Elektro & Energie

Ausbildung als Elektroanlagenmonteur/in

Du montierst elektrische Anlagen und Leitungsnetze – von der Baustelleninstallation bis zum Freileitungsbau.

Dauer
3 Jahre
Vergütung 1. Jahr
800 €
Vergütung 3. Jahr
980 €
Abschluss bei
HWK

Das machst du in der Ausbildung

  • Kabel und Leitungen verlegen
  • Verteilungen und Betriebsmittel montieren
  • Anlagen anschließen und prüfen
  • Messungen durchführen und protokollieren
  • Wartungs- und Reparaturarbeiten unterstützen

Gehalt im 1. bis 3. Lehrjahr

So viel bekommst du als Elektroanlagenmonteur/in während der Ausbildung – brutto im Monat.

1. Lehrjahr 800 € / Monat

entspricht 9.600 € im Jahr

2. Lehrjahr 880 € / Monat

entspricht 10.560 € im Jahr

3. Lehrjahr 980 € / Monat

entspricht 11.760 € im Jahr

Gesamt über die Ausbildung

31.920 €

Einstiegsgehalt nach der Ausbildung

2.700–3.300 €

Für diesen Beruf weist die BIBB-Erhebung zu tariflichen Ausbildungsvergütungen keine eigenen Werte aus – zu wenige Ausbildungsverträge. Die Angaben sind deshalb gerundete Orientierungswerte aus vergleichbaren Berufen desselben Bereichs und können im Einzelfall deutlich abweichen. Es gilt die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung.

Was macht man als Elektroanlagenmonteur?

Bevor in einem Neubaugebiet der Strom fließt, bevor eine Fabrikhalle ihre Maschinen anschließen kann oder eine Freileitung über Land Strom transportiert, warst du dort und hast die Grundlage dafür gelegt. Als Elektroanlagenmonteur verlegst du Kabel und Leitungen, montierst Verteilungen, Schaltschränke und andere Betriebsmittel und schließt elektrische Anlagen an. Dabei geht es oft um handfeste körperliche Arbeit: Kabeltrommeln bewegen, Leitungsgräben queren, in großen Hallen oder auf Baustellen Trassen aufbauen. Nach der Montage prüfst du die Anlagen und führst Messungen durch, deren Ergebnisse du sauber protokollierst, damit später nachvollziehbar ist, dass alles den Vorschriften entspricht. Dazu kommen Wartungs- und Reparaturarbeiten, bei denen du erfahrene Kollegen unterstützt, etwa wenn eine Störung an einer bestehenden Anlage behoben werden muss. Anders als der Elektroniker, der oft feinere Installations- und Steuerungstechnik übernimmt, liegt dein Schwerpunkt stärker auf dem groben, aber ebenso wichtigen Aufbau elektrischer Infrastruktur – von der Baustelle bis zum Freileitungsmast.

So läuft die Ausbildung ab

Die Ausbildung dauert 36 Monate, also drei Jahre, und findet dual statt: Den Großteil der Zeit bist du im Betrieb, dazu kommt der Unterricht in der Berufsschule, wo Elektrotechnik, Physik und Sicherheitsvorschriften auf dem Stundenplan stehen. Im ersten Lehrjahr lernst du die Grundlagen der Elektrotechnik, den sicheren Umgang mit Werkzeug und Material sowie einfache Montagearbeiten unter Anleitung. Im zweiten Jahr übernimmst du zunehmend eigenständig das Verlegen von Kabeln und den Aufbau von Verteilungen, außerdem rückt die Zwischenprüfung näher, mit der überprüft wird, ob du auf einem guten Weg bist. Im dritten Jahr vertiefst du dich in komplexere Anlagen, Messtechnik und Dokumentation und bereitest dich auf die Abschlussprüfung bei der Handwerkskammer vor. Je nach Betrieb spezialisierst du dich zunehmend auf Bereiche wie Industrieanlagen, Freileitungsbau oder Gebäudeinstallation.

Passt der Beruf zu dir?

Körperliche Fitness ist keine Nebensache: Du arbeitest oft im Stehen, hebst und trägst Material und bist auf Baustellen oder im Freien Wind und Wetter ausgesetzt. Sorgfalt entscheidet darüber, ob eine Anlage sicher und zuverlässig funktioniert oder später Probleme macht – bei elektrischen Anlagen kann eine Nachlässigkeit gefährlich werden. Weil du selten allein arbeitest, ist Teamarbeit wichtig: Auf Baustellen greifen viele Gewerke ineinander, und du musst dich mit Kollegen und anderen Handwerkern abstimmen. Sicherheitsbewusstsein ist in einem Beruf, in dem du mit Strom hantierst, ohnehin Grundvoraussetzung. In der Schule solltest du mit Physik, Mathematik und Technik oder Werken zurechtkommen, denn dort werden die Grundlagen für Berechnungen und Schaltpläne gelegt. Wer lieber im Warmen und ohne körperliche Anstrengung arbeitet, wird mit diesem Beruf weniger glücklich als jemand, der gerne draußen und praktisch tätig ist.

Was du in der Ausbildung verdienst

Die Ausbildungsvergütung liegt im ersten Jahr bei rund 800 Euro, im zweiten bei etwa 880 Euro und im dritten bei rund 980 Euro im Monat. Das sind Orientierungswerte, die je nach Tarifbindung, Branche, Betriebsgröße und Bundesland schwanken können; in tarifgebundenen Betrieben liegt die Vergütung oft höher als in kleinen Handwerksbetrieben ohne Tarifvertrag. Unabhängig davon gilt für alle Ausbildungen eine gesetzliche Mindestausbildungsvergütung, unter die dein Gehalt nicht fallen darf.

Nach der Ausbildung

Nach bestandener Abschlussprüfung steigst du mit einem Bruttogehalt zwischen etwa 2.700 und 3.300 Euro im Monat ein, abhängig von Region, Betrieb und Spezialisierung. Viele Elektroanlagenmonteure bauen ihre Ausbildung anschließend zum Elektroniker aus und erweitern so ihr Tätigkeitsfeld. Wer sich stärker in Richtung Führung oder Selbstständigkeit orientieren will, kann den Meister in der Elektrotechnik anstreben, oder über eine Weiterbildung zum Techniker in Planung und Projektleitung einsteigen.

Gut zu wissen

Der Beruf spielt sich zu einem großen Teil draußen und auf wechselnden Baustellen ab, das bedeutet Wetterfestigkeit im Winter genauso wie im Sommer. Wer im Freileitungsbau arbeitet, muss außerdem schwindelfrei sein, weil Arbeiten in der Höhe dazugehören. Frühes Aufstehen und Fahrten zu unterschiedlichen Einsatzorten gehören zum Arbeitsalltag, dafür ist die Arbeit sehr abwechslungsreich, weil kaum eine Baustelle der anderen gleicht.

Das solltest du mitbringen

Stärken

  • • körperliche Fitness
  • • Sorgfalt
  • • Teamarbeit
  • • Sicherheitsbewusstsein

Wichtige Schulfächer

  • • Physik
  • • Mathematik
  • • Technik/Werken

Ein bestimmter Schulabschluss ist rechtlich nicht vorgeschrieben – Betriebe stellen aber unterschiedliche Anforderungen. Wichtiger als die Note ist oft ein Praktikum im Beruf.

Wo du arbeitest

  • Baustelle
  • Industrieanlage
  • im Freien

Nach der Ausbildung

  • Aufbau zum/zur Elektroniker/in
  • Meister/in Elektrotechnik
  • Techniker/in

Häufige Fragen

Wie lange dauert die Ausbildung als Elektroanlagenmonteur/in?

Die Regelausbildungszeit beträgt 3 Jahre (36 Monate). Bei guten Leistungen ist eine Verkürzung möglich.

Was verdient man in der Ausbildung als Elektroanlagenmonteur/in?

Im 1. Lehrjahr sind es im Schnitt rund 800 Euro brutto im Monat, im 3. Lehrjahr rund 980 Euro. Über die gesamte Ausbildung kommen so etwa 31.920 Euro zusammen.

Welche Voraussetzungen braucht man?

Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Hilfreich sind Physik, Mathematik und Technik/Werken. Mitbringen solltest du vor allem körperliche Fitness, Sorgfalt, Teamarbeit und Sicherheitsbewusstsein.

Wie geht es nach der Ausbildung weiter?

Typische Wege sind Aufbau zum/zur Elektroniker/in, Meister/in Elektrotechnik oder Techniker/in. Das Einstiegsgehalt liegt meist zwischen 2.700 und 3.300 Euro brutto im Monat.

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