Das machst du in der Ausbildung
- Bauteile und Baugruppen von Luftfahrzeugen montieren
- Triebwerke und Systeme prüfen und warten
- Fehler nach Handbuch eingrenzen und beheben
- Instandsetzungen dokumentieren
- Luftfahrtvorschriften und Prüfabläufe einhalten
Gehalt im 1. bis 4. Lehrjahr
So viel bekommst du als Fluggerätmechaniker/in während der Ausbildung – brutto im Monat.
entspricht 15.216 € im Jahr
entspricht 15.876 € im Jahr
entspricht 16.536 € im Jahr
entspricht 17.172 € im Jahr
Gesamt über die Ausbildung
56.214 €
Einstiegsgehalt nach der Ausbildung
3.100–3.900 €
Durchschnittliche tarifliche Ausbildungsvergütung laut Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB), Stand 1. Oktober 2025. In Betrieben ohne Tarifbindung liegt sie häufig darunter, unterschritten werden darf die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung aber nie. Auch Bundesland und Betriebsgröße machen einen Unterschied.
Was macht man als Fluggerätmechaniker?
Ein Flugzeug steht im Wartungshangar, weil planmäßig ein Triebwerk geprüft werden muss, oder ein Hubschrauber meldet eine Fehlermeldung im System: Du montierst Bauteile und Baugruppen an Luftfahrzeugen, prüfst Triebwerke und Systeme nach festen Vorgaben und wartest sie in regelmäßigen Intervallen. Zeigt ein Bauteil eine Störung, grenzt du den Fehler anhand des technischen Handbuchs systematisch ein, bis du die Ursache findest, und behebst sie fachgerecht. Weil in der Luftfahrt jeder Handgriff nachvollziehbar sein muss, dokumentierst du jede Instandsetzung genau – was geprüft, was ausgetauscht, was freigegeben wurde. Dabei hältst du dich strikt an Luftfahrtvorschriften und vorgeschriebene Prüfabläufe, denn ein übersehener Fehler kann im Flugbetrieb schwerwiegende Folgen haben. Je nach Betrieb arbeitest du in der Fertigung neuer Luftfahrzeuge oder in der laufenden Wartung bestehender Flotten am Flughafen.
So läuft die Ausbildung ab
Die Ausbildung dauert 3,5 Jahre und läuft dual, also im Wechsel zwischen Betrieb und Berufsschule. Im ersten Lehrjahr lernst du die Grundlagen der Metall- und Elektrotechnik sowie einfache Montagearbeiten. Im zweiten Jahr kommen komplexere Baugruppen und erste Prüf- und Wartungsarbeiten unter Anleitung dazu. Im dritten Jahr vertiefst du die Fehlerdiagnose nach Handbuch und die Dokumentation von Instandsetzungen. Das angefangene vierte Lehrjahr bereitet dich mit anspruchsvolleren Prüfabläufen und Wiederholungen auf die Abschlussprüfung vor, der eine Zwischenprüfung im Ausbildungsverlauf vorausgeht. Englisch aus der Berufsschule brauchst du direkt, weil technische Handbücher und Vorschriften in der Luftfahrt meist auf Englisch verfasst sind.
Passt der Beruf zu dir?
Sorgfalt ist die wichtigste Eigenschaft in diesem Beruf, weil selbst kleine Fehler an einem Luftfahrzeug große Konsequenzen haben können. Verantwortungsbewusstsein ist unverzichtbar, weil du mit deiner Unterschrift oder Dokumentation für die Sicherheit eines Fluggeräts mitbürgst. Technisches Verständnis brauchst du, um komplexe Systeme aus Mechanik, Elektronik und Hydraulik zu verstehen. Gutes Englisch ist praktisch Voraussetzung, weil Handbücher, Checklisten und internationale Vorschriften überwiegend englischsprachig sind. Wer mit strengen, wenig verhandelbaren Vorschriften und viel Dokumentationsaufwand nicht gut zurechtkommt, wird diesen Teil der Arbeit als belastend empfinden.
Was du in der Ausbildung verdienst
Die Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung zu den tariflichen Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025) weist für diesen Beruf durchschnittlich 1.268 Euro im 1. Lehrjahr, 1.323 Euro im 2. Lehrjahr, 1.378 Euro im 3. Lehrjahr und 1.431 Euro im 4. Lehrjahr aus, jeweils brutto im Monat. Das sind Werte aus tarifgebundenen Betrieben – ohne Tarifbindung zahlen Betriebe häufig weniger, unterschreiten dürfen sie die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung aber nie. Je nach Bundesland und Betriebsgröße fällt die Vergütung ebenfalls unterschiedlich aus.
Nach der Ausbildung
Nach dem Abschluss liegt der Einstieg orientierungsweise zwischen 3100 und 3900 Euro brutto im Monat, je nach Betrieb und Region auch abweichend. Mit Berufserfahrung kannst du eine Prüfberechtigung nach Part-66 erwerben, die dich zur eigenständigen Freigabe von Wartungsarbeiten berechtigt und ein deutliches Karriereplus darstellt. Eine Weiterbildung zum Techniker oder zur Technikerin für Luftfahrttechnik vertieft dein Fachwissen, ein Studium der Luft- und Raumfahrttechnik öffnet den Weg in Entwicklung oder technische Leitung.
Gut zu wissen
Der Beruf verlangt hohe Präzision und Verantwortungsbewusstsein, weil Fehler an Flugzeugen oder Hubschraubern anders als in vielen anderen Branchen im schlimmsten Fall Menschenleben gefährden – deshalb ist die Ausbildung entsprechend anspruchsvoll und die Dokumentationspflicht besonders streng. Je nach Arbeitgeber kann Schichtarbeit dazugehören, etwa wenn Wartungsarbeiten außerhalb der Flugzeiten stattfinden müssen. Wer technisches Interesse mit Freude an Präzision und Verantwortung verbindet, findet hier einen anspruchsvollen Beruf mit guten Perspektiven in einer spezialisierten Branche.
Das solltest du mitbringen
Stärken
- • Sorgfalt
- • Verantwortungsbewusstsein
- • technisches Verständnis
- • gutes Englisch
Wichtige Schulfächer
- • Physik
- • Mathematik
- • Englisch
Ein bestimmter Schulabschluss ist rechtlich nicht vorgeschrieben – Betriebe stellen aber unterschiedliche Anforderungen. Wichtiger als die Note ist oft ein Praktikum im Beruf.
Wo du arbeitest
- Wartungshangar
- Flughafen
- Fertigung
Nach der Ausbildung
- Prüfberechtigung nach Part-66
- Techniker/in Luftfahrttechnik
- Studium Luft- und Raumfahrttechnik
Häufige Fragen
Wie lange dauert die Ausbildung als Fluggerätmechaniker/in?
Die Regelausbildungszeit beträgt 3,5 Jahre (42 Monate). Bei guten Leistungen ist eine Verkürzung möglich.
Was verdient man in der Ausbildung als Fluggerätmechaniker/in?
Nach der BIBB-Erhebung zu tariflichen Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025) sind es im 1. Lehrjahr rund 1.268 Euro brutto im Monat, im 4. Lehrjahr rund 1.431 Euro. Über die gesamte Ausbildung kommen so etwa 56.214 Euro zusammen.
Welche Voraussetzungen braucht man?
Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Hilfreich sind Physik, Mathematik und Englisch. Mitbringen solltest du vor allem Sorgfalt, Verantwortungsbewusstsein, technisches Verständnis und gutes Englisch.
Wie geht es nach der Ausbildung weiter?
Typische Wege sind Prüfberechtigung nach Part-66, Techniker/in Luftfahrttechnik oder Studium Luft- und Raumfahrttechnik. Das Einstiegsgehalt liegt meist zwischen 3.100 und 3.900 Euro brutto im Monat.