Fahrzeuge & Technik

Ausbildung als Fahrradmonteur/in

Die zweijährige Ausbildung rund ums Fahrrad: montieren, einstellen, reparieren und Kunden im Laden betreuen.

Dauer
2 Jahre
Vergütung 1. Jahr
720 €
Vergütung 2. Jahr
800 €
Abschluss bei
HWK

Das machst du in der Ausbildung

  • Fahrräder und E-Bikes montieren
  • Bremsen, Schaltung und Antrieb einstellen
  • Reparaturen und Inspektionen durchführen
  • Zubehör montieren
  • Kunden im Verkauf unterstützen

Gehalt im 1. bis 2. Lehrjahr

So viel bekommst du als Fahrradmonteur/in während der Ausbildung – brutto im Monat.

1. Lehrjahr 720 € / Monat

entspricht 8.640 € im Jahr

2. Lehrjahr 800 € / Monat

entspricht 9.600 € im Jahr

Gesamt über die Ausbildung

18.240 €

Einstiegsgehalt nach der Ausbildung

2.200–2.700 €

Für diesen Beruf weist die BIBB-Erhebung zu tariflichen Ausbildungsvergütungen keine eigenen Werte aus – zu wenige Ausbildungsverträge. Die Angaben sind deshalb gerundete Orientierungswerte aus vergleichbaren Berufen desselben Bereichs und können im Einzelfall deutlich abweichen. Es gilt die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung.

Was macht man als Fahrradmonteur/in?

Ob klassisches Trekkingrad oder E-Bike, bevor ein Fahrrad im Laden verkauft wird, muss es fertig montiert und eingestellt sein, und das ist deine Aufgabe. Du baust Fahrräder und E-Bikes aus Einzelteilen zusammen und stellst Bremsen, Schaltung und Antrieb so ein, dass alles präzise funktioniert. Bei Kundenrädern führst du Reparaturen durch, wechselst zum Beispiel einen Reifen, richtest eine verzogene Felge oder tauschst eine defekte Kette, und übernimmst regelmäßige Inspektionen, damit Räder sicher bleiben. Zubehör wie Gepäckträger, Lichtanlagen oder Kindersitze montierst du nach Kundenwunsch. Im Verkaufsraum unterstützt du außerdem, berätst zu passenden Modellen und erklärst Funktionen wie den Umgang mit einem E-Bike-Akku.

So läuft die Ausbildung ab

Die Ausbildung dauert zwei Jahre und findet dual statt, praktisch in der Fahrradwerkstatt, im Fachgeschäft oder im Verkaufsraum, theoretisch in der Berufsschule. Im ersten Jahr lernst du grundlegende Montage- und Reparaturtechniken sowie den Umgang mit den gängigen Werkzeugen. Im zweiten Jahr vertiefst du komplexere Reparaturen, etwa an Schaltungen und E-Bike-Komponenten, und übernimmst mehr Aufgaben im Verkauf. Am Ende steht die Abschlussprüfung vor der Handwerkskammer. Weil die Ausbildung nur zwei Jahre dauert, kannst du danach direkt aufsatteln und eine Ausbildung zum Zweiradmechatroniker anschließen, die dann meist um ein weiteres Jahr verkürzt möglich ist.

Passt der Beruf zu dir?

Handwerkliches Geschick ist die Grundlage, weil du ständig mit Werkzeug und Bauteilen in unterschiedlichen Größen arbeitest. Sorgfalt ist besonders bei Bremsen und Schaltung wichtig, denn hier geht es um die Sicherheit der Fahrer. Freundlichkeit hilft dir im Kundenkontakt, wenn du Räder erklärst oder Reparaturen besprichst, und technisches Interesse ist von Vorteil, weil sich Fahrradtechnik gerade durch E-Bikes schnell weiterentwickelt.

Was du in der Ausbildung verdienst

Als Orientierung gelten 720 Euro im ersten und 800 Euro im zweiten Lehrjahr brutto im Monat. Die tatsächliche Höhe hängt vom Betrieb, der Region und einer möglichen Tarifbindung ab. Die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung setzt dabei die unterste Grenze.

Nach der Ausbildung

Nach dem Abschluss steigst du meist mit 2200 bis 2700 Euro brutto im Monat ein, häufig im Ausbildungsbetrieb oder in einem anderen Fahrradfachgeschäft. Mit dem wachsenden Markt für E-Bikes ist die Nachfrage nach Fachkräften gestiegen. Wer sich weiterentwickeln möchte, kann die Ausbildung zum Zweiradmechatroniker anschließen, später die Meisterprüfung ablegen oder sich zum Servicetechniker für E-Bikes spezialisieren.

Gut zu wissen

Diese zweijährige Ausbildung eignet sich gut für alle, die schnell einen anerkannten Abschluss und praktisches Arbeiten mit Technik verbinden wollen, ohne sich gleich auf eine lange Ausbildungszeit festzulegen. Wer merkt, dass ihm die Arbeit gefällt, hat mit dem Aufbau zum Zweiradmechatroniker einen klaren nächsten Schritt vor sich. Durch den Boom bei E-Bikes und Lastenrädern ist die Nachfrage nach gut ausgebildeten Fachkräften in den letzten Jahren spürbar gestiegen, was die Jobaussichten zusätzlich verbessert und auch die Zahl der Ausbildungsbetriebe wachsen lässt.

Das solltest du mitbringen

Stärken

  • • handwerkliches Geschick
  • • Sorgfalt
  • • Freundlichkeit
  • • technisches Interesse

Wichtige Schulfächer

  • • Technik/Werken
  • • Mathematik
  • • Physik

Ein bestimmter Schulabschluss ist rechtlich nicht vorgeschrieben – Betriebe stellen aber unterschiedliche Anforderungen. Wichtiger als die Note ist oft ein Praktikum im Beruf.

Wo du arbeitest

  • Fahrradwerkstatt
  • Fachgeschäft
  • Verkaufsraum

Nach der Ausbildung

  • Aufbau zum/zur Zweiradmechatroniker/in
  • Meister/in
  • Servicetechniker/in E-Bike

Häufige Fragen

Wie lange dauert die Ausbildung als Fahrradmonteur/in?

Die Regelausbildungszeit beträgt 2 Jahre (24 Monate). Bei guten Leistungen ist eine Verkürzung möglich.

Was verdient man in der Ausbildung als Fahrradmonteur/in?

Im 1. Lehrjahr sind es im Schnitt rund 720 Euro brutto im Monat, im 2. Lehrjahr rund 800 Euro. Über die gesamte Ausbildung kommen so etwa 18.240 Euro zusammen.

Welche Voraussetzungen braucht man?

Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Hilfreich sind Technik/Werken, Mathematik und Physik. Mitbringen solltest du vor allem handwerkliches Geschick, Sorgfalt, Freundlichkeit und technisches Interesse.

Wie geht es nach der Ausbildung weiter?

Typische Wege sind Aufbau zum/zur Zweiradmechatroniker/in, Meister/in oder Servicetechniker/in E-Bike. Das Einstiegsgehalt liegt meist zwischen 2.200 und 2.700 Euro brutto im Monat.

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