Bau & Ausbau

Ausbildung als Dachdecker/in

Du deckst Dächer mit Ziegeln, Schiefer oder Bahnen ein, dämmst sie und montierst alles vom Dachfenster bis zur Photovoltaikanlage.

Dauer
3 Jahre
Vergütung 1. Jahr
1.002 €
Vergütung 3. Jahr
1.403 €
Abschluss bei
HWK

Das machst du in der Ausbildung

  • Dachlattung und Unterspannbahnen anbringen
  • Dachziegel, Schiefer oder Bitumenbahnen verlegen
  • Dächer dämmen und Anschlüsse abdichten
  • Dachfenster, Rinnen und Blitzschutz montieren
  • Photovoltaikanlagen auf dem Dach befestigen

Gehalt im 1. bis 3. Lehrjahr

So viel bekommst du als Dachdecker/in während der Ausbildung – brutto im Monat.

1. Lehrjahr 1.002 € / Monat

entspricht 12.024 € im Jahr

2. Lehrjahr 1.155 € / Monat

entspricht 13.860 € im Jahr

3. Lehrjahr 1.403 € / Monat

entspricht 16.836 € im Jahr

Gesamt über die Ausbildung

42.720 €

Einstiegsgehalt nach der Ausbildung

2.500–3.100 €

Durchschnittliche tarifliche Ausbildungsvergütung laut Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB), Stand 1. Oktober 2025. In Betrieben ohne Tarifbindung liegt sie häufig darunter, unterschritten werden darf die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung aber nie. Auch Bundesland und Betriebsgröße machen einen Unterschied.

Was macht man als Dachdecker/in?

Wenn ein Haus ein neues Dach bekommt, bist du von der ersten Latte bis zur letzten Dachpfanne dabei. Du bringst Dachlatten und Unterspannbahnen an, verlegst Ziegel, Schiefer oder Bitumenbahnen und sorgst dafür, dass Regen und Wind draußen bleiben. Dazu gehört auch die Dämmung: Ein gut gedämmtes Dach hält Heizkosten niedrig, und die Anschlüsse an Schornstein oder Gauben müssen sauber abgedichtet sein. Du montierst Dachfenster, Regenrinnen und Blitzschutz und baust immer häufiger auch Photovoltaikanlagen auf die fertige Dachfläche. Ein Großteil der Arbeit findet auf dem Dach oder Gerüst statt, bei jedem Wetter außer bei Sturm oder Glätte.

So läuft die Ausbildung ab

Die Ausbildung dauert 3 Jahre und läuft dual: Die meiste Zeit bist du im Betrieb auf Baustellen unterwegs, dazu kommt der Unterricht in der Berufsschule. Im ersten Lehrjahr lernst du die Grundlagen der Dachdeckung und den Umgang mit Material und Werkzeug, im zweiten kommen Dämmung, Abdichtung und der Einbau von Dachfenstern dazu. Im dritten Jahr übernimmst du komplexere Arbeiten wie Blitzschutz oder Photovoltaik und bereitest dich auf die Gesellenprüfung vor. Nach etwa eineinhalb Jahren steht die Zwischenprüfung an, am Ende die Gesellenprüfung vor der Handwerkskammer.

Passt der Beruf zu dir?

Du solltest schwindelfrei sein und dich auf Dächern und Gerüsten sicher bewegen können, denn die Arbeit in der Höhe gehört zum Alltag. Wetterfestigkeit ist wichtig: Im Sommer wird es auf dem Dach heiß, im Winter kalt, und Regen macht die Arbeit anstrengender. Trittsicherheit und Sorgfalt schützen dich und andere vor Unfällen, etwa wenn du Material auf schrägen Flächen bewegst. Körperlich ist der Beruf fordernd, du trägst Material und arbeitest oft über Kopf. Wer gerne draußen arbeitet und sichtbare Ergebnisse mag, findet hier einen handwerklichen Beruf mit viel Abwechslung.

Was du in der Ausbildung verdienst

Die Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung zu den tariflichen Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025) weist für diesen Beruf durchschnittlich 1.002 Euro im 1. Lehrjahr, 1.155 Euro im 2. Lehrjahr und 1.403 Euro im 3. Lehrjahr aus, jeweils brutto im Monat. Das sind Werte aus tarifgebundenen Betrieben – ohne Tarifbindung zahlen Betriebe häufig weniger, unterschreiten dürfen sie die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung aber nie. Je nach Bundesland und Betriebsgröße fällt die Vergütung ebenfalls unterschiedlich aus.

Nach der Ausbildung

Mit der Gesellenprüfung kannst du als Dachdeckergeselle arbeiten, der Einstieg liegt orientierungsweise zwischen 2.500 und 3.100 Euro brutto im Monat, auch hier abhängig von Betrieb und Region. Wer sich weiterentwickeln will, kann die Meisterprüfung ablegen und damit selbst ausbilden oder einen Betrieb übernehmen. Auch eine Weiterbildung zum Techniker für Bautechnik oder zum Sachverständigen für Dachtechnik ist möglich, etwa um Schäden zu begutachten oder größere Bauprojekte zu planen.

Gut zu wissen

Dachdecken ist ein Saisonberuf mit stärkerer Auslastung in den wärmeren Monaten, im Winter kann es je nach Witterung ruhiger zugehen. Wer eine Aversion gegen Höhe hat, sollte den Beruf vorher testen, etwa über ein Praktikum. Verwandte Berufe wie Zimmerer oder Klempner arbeiten oft mit Dachdeckern zusammen, sodass du auf der Baustelle viel Teamarbeit erlebst.

Das solltest du mitbringen

Stärken

  • • Schwindelfreiheit
  • • Wetterfestigkeit
  • • Trittsicherheit
  • • Sorgfalt

Wichtige Schulfächer

  • • Mathematik
  • • Physik
  • • Technik/Werken

Ein bestimmter Schulabschluss ist rechtlich nicht vorgeschrieben – Betriebe stellen aber unterschiedliche Anforderungen. Wichtiger als die Note ist oft ein Praktikum im Beruf.

Wo du arbeitest

  • Dach
  • Baustelle
  • im Freien

Nach der Ausbildung

  • Dachdeckermeister/in
  • Techniker/in Bautechnik
  • Sachverständige/r für Dachtechnik

Häufige Fragen

Wie lange dauert die Ausbildung als Dachdecker/in?

Die Regelausbildungszeit beträgt 3 Jahre (36 Monate). Bei guten Leistungen ist eine Verkürzung möglich.

Was verdient man in der Ausbildung als Dachdecker/in?

Nach der BIBB-Erhebung zu tariflichen Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025) sind es im 1. Lehrjahr rund 1.002 Euro brutto im Monat, im 3. Lehrjahr rund 1.403 Euro. Über die gesamte Ausbildung kommen so etwa 42.720 Euro zusammen.

Welche Voraussetzungen braucht man?

Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Hilfreich sind Mathematik, Physik und Technik/Werken. Mitbringen solltest du vor allem Schwindelfreiheit, Wetterfestigkeit, Trittsicherheit und Sorgfalt.

Wie geht es nach der Ausbildung weiter?

Typische Wege sind Dachdeckermeister/in, Techniker/in Bautechnik oder Sachverständige/r für Dachtechnik. Das Einstiegsgehalt liegt meist zwischen 2.500 und 3.100 Euro brutto im Monat.

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