Das machst du in der Ausbildung
- Bei der Körperpflege und beim Essen unterstützen
- Vitalzeichen messen und weitergeben
- Pflegefachkräfte bei Maßnahmen assistieren
- Betten machen und Zimmer vorbereiten
- Beobachtungen dokumentieren
Gehalt im 1. bis 2. Lehrjahr
So viel bekommst du als Pflegefachassistent/in während der Ausbildung – brutto im Monat.
entspricht 14.400 € im Jahr
entspricht 15.120 € im Jahr
Gesamt über die Ausbildung
29.520 €
Einstiegsgehalt nach der Ausbildung
2.600–3.100 €
Für diesen Beruf weist die BIBB-Erhebung zu tariflichen Ausbildungsvergütungen keine eigenen Werte aus – zu wenige Ausbildungsverträge. Die Angaben sind deshalb gerundete Orientierungswerte aus vergleichbaren Berufen desselben Bereichs und können im Einzelfall deutlich abweichen. Es gilt die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung.
Was macht man als Pflegefachassistent?
Du unterstützt Pflegebedürftige im Alltag: beim Waschen und Anziehen, beim Essen, beim Aufstehen und Zubettgehen. Du misst Puls, Blutdruck, Temperatur und gibst diese Werte weiter, machst Betten und bereitest Zimmer für neue Bewohner oder Patienten vor. Bei pflegerischen Maßnahmen assistierst du den examinierten Pflegefachkräften, zum Beispiel beim Verbandwechsel oder bei der Mobilisation. Eigene medizinische Entscheidungen triffst du nicht, aber deine Beobachtungen – verändertes Verhalten, schlechter Appetit, Hautveränderungen – dokumentierst du sorgfältig, damit das Team reagieren kann. Der Beruf lebt vom Kontakt zu Menschen, oft über Wochen und Monate hinweg, und verlangt neben Fachwissen vor allem Geduld und Einfühlungsvermögen.
So läuft die Ausbildung ab
Die Ausbildung dauert 24 Monate, also zwei Jahre, und ist Landesrecht: Jedes Bundesland regelt Inhalte, Bezeichnung und Organisation etwas unterschiedlich, deshalb solltest du dich bei der Schule vor Ort genau informieren. Meist wechseln sich Unterricht an einer Pflegeschule und Praxiseinsätze in Pflegeheimen, Krankenhäusern oder ambulanten Diensten ab. Im ersten Jahr stehen Grundlagen der Pflege, Hygiene und Kommunikation im Vordergrund, im zweiten Jahr kommen speziellere Themen wie Wundversorgung oder der Umgang mit Demenz dazu. Am Ende steht eine staatliche Prüfung. Wer will, kann danach oft verkürzt die Ausbildung zum Pflegefachmann beziehungsweise zur Pflegefachfrau anschließen und so die volle dreijährige Qualifikation nachholen.
Passt der Beruf zu dir?
Gut aufgehoben bist du hier, wenn du Einfühlungsvermögen mitbringst und auch in stressigen Momenten ruhig bleibst. Zuverlässigkeit ist Pflicht, denn andere verlassen sich auf deine Beobachtungen und darauf, dass du Termine und Absprachen einhältst. Körperliche Fitness brauchst du für das Heben und Umlagern von Patienten sowie für Schichten, die auch mal an Wochenenden oder Feiertagen liegen. Und Geduld hilft dir, wenn ein Bewohner morgens länger für das Anziehen braucht oder eine Situation nicht sofort gelingt. Fächer wie Biologie erleichtern dir das Verständnis von Körperfunktionen, Deutsch brauchst du für die Dokumentation, Sport zeigt, ob du körperlich mit den Anforderungen zurechtkommst.
Was du in der Ausbildung verdienst
Als Orientierungswert kannst du im ersten Jahr mit etwa 1.200 Euro und im zweiten Jahr mit etwa 1.260 Euro brutto im Monat rechnen. Diese Zahlen schwanken je nach Bundesland, Träger und Tarifbindung der Einrichtung teils deutlich, weil Landesrecht keine bundesweit einheitliche Vergütung vorschreibt. In jedem Fall darf die Vergütung die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung nicht unterschreiten. Frag bei der Bewerbung konkret nach, wie hoch die Ausbildungsvergütung bei diesem Träger ausfällt und ob Zuschläge für Schicht- oder Wochenendarbeit dazukommen.
Nach der Ausbildung
Nach bestandener Prüfung liegt dein Einstiegsgehalt orientierungsweise zwischen 2.600 und 3.100 Euro brutto im Monat, abhängig von Einrichtung, Region und Erfahrung. Du arbeitest weiterhin in Pflegeheimen, Krankenhäusern oder bei ambulanten Diensten, oft in festen Teams mit klar verteilten Aufgaben. Wer sich weiterentwickeln möchte, kann die Ausbildung zum Pflegefachmann oder zur Pflegefachfrau anschließen, sich zur Betreuungskraft weiterbilden oder sich auf Gerontopsychiatrie spezialisieren und damit gezielter mit Menschen mit Demenz arbeiten.
Gut zu wissen
Die Arbeit ist körperlich und emotional fordernd: Du hebst und stützt Menschen, stehst viel, und du erlebst auch schwierige Situationen wie den Tod von Bewohnern oder Konflikte mit Angehörigen mit. Schichtdienst mit früher Anfangszeit, Spät- und teils Nachtdiensten sowie Arbeit an Wochenenden und Feiertagen gehört zum Berufsalltag dazu. Dafür bekommst du direkten, oft dankbaren Kontakt zu Menschen und einen Beruf, der in fast jeder Region gebraucht wird und dir gute Übernahmechancen bietet.
Das solltest du mitbringen
Stärken
- • Einfühlungsvermögen
- • Zuverlässigkeit
- • körperliche Fitness
- • Geduld
Wichtige Schulfächer
- • Biologie
- • Deutsch
- • Sport
Ein bestimmter Schulabschluss ist rechtlich nicht vorgeschrieben – Betriebe stellen aber unterschiedliche Anforderungen. Wichtiger als die Note ist oft ein Praktikum im Beruf.
Wo du arbeitest
- Pflegeheim
- Krankenhaus
- ambulanter Dienst
Nach der Ausbildung
- Aufbau zum/zur Pflegefachmann/-frau
- Betreuungskraft
- Fachkraft für Gerontopsychiatrie
Häufige Fragen
Wie lange dauert die Ausbildung als Pflegefachassistent/in?
Die Regelausbildungszeit beträgt 2 Jahre (24 Monate). Bei guten Leistungen ist eine Verkürzung möglich.
Was verdient man in der Ausbildung als Pflegefachassistent/in?
Im 1. Lehrjahr sind es im Schnitt rund 1.200 Euro brutto im Monat, im 2. Lehrjahr rund 1.260 Euro. Über die gesamte Ausbildung kommen so etwa 29.520 Euro zusammen.
Welche Voraussetzungen braucht man?
Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Hilfreich sind Biologie, Deutsch und Sport. Mitbringen solltest du vor allem Einfühlungsvermögen, Zuverlässigkeit, körperliche Fitness und Geduld.
Wie geht es nach der Ausbildung weiter?
Typische Wege sind Aufbau zum/zur Pflegefachmann/-frau, Betreuungskraft oder Fachkraft für Gerontopsychiatrie. Das Einstiegsgehalt liegt meist zwischen 2.600 und 3.100 Euro brutto im Monat.