Das machst du in der Ausbildung
- Baugruppen und Leiterplatten bestücken und prüfen
- Steuerungssoftware anpassen und einspielen
- Systeme in Betrieb nehmen und Parameter einstellen
- Fehler mit Messgeräten eingrenzen und beheben
- Prüfprotokolle und Systemdokumentationen erstellen
Gehalt im 1. bis 4. Lehrjahr
So viel bekommst du als Elektroniker/in für Informations- und Systemtechnik während der Ausbildung – brutto im Monat.
entspricht 14.772 € im Jahr
entspricht 15.504 € im Jahr
entspricht 16.620 € im Jahr
entspricht 17.760 € im Jahr
Gesamt über die Ausbildung
55.776 €
Einstiegsgehalt nach der Ausbildung
3.000–3.700 €
Durchschnittliche tarifliche Ausbildungsvergütung laut Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB), Stand 1. Oktober 2025. In Betrieben ohne Tarifbindung liegt sie häufig darunter, unterschritten werden darf die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung aber nie. Auch Bundesland und Betriebsgröße machen einen Unterschied.
Was macht man als Elektroniker/in für Informations- und Systemtechnik?
In einem Industriebetrieb entsteht ein Kommunikations- oder Steuerungssystem selten von der Stange: Es wird für einen bestimmten Zweck entwickelt, gebaut, programmiert und beim Kunden in Betrieb genommen – und du begleitest genau diesen Weg. Du bestückst und prüfst Baugruppen und Leiterplatten, lötest Bauteile ein, misst Spannungen und Signale nach und dokumentierst, ob alles innerhalb der Toleranzen liegt. Weil moderne Systeme ohne Software nicht laufen, passt du Steuerungsprogramme an, spielst sie auf die Geräte und testest, ob die Anlage im Zusammenspiel aus Hardware und Firmware das tut, was sie soll. Bei der Inbetriebnahme stellst du Parameter ein, kalibrierst Sensoren und Schnittstellen und weist die Leute vor Ort in die Bedienung ein. Geht später etwas nicht, grenzt du den Fehler mit Oszilloskop, Multimeter und Diagnosesoftware Schritt für Schritt ein, bis klar ist, ob es an einer Baugruppe, an der Verkabelung oder an einer Softwareeinstellung liegt. Am Ende jeder Arbeit stehen Prüfprotokolle und eine saubere Systemdokumentation, damit die nächste Kollegin oder der nächste Kollege nachvollziehen kann, wie die Anlage aufgebaut und eingestellt ist.
So läuft die Ausbildung ab
Die Ausbildung dauert 42 Monate, also dreieinhalb Jahre, und läuft dual im Betrieb und in der Berufsschule. Im ersten Jahr lernst du die elektrotechnischen Grundlagen, Messtechnik sowie den sicheren Umgang mit Werkzeugen und Bauteilen. Im zweiten Jahr kommen Baugruppen, Schaltungstechnik und die ersten Programmierarbeiten dazu, im dritten Jahr die Inbetriebnahme kompletter Systeme und die systematische Fehlersuche. Im letzten halben Jahr arbeitest du weitgehend selbstständig an Kundenaufträgen und bereitest dich auf den zweiten Teil der Abschlussprüfung vor. Die Prüfung ist gestreckt: Teil 1 zählt schon nach etwa eineinhalb Jahren mit in die Endnote, Teil 2 folgt am Schluss vor der IHK. Zu Teil 2 gehört ein betrieblicher Auftrag, den du eigenständig planst, umsetzt und dem Prüfungsausschuss erklärst.
Passt der Beruf zu dir?
Technisches Verständnis ist die Grundlage, weil du Schaltpläne lesen und verstehen musst, wie Signale durch ein System laufen. Sorgfalt brauchst du beim Löten und Messen: Eine kalte Lötstelle oder ein vertauschter Anschluss fällt oft erst auf, wenn die ganze Anlage nicht startet. Logisches Denken hilft dir dabei, aus Symptomen die Ursache abzuleiten, statt Bauteile auf Verdacht zu tauschen. Und Geduld bei der Fehlersuche ist ehrlich gesagt Pflicht – manche Fehler treten nur sporadisch auf und lassen sich erst nach längerem Beobachten festnageln. In der Schule helfen dir Physik für die Elektrotechnik, Mathematik für Berechnungen und Messwerte sowie Informatik für den Softwareteil. Dazu gehört auch: Ein Teil der Arbeit ist feinmotorisch und findet sitzend am Prüfplatz statt, ein anderer Teil beim Kunden mit Termindruck, wenn eine Anlage wieder laufen soll.
Was du in der Ausbildung verdienst
Die Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung zu den tariflichen Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025) weist für diesen Beruf durchschnittlich 1.231 Euro im 1. Lehrjahr, 1.292 Euro im 2. Lehrjahr, 1.385 Euro im 3. Lehrjahr und 1.480 Euro im 4. Lehrjahr aus, jeweils brutto im Monat. Das sind Werte aus tarifgebundenen Betrieben – ohne Tarifbindung zahlen Betriebe häufig weniger, unterschreiten dürfen sie die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung aber nie. Je nach Bundesland und Betriebsgröße fällt die Vergütung ebenfalls unterschiedlich aus.
Nach der Ausbildung
Der Einstieg liegt nach Orientierungswerten meist zwischen etwa 3000 und 3700 Euro brutto im Monat, weil der Beruf überwiegend in tarifgebundenen Industriebetrieben ausgebildet wird. Gebraucht wirst du bei Herstellern von Kommunikations- und Sicherheitstechnik, im Maschinen- und Anlagenbau, in der Medizintechnik und bei Zulieferern der Automobilindustrie. Mit dem Industriemeister Elektrotechnik übernimmst du Verantwortung für Fertigung und Personal, als Technikerin oder Techniker Informationstechnik rückst du Richtung Entwicklung und Projektierung. Wer die Fachhochschulreife hat oder nachholt, kann Elektrotechnik studieren und später in Entwicklung, Systemtechnik oder Vertrieb arbeiten.
Gut zu wissen
Der Beruf wird oft mit zwei ähnlich klingenden verwechselt. Der Elektroniker für Informations- und Telekommunikationstechnik ist ein Handwerksberuf und arbeitet vor allem beim Kunden an Netzwerken und Kommunikationsanlagen; der IT-Systemelektroniker liegt näher an IT-Infrastruktur und Rechenzentren. Dieser Beruf hier ist der industrielle Weg: Systeme werden im Betrieb gebaut, programmiert, geprüft und dann ausgeliefert. Wer eher an Geräten und Baugruppen in der Fertigung arbeiten möchte, sollte sich zusätzlich den Elektroniker für Geräte und Systeme ansehen – die Ausbildungen überschneiden sich im ersten Jahr stark, unterscheiden sich danach aber deutlich im Schwerpunkt.
Das solltest du mitbringen
Stärken
- • technisches Verständnis
- • Sorgfalt
- • logisches Denken
- • Geduld bei der Fehlersuche
Wichtige Schulfächer
- • Physik
- • Mathematik
- • Informatik
Ein bestimmter Schulabschluss ist rechtlich nicht vorgeschrieben – Betriebe stellen aber unterschiedliche Anforderungen. Wichtiger als die Note ist oft ein Praktikum im Beruf.
Wo du arbeitest
- Fertigung
- Prüffeld
- Kundenanlage
Nach der Ausbildung
- Industriemeister/in Elektrotechnik
- Techniker/in Informationstechnik
- Studium Elektrotechnik
Häufige Fragen
Wie lange dauert die Ausbildung als Elektroniker/in für Informations- und Systemtechnik?
Die Regelausbildungszeit beträgt 3,5 Jahre (42 Monate). Bei guten Leistungen ist eine Verkürzung möglich.
Was verdient man in der Ausbildung als Elektroniker/in für Informations- und Systemtechnik?
Nach der BIBB-Erhebung zu tariflichen Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025) sind es im 1. Lehrjahr rund 1.231 Euro brutto im Monat, im 4. Lehrjahr rund 1.480 Euro. Über die gesamte Ausbildung kommen so etwa 55.776 Euro zusammen.
Welche Voraussetzungen braucht man?
Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Hilfreich sind Physik, Mathematik und Informatik. Mitbringen solltest du vor allem technisches Verständnis, Sorgfalt, logisches Denken und Geduld bei der Fehlersuche.
Wie geht es nach der Ausbildung weiter?
Typische Wege sind Industriemeister/in Elektrotechnik, Techniker/in Informationstechnik oder Studium Elektrotechnik. Das Einstiegsgehalt liegt meist zwischen 3.000 und 3.700 Euro brutto im Monat.