Bau & Ausbau

Ausbildung als Gleisbauer/in

Du baust und unterhältst Gleisanlagen für Bahn- und Straßenbahnverkehr – von Schwellen bis zur Weiche.

Dauer
3 Jahre
Vergütung 1. Jahr
1.133 €
Vergütung 3. Jahr
1.448 €
Abschluss bei
IHK

Das machst du in der Ausbildung

  • Gleisschotter und Schwellen verlegen
  • Schienen ausrichten und verschweißen
  • Weichen einbauen und justieren
  • Gleisanlagen mit Spezialmaschinen instand halten
  • Baustellen absichern und Vorschriften einhalten

Gehalt im 1. bis 3. Lehrjahr

So viel bekommst du als Gleisbauer/in während der Ausbildung – brutto im Monat.

1. Lehrjahr 1.133 € / Monat

entspricht 13.596 € im Jahr

2. Lehrjahr 1.283 € / Monat

entspricht 15.396 € im Jahr

3. Lehrjahr 1.448 € / Monat

entspricht 17.376 € im Jahr

Gesamt über die Ausbildung

46.368 €

Einstiegsgehalt nach der Ausbildung

2.700–3.400 €

Durchschnittliche tarifliche Ausbildungsvergütung laut Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB), Stand 1. Oktober 2025. In Betrieben ohne Tarifbindung liegt sie häufig darunter, unterschritten werden darf die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung aber nie. Auch Bundesland und Betriebsgröße machen einen Unterschied.

Was macht man als Gleisbauer/in?

Damit Züge und Straßenbahnen sicher und pünktlich fahren können, müssen die Gleise darunter exakt liegen: Du verlegst Gleisschotter und Schwellen, richtest die Schienen millimetergenau aus und verschweißt sie zu durchgehenden Strängen. Weichen, an denen Züge die Strecke wechseln, baust du ein und justierst sie so, dass sie zuverlässig und ohne Ruckeln funktionieren. Bestehende Gleisanlagen hältst du mit Spezialmaschinen wie Stopfmaschinen oder Schleifzügen instand, damit sich Gleislage und Schienenprofil nicht durch die Belastung verändern. Weil du oft im laufenden Bahnbetrieb oder in dessen unmittelbarer Nähe arbeitest, sicherst du deine Baustellen sorgfältig ab und hältst dich an strenge Sicherheitsvorschriften. Gearbeitet wird auf Gleisbaustellen und Bahnhofsgeländen, überwiegend im Freien und bei jeder Witterung.

So läuft die Ausbildung ab

Die Ausbildung dauert drei Jahre und läuft dual, mit Mathematik, Physik und Technik/Werken als wichtigen Fächern in der Berufsschule. Im ersten Jahr lernst du die Grundlagen des Gleisbaus, also das Verlegen von Schotter und Schwellen sowie einfache Ausrichtarbeiten. Im zweiten Jahr kommen Schienenschweißen und der Einbau von Weichen dazu. Im dritten Jahr übernimmst du anspruchsvollere Instandhaltungsarbeiten und bereitest dich auf die Abschlussprüfung vor der Industrie- und Handelskammer vor, der eine Zwischenprüfung vorausgeht.

Passt der Beruf zu dir?

Körperliche Fitness ist wichtig, weil die Arbeit mit schwerem Material und oft im Freien stattfindet. Technisches Verständnis brauchst du für den Umgang mit Gleisbaumaschinen, Teamfähigkeit, weil größere Bauabschnitte nur gemeinsam bewältigt werden, und Wetterfestigkeit, weil bei Hitze, Kälte oder Regen weitergearbeitet wird, sofern es die Sicherheit zulässt. Nachtschichten oder Arbeit an Wochenenden kommen vor, weil viele Arbeiten nur während Betriebspausen der Bahn möglich sind.

Was du in der Ausbildung verdienst

Die Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung zu den tariflichen Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025) weist für diesen Beruf durchschnittlich 1.133 Euro im 1. Lehrjahr, 1.283 Euro im 2. Lehrjahr und 1.448 Euro im 3. Lehrjahr aus, jeweils brutto im Monat. Das sind Werte aus tarifgebundenen Betrieben – ohne Tarifbindung zahlen Betriebe häufig weniger, unterschreiten dürfen sie die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung aber nie. Je nach Bundesland und Betriebsgröße fällt die Vergütung ebenfalls unterschiedlich aus.

Nach der Ausbildung

Nach dem Abschluss liegt der Einstieg orientierungsweise zwischen 2700 und 3400 Euro brutto im Monat, je nach Betrieb und Region. Mit Berufserfahrung kannst du dich zum Vorarbeiter oder zur Vorarbeiterin im Gleisbau weiterbilden, die Prüfung zum Werkpolier oder zur Werkpolierin und später zum Polier oder zur Polierin ablegen, eine Technikerausbildung im Bahnbau anschließen oder mit einem Studium des Bauingenieurwesens in Richtung Planung wechseln.

Gut zu wissen

Gleisbau ist ein handfester Bauberuf mit guten Übernahmechancen, weil Schienennetze laufend gewartet und ausgebaut werden müssen, gerade bei Bahnunternehmen und spezialisierten Bahnbaufirmen. Nacht- und Wochenendarbeit sowie Einsätze im Freien bei jedem Wetter gehören zum Berufsalltag dazu. Wer körperlich belastbar ist und gerne im Team an sichtbaren Infrastrukturprojekten mitarbeitet, findet hier einen krisensicheren Beruf mit stabiler Nachfrage.

Das solltest du mitbringen

Stärken

  • • körperliche Fitness
  • • technisches Verständnis
  • • Teamfähigkeit
  • • Wetterfestigkeit

Wichtige Schulfächer

  • • Mathematik
  • • Physik
  • • Technik/Werken

Ein bestimmter Schulabschluss ist rechtlich nicht vorgeschrieben – Betriebe stellen aber unterschiedliche Anforderungen. Wichtiger als die Note ist oft ein Praktikum im Beruf.

Wo du arbeitest

  • Gleisbaustelle
  • im Freien bei jedem Wetter
  • Bahnhofsgelände

Nach der Ausbildung

  • Vorarbeiter/in Gleisbau
  • Werkpolier/in und Polier/in
  • Techniker/in Bahnbau
  • Studium Bauingenieurwesen

Häufige Fragen

Wie lange dauert die Ausbildung als Gleisbauer/in?

Die Regelausbildungszeit beträgt 3 Jahre (36 Monate). Bei guten Leistungen ist eine Verkürzung möglich.

Was verdient man in der Ausbildung als Gleisbauer/in?

Nach der BIBB-Erhebung zu tariflichen Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025) sind es im 1. Lehrjahr rund 1.133 Euro brutto im Monat, im 3. Lehrjahr rund 1.448 Euro. Über die gesamte Ausbildung kommen so etwa 46.368 Euro zusammen.

Welche Voraussetzungen braucht man?

Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Hilfreich sind Mathematik, Physik und Technik/Werken. Mitbringen solltest du vor allem körperliche Fitness, technisches Verständnis, Teamfähigkeit und Wetterfestigkeit.

Wie geht es nach der Ausbildung weiter?

Typische Wege sind Vorarbeiter/in Gleisbau, Werkpolier/in und Polier/in, Techniker/in Bahnbau oder Studium Bauingenieurwesen. Das Einstiegsgehalt liegt meist zwischen 2.700 und 3.400 Euro brutto im Monat.

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