bis 3. Lehrjahr
So viel bekommst du als Medienkaufmann/-frau Digital und Print während der Ausbildung – brutto im Monat.
entspricht 12.672 € im Jahr
entspricht 13.596 € im Jahr
entspricht 14.580 € im Jahr
Gesamt über die Ausbildung
40.848 €
Einstiegsgehalt nach der Ausbildung
2.600–3.400 €
Durchschnittliche tarifliche Ausbildungsvergütung laut Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB), Stand 1. Oktober 2025. In Betrieben ohne Tarifbindung liegt sie häufig darunter, unterschritten werden darf die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung aber nie. Auch Bundesland und Betriebsgröße machen einen Unterschied.
Was macht man als Medienkaufmann Digital und Print?
Damit eine Zeitschrift, ein Online-Magazin oder ein Verlagsprodukt am Markt bestehen kann, braucht es nicht nur gute Inhalte, sondern auch jemanden, der die kaufmännische Seite steuert – das bist du. Du betreust Werbe- und Anzeigenkunden, berätst sie zu Formaten und Preisen und sorgst dafür, dass Kampagnen zum richtigen Zeitpunkt erscheinen. Ein großer Teil deiner Arbeit dreht sich um Zahlen: Du kalkulierst Produkte, planst Auflagen und musst dabei abschätzen, wie viele Exemplare gedruckt oder wie ein digitales Produkt bepreist werden sollte, damit es sich rechnet. Abonnements und Vertriebswege gehören ebenfalls zu deinem Aufgabenbereich, du sorgst also dafür, dass Inhalte die Leser überhaupt erreichen, egal ob gedruckt oder digital. Während der Produktion begleitest du die Herstellungsprozesse, stimmst dich mit Redaktion, Druckerei oder IT ab und behältst Termine und Kosten im Blick. Zusätzlich wertest du Marktdaten aus, um zu verstehen, welche Themen und Formate bei welcher Zielgruppe funktionieren, und entwickelst darauf aufbauend eigene Kampagnenideen.
So läuft die Ausbildung ab
Die Ausbildung dauert 36 Monate, also drei Jahre, und findet dual statt: Du arbeitest in einem Verlag oder Medienhaus und besuchst begleitend die Berufsschule. Im ersten Lehrjahr lernst du die Grundlagen der Medienbranche, kaufmännisches Rechnen und einfache Kundenkontakte kennen. Im zweiten Jahr übernimmst du mehr Verantwortung in der Kundenbetreuung und lernst die Kalkulation komplexerer Produkte sowie die Grundlagen der Vertriebssteuerung, dazu kommt die Zwischenprüfung, mit der dein Ausbildungsstand überprüft wird. Im dritten Jahr vertiefst du dich in Marktanalyse, Kampagnenentwicklung und die Begleitung von Herstellungsprozessen, bevor die Ausbildung mit der Abschlussprüfung bei der Industrie- und Handelskammer endet.
Passt der Beruf zu dir?
Kaufmännisches Denken ist die Grundlage, weil du ständig mit Kalkulationen, Budgets und wirtschaftlichen Entscheidungen zu tun hast. Kontaktfreude brauchst du, weil du regelmäßig mit Kunden, Werbepartnern und Kollegen aus Redaktion und Produktion sprichst und dabei überzeugend auftreten musst. Medieninteresse hilft dir, den Markt und die Themen zu verstehen, mit denen du täglich arbeitest, egal ob Print oder Digital. Organisationstalent ist gefragt, weil du oft mehrere Projekte gleichzeitig im Blick behalten musst, von der Anzeigenbuchung bis zum Erscheinungstermin. In der Schule zählen Wirtschaft für das Verständnis kaufmännischer Zusammenhänge, Deutsch für Kommunikation und Textverständnis, und Mathematik für Kalkulationen und Auflagenplanung. Wer sich für Medien interessiert, aber lieber die wirtschaftliche als die redaktionelle Seite gestalten will, ist hier richtig.
Was du in der Ausbildung verdienst
Die Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung zu den tariflichen Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025) weist für diesen Beruf durchschnittlich 1.056 Euro im 1. Lehrjahr, 1.133 Euro im 2. Lehrjahr und 1.215 Euro im 3. Lehrjahr aus, jeweils brutto im Monat. Das sind Werte aus tarifgebundenen Betrieben – ohne Tarifbindung zahlen Betriebe häufig weniger, unterschreiten dürfen sie die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung aber nie. Je nach Bundesland und Betriebsgröße fällt die Vergütung ebenfalls unterschiedlich aus.
Nach der Ausbildung
Nach bestandener Prüfung liegt der Einstieg meist zwischen 2.600 und 3.400 Euro brutto im Monat, abhängig von Verlagsgröße, Region und Aufgabenbereich. Mit einer Weiterbildung zum Medienfachwirt vertiefst du dein Wissen in Marketing und Vertrieb, mit einer Weiterbildung zum Verlagsbetriebswirt eher die betriebswirtschaftliche Steuerung eines ganzen Verlags. Wer akademisch weitergehen möchte, kann ein Studium im Medienmanagement anschließen und sich so für Führungspositionen in der Branche qualifizieren.
Gut zu wissen
Die Medienbranche befindet sich im ständigen Wandel zwischen gedruckten und digitalen Formaten, das bedeutet, dass du dich fortlaufend mit neuen Vertriebswegen, Plattformen und Geschäftsmodellen auseinandersetzen musst. Termindruck gehört zum Alltag, weil Erscheinungstermine und Kampagnen selten verschiebbar sind. Der Beruf eignet sich gut für alle, die Medieninteresse mit kaufmännischem Denken verbinden wollen, ohne selbst redaktionell zu arbeiten.
Das solltest du mitbringen
Stärken
- • kaufmännisches Denken
- • Kontaktfreude
- • Medieninteresse
- • Organisationstalent
Wichtige Schulfächer
- • Wirtschaft
- • Deutsch
- • Mathematik
Ein bestimmter Schulabschluss ist rechtlich nicht vorgeschrieben – Betriebe stellen aber unterschiedliche Anforderungen. Wichtiger als die Note ist oft ein Praktikum im Beruf.
Wo du arbeitest
- Verlag
- Medienhaus
- Büro
Nach der Ausbildung
- Medienfachwirt/in
- Verlagsbetriebswirt/in
- Studium Medienmanagement
Häufige Fragen
Wie lange dauert die Ausbildung als Medienkaufmann/-frau Digital und Print?
Die Regelausbildungszeit beträgt 3 Jahre (36 Monate). Bei guten Leistungen ist eine Verkürzung möglich.
Was verdient man in der Ausbildung als Medienkaufmann/-frau Digital und Print?
Nach der BIBB-Erhebung zu tariflichen Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025) sind es im 1. Lehrjahr rund 1.056 Euro brutto im Monat, im 3. Lehrjahr rund 1.215 Euro. Über die gesamte Ausbildung kommen so etwa 40.848 Euro zusammen.
Welche Voraussetzungen braucht man?
Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Hilfreich sind Wirtschaft, Deutsch und Mathematik. Mitbringen solltest du vor allem kaufmännisches Denken, Kontaktfreude, Medieninteresse und Organisationstalent.
Wie geht es nach der Ausbildung weiter?
Typische Wege sind Medienfachwirt/in, Verlagsbetriebswirt/in oder Studium Medienmanagement. Das Einstiegsgehalt liegt meist zwischen 2.600 und 3.400 Euro brutto im Monat.