Das machst du in der Ausbildung
- Narkose- und Beatmungsgeräte vorbereiten und prüfen
- Patientinnen und Patienten für die Anästhesie vorbereiten
- Vitalfunktionen während der Operation überwachen
- Notfallmaßnahmen bei Zwischenfällen unterstützen
- Aufwachraum betreuen und Übergaben dokumentieren
Gehalt im 1. bis 3. Lehrjahr
So viel bekommst du als Anästhesietechnische/r Assistent/in (ATA) während der Ausbildung – brutto im Monat.
entspricht 13.800 € im Jahr
entspricht 14.640 € im Jahr
entspricht 15.600 € im Jahr
Gesamt über die Ausbildung
44.040 €
Einstiegsgehalt nach der Ausbildung
2.900–3.500 €
Für diesen Beruf weist die BIBB-Erhebung zu tariflichen Ausbildungsvergütungen keine eigenen Werte aus – zu wenige Ausbildungsverträge. Die Angaben sind deshalb gerundete Orientierungswerte aus vergleichbaren Berufen desselben Bereichs und können im Einzelfall deutlich abweichen. Es gilt die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung.
Was macht man als Anästhesietechnische/r Assistent/in?
Als Anästhesietechnische Assistentin oder Assistent bist du direkt im Operationssaal für die Anästhesie zuständig. Du bereitest Narkose- und Beatmungsgeräte vor, richtest Medikamente und Materialien für die Anästhesistin oder den Anästhesisten her und unterstützt bei der Einleitung der Narkose. Während der Operation überwachst du gemeinsam mit dem ärztlichen Team die Vitalwerte der Patientin oder des Patienten und reagierst bei Auffälligkeiten. Nach dem Eingriff betreust du die Patientinnen und Patienten im Aufwachraum, bis die Narkose vollständig abgeklungen ist. Der Beruf verlangt technisches Verständnis für Geräte ebenso wie medizinisches Wissen und ruhige Nerven in kritischen Situationen.
So läuft die Ausbildung ab
Die Ausbildung zum ATA ist keine duale Ausbildung im klassischen Sinn, sondern eine schulische Ausbildung nach dem ATA-OTA-Gesetz an einer Berufsfachschule, kombiniert mit praktischen Einsätzen in Krankenhäusern. Sie dauert drei Jahre. Im ersten Jahr stehen Grundlagen der Anatomie, Physiologie und Hygiene sowie erste Praxiseinsätze im Vordergrund. Im zweiten Jahr vertiefst du anästhesiespezifisches Fachwissen und übernimmst zunehmend eigenständige Aufgaben im OP unter Anleitung. Im dritten Jahr bereitest du dich auf komplexere Einsätze und die staatliche Abschlussprüfung vor, die aus schriftlichen, mündlichen und praktischen Teilen besteht. Die praktischen Einsätze finden in Krankenhäusern statt, oft mit wechselnden Kliniken.
Passt der Beruf zu dir?
Der Beruf passt zu dir, wenn du auch in angespannten Situationen ruhig und konzentriert bleibst, denn im OP zählt jede Sekunde. Verantwortungsbewusstsein ist unverzichtbar, weil du mit lebenswichtigen Geräten und Medikamenten arbeitest. Teamfähigkeit spielt eine große Rolle, da du eng mit Anästhesistinnen, Chirurgen und Pflegepersonal zusammenarbeitest. Schichtdienst mit frühen Anfangszeiten, Bereitschaftsdiensten und teils auch Nachtdiensten gehört zum Berufsalltag und sollte dir bewusst sein, bevor du dich entscheidest.
Was du in der Ausbildung verdienst
Weil es sich um eine schulische Ausbildung handelt, hängt die Vergütung stark vom jeweiligen Träger ab – häufig sind es Krankenhäuser oder Bildungsträger, die eine Ausbildungsvergütung zahlen, an manchen privaten Schulen kann zusätzlich Schulgeld anfallen. Als Orientierungswerte für Ausbildungen an Kliniken gelten etwa 1.150 Euro im ersten, 1.220 Euro im zweiten und 1.300 Euro im dritten Ausbildungsjahr brutto im Monat. Auch bei schulischen Gesundheitsausbildungen gilt inzwischen die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung als Untergrenze, sofern ein Ausbildungsverhältnis mit Vergütung vorliegt.
Nach der Ausbildung
Nach der Ausbildung liegt das Einstiegsgehalt meist zwischen etwa 2.900 und 3.500 Euro brutto im Monat, abhängig von Klinikträger, Region und Tarifbindung. Da Operationssäle dauerhaft Fachpersonal für die Anästhesie benötigen, sind die Berufsaussichten gut, insbesondere in Krankenhäusern und größeren Kliniken. Wer sich weiterentwickeln möchte, kann eine Fachweiterbildung in Anästhesie- und Intensivpflege absolvieren, sich zur Praxisanleiterin oder zum Praxisanleiter qualifizieren oder ein Studium im Bereich Physician Assistant oder Pflegemanagement anschließen.
Gut zu wissen
Der ATA ist kein dualer Ausbildungsberuf, sondern eine schulische Ausbildung nach Bundesrecht – Betrieb im klassischen Sinn gibt es nicht, stattdessen wechseln sich Unterricht an der Berufsfachschule und praktische Einsätze in Kliniken ab. Die Vergütung ist deshalb nicht bundesweit einheitlich geregelt, sondern hängt vom Träger der Ausbildung ab. Der OP-Alltag ist körperlich und psychisch fordernd: langes Stehen, Zeitdruck bei Notfällen und der Umgang mit schweren Krankheitsbildern gehören dazu, weshalb ein stabiler Umgang mit belastenden Situationen wichtig ist.
Das solltest du mitbringen
Stärken
- • Stressresistenz
- • Verantwortungsbewusstsein
- • Teamfähigkeit
- • technisches Verständnis
Wichtige Schulfächer
- • Biologie
- • Chemie
- • Physik
Ein bestimmter Schulabschluss ist rechtlich nicht vorgeschrieben – Betriebe stellen aber unterschiedliche Anforderungen. Wichtiger als die Note ist oft ein Praktikum im Beruf.
Wo du arbeitest
- Operationssaal
- Aufwachraum
- Krankenhaus
Nach der Ausbildung
- Fachweiterbildung Anästhesie- und Intensivpflege
- Praxisanleiter/in
- Studium Physician Assistant
- Studium Pflegemanagement
Häufige Fragen
Wie lange dauert die Ausbildung als Anästhesietechnische/r Assistent/in (ATA)?
Die Regelausbildungszeit beträgt 3 Jahre (36 Monate). Bei guten Leistungen ist eine Verkürzung möglich.
Was verdient man in der Ausbildung als Anästhesietechnische/r Assistent/in (ATA)?
Im 1. Lehrjahr sind es im Schnitt rund 1.150 Euro brutto im Monat, im 3. Lehrjahr rund 1.300 Euro. Über die gesamte Ausbildung kommen so etwa 44.040 Euro zusammen.
Welche Voraussetzungen braucht man?
Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Hilfreich sind Biologie, Chemie und Physik. Mitbringen solltest du vor allem Stressresistenz, Verantwortungsbewusstsein, Teamfähigkeit und technisches Verständnis.
Wie geht es nach der Ausbildung weiter?
Typische Wege sind Fachweiterbildung Anästhesie- und Intensivpflege, Praxisanleiter/in, Studium Physician Assistant oder Studium Pflegemanagement. Das Einstiegsgehalt liegt meist zwischen 2.900 und 3.500 Euro brutto im Monat.