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Ausbildung als Fachangestellte/r für Arbeitsmarktdienstleistungen

Du berätst Arbeitsuchende, prüfst Ansprüche und bringst Menschen und Stellenangebote zusammen.

Dauer
3 Jahre
Vergütung 1. Jahr
1.293 €
Vergütung 3. Jahr
1.389 €
Abschluss bei
öffentlicher Dienst

Das machst du in der Ausbildung

  • Kunden zu Stellen und Qualifizierungen beraten
  • Leistungsansprüche prüfen und berechnen
  • Vermittlungsvorschläge erstellen
  • Anträge bearbeiten und Bescheide erstellen
  • Arbeitgeber zu offenen Stellen betreuen

Gehalt im 1. bis 3. Lehrjahr

So viel bekommst du als Fachangestellte/r für Arbeitsmarktdienstleistungen während der Ausbildung – brutto im Monat.

1. Lehrjahr 1.293 € / Monat

entspricht 15.516 € im Jahr

2. Lehrjahr 1.343 € / Monat

entspricht 16.116 € im Jahr

3. Lehrjahr 1.389 € / Monat

entspricht 16.668 € im Jahr

Gesamt über die Ausbildung

48.300 €

Einstiegsgehalt nach der Ausbildung

2.900–3.500 €

Durchschnittliche tarifliche Ausbildungsvergütung laut Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB), Stand 1. Oktober 2025. In Betrieben ohne Tarifbindung liegt sie häufig darunter, unterschritten werden darf die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung aber nie. Auch Bundesland und Betriebsgröße machen einen Unterschied.

Was macht man als Fachangestellter für Arbeitsmarktdienstleistungen?

Wenn jemand seinen Job verloren hat oder eine neue berufliche Richtung sucht, sitzt du im Beratungsgespräch bei der Agentur für Arbeit oder im Jobcenter und berätst zu passenden Stellen und Qualifizierungsmöglichkeiten. Dabei prüfst du auch, ob und in welcher Höhe jemand Anspruch auf Leistungen hat, und berechnest diese anhand der geltenden Regeln. Aus den Angaben, die du im Gespräch sammelst, erstellst du Vermittlungsvorschläge, die zu Qualifikation und Situation der Person passen. Ein weiterer Teil der Arbeit ist Verwaltung im engeren Sinn: Du bearbeitest Anträge und erstellst Bescheide, die rechtlich korrekt und nachvollziehbar sein müssen. Auf der anderen Seite betreust du auch Arbeitgeber, die offene Stellen melden, sprichst mit ihnen über Anforderungen und schlägst passende Bewerber und Bewerberinnen vor. Du stehst also zwischen zwei Seiten, die zueinander finden sollen, und musst dabei rechtliche Vorgaben ebenso im Blick behalten wie die persönliche Situation der Menschen vor dir.

So läuft die Ausbildung ab

Die Ausbildung dauert 36 Monate, also drei Jahre, und findet dual statt: im Betrieb, also bei der Agentur für Arbeit oder im Jobcenter, und in der Berufsschule. Anders als bei klassischen Ausbildungsberufen in der freien Wirtschaft handelt es sich hier um eine Ausbildung im öffentlichen Dienst, bei der du eine tarifliche Ausbildungsvergütung erhältst. Im ersten Lehrjahr lernst du die rechtlichen und organisatorischen Grundlagen sowie erste einfache Beratungsgespräche unter Anleitung. Im zweiten Jahr übernimmst du komplexere Fälle bei Leistungsprüfung und Vermittlung. Im dritten Jahr führst du Beratungsgespräche eigenständiger, bearbeitest anspruchsvollere Anträge und bereitest dich auf die Abschlussprüfung vor. Eine Zwischenprüfung im Verlauf zeigt, ob der Ausbildungsstand zum jeweiligen Zeitpunkt passt.

Passt der Beruf zu dir?

Der Beruf passt zu dir, wenn du Einfühlungsvermögen mitbringst, denn viele Menschen kommen in einer schwierigen Lebenssituation zu dir, etwa nach einer Kündigung. Sorgfalt ist entscheidend, weil Berechnungen von Leistungsansprüchen korrekt sein müssen und Fehler direkte Auswirkungen auf das Einkommen von Menschen haben können. Kommunikationsstärke brauchst du für Gespräche mit ganz unterschiedlichen Menschen, und Belastbarkeit, weil du an manchen Tagen viele Beratungstermine hintereinander führst und dabei auch mit Frust oder Enttäuschung der Kunden umgehen musst. In der Schule helfen dir Deutsch für klare Kommunikation, Politik oder Sozialkunde für das Verständnis von Sozialsystemen und Mathematik für Berechnungen. Ehrlich gesagt: Der Beruf bringt viel direkten Kontakt mit belasteten Situationen mit sich, und ein hohes Fallaufkommen kann den Alltag stressig machen.

Was du in der Ausbildung verdienst

Die Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung zu den tariflichen Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025) weist für diesen Beruf durchschnittlich 1.293 Euro im 1. Lehrjahr, 1.343 Euro im 2. Lehrjahr und 1.389 Euro im 3. Lehrjahr aus, jeweils brutto im Monat. Das sind Werte aus tarifgebundenen Betrieben – ohne Tarifbindung zahlen Betriebe häufig weniger, unterschreiten dürfen sie die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung aber nie. Je nach Bundesland und Betriebsgröße fällt die Vergütung ebenfalls unterschiedlich aus.

Nach der Ausbildung

Nach der Abschlussprüfung liegt der Einstieg je nach Dienststelle und Region ungefähr zwischen 2.900 und 3.500 Euro brutto im Monat. Wer sich weiterentwickeln möchte, kann in den gehobenen Dienst aufsteigen, sich zum Fachwirt beziehungsweise zur Fachwirtin für Verwaltung weiterbilden oder ein Studium im Bereich Arbeitsmarktmanagement anschließen.

Gut zu wissen

Die Ausbildung endet mit einer Prüfung im öffentlichen Dienst und ist, anders als eine Beamtenlaufbahn, eine reguläre duale Ausbildung mit Ausbildungsvergütung statt Anwärterbezügen. Verwandt ist der Beruf mit dem Sozialversicherungsfachangestellten, dem Verwaltungsfachangestellten und dem Personaldienstleistungskaufmann, da überall Beratung, Verwaltung und der Umgang mit rechtlichen Vorgaben zusammenkommen.

Das solltest du mitbringen

Stärken

  • • Einfühlungsvermögen
  • • Sorgfalt
  • • Kommunikationsstärke
  • • Belastbarkeit

Wichtige Schulfächer

  • • Deutsch
  • • Politik/Sozialkunde
  • • Mathematik

Ein bestimmter Schulabschluss ist rechtlich nicht vorgeschrieben – Betriebe stellen aber unterschiedliche Anforderungen. Wichtiger als die Note ist oft ein Praktikum im Beruf.

Wo du arbeitest

  • Agentur für Arbeit
  • Jobcenter
  • Beratungsraum

Nach der Ausbildung

  • Aufstieg in den gehobenen Dienst
  • Fachwirt/in Verwaltung
  • Studium Arbeitsmarktmanagement

Häufige Fragen

Wie lange dauert die Ausbildung als Fachangestellte/r für Arbeitsmarktdienstleistungen?

Die Regelausbildungszeit beträgt 3 Jahre (36 Monate). Bei guten Leistungen ist eine Verkürzung möglich.

Was verdient man in der Ausbildung als Fachangestellte/r für Arbeitsmarktdienstleistungen?

Nach der BIBB-Erhebung zu tariflichen Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025) sind es im 1. Lehrjahr rund 1.293 Euro brutto im Monat, im 3. Lehrjahr rund 1.389 Euro. Über die gesamte Ausbildung kommen so etwa 48.300 Euro zusammen.

Welche Voraussetzungen braucht man?

Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Hilfreich sind Deutsch, Politik/Sozialkunde und Mathematik. Mitbringen solltest du vor allem Einfühlungsvermögen, Sorgfalt, Kommunikationsstärke und Belastbarkeit.

Wie geht es nach der Ausbildung weiter?

Typische Wege sind Aufstieg in den gehobenen Dienst, Fachwirt/in Verwaltung oder Studium Arbeitsmarktmanagement. Das Einstiegsgehalt liegt meist zwischen 2.900 und 3.500 Euro brutto im Monat.

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