Metall & Maschinenbau

Ausbildung als Fachkraft für Metalltechnik – Zerspanungstechnik

Zweijährige Ausbildung an Dreh- und Fräsmaschinen: Werkstücke einspannen, fertigen und prüfen.

Dauer
2 Jahre
Vergütung 1. Jahr
1.215 €
Vergütung 2. Jahr
1.287 €
Abschluss bei
IHK

Das machst du in der Ausbildung

  • Werkzeugmaschinen einrichten und bedienen
  • Werkstücke nach Zeichnung fertigen
  • Maße prüfen und Werkzeuge wechseln
  • Maschinen pflegen und Störungen melden
  • Fertigungsdaten dokumentieren

Gehalt im 1. bis 2. Lehrjahr

So viel bekommst du als Fachkraft für Metalltechnik – Zerspanungstechnik während der Ausbildung – brutto im Monat.

1. Lehrjahr 1.215 € / Monat

entspricht 14.580 € im Jahr

2. Lehrjahr 1.287 € / Monat

entspricht 15.444 € im Jahr

Gesamt über die Ausbildung

30.024 €

Einstiegsgehalt nach der Ausbildung

2.500–3.000 €

Durchschnittliche tarifliche Ausbildungsvergütung laut Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB), Stand 1. Oktober 2025. In Betrieben ohne Tarifbindung liegt sie häufig darunter, unterschritten werden darf die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung aber nie. Auch Bundesland und Betriebsgröße machen einen Unterschied.

Was macht man als Fachkraft für Metalltechnik – Zerspanungstechnik?

An Dreh- und Fräsmaschinen entstehen aus einem rohen Metallblock präzise Werkstücke, und genau das ist dein Handwerk. Du richtest Werkzeugmaschinen ein, wählst die passenden Werkzeuge und Einstellungen und bedienst die Maschinen während der Fertigung. Nach technischer Zeichnung fertigst du Werkstücke, die millimetergenau den Vorgaben entsprechen müssen. Mit Messwerkzeugen prüfst du regelmäßig, ob die Maße stimmen, und wechselst Werkzeuge, wenn sie abgenutzt sind. Du pflegst die Maschinen und meldest Störungen, bevor sie zu größeren Ausfällen führen, und dokumentierst Fertigungsdaten, damit die Produktion nachvollziehbar bleibt.

So läuft die Ausbildung ab

Die Ausbildung dauert zwei Jahre und findet dual statt: im Betrieb, meist in Fertigungshalle oder Maschinenpark, in der Berufsschule mit den Fächern Mathematik, Physik und Technik. Im ersten Jahr lernst du die Grundlagen der Zerspanung und den sicheren Umgang mit Dreh- und Fräsmaschinen, im zweiten Jahr kommen komplexere Werkstücke und die Programmierung von CNC-Maschinen dazu. Eine Zwischenprüfung zeigt deinen Ausbildungsstand, am Ende steht die Abschlussprüfung bei der IHK. Wer danach weitermachen möchte, kann ein weiteres Jahr anhängen und den Abschluss zum Zerspanungsmechaniker oder zur Zerspanungsmechanikerin erreichen.

Passt der Beruf zu dir?

Der Beruf passt zu dir, wenn du konzentriert und genau arbeiten kannst, denn schon kleine Abweichungen im Millimeterbereich können ein Werkstück unbrauchbar machen. Technisches Interesse hilft dir, die Zusammenhänge zwischen Werkzeug, Material und Maschineneinstellung zu verstehen. Zuverlässigkeit ist wichtig, weil Fertigungsprozesse aufeinander aufbauen und Fehler an einer Stelle sich fortsetzen können. Wenn dir stundenlanges Arbeiten an einer Maschine und wiederkehrende Handgriffe grundsätzlich zu eintönig erscheinen, solltest du dir den Berufsalltag vorher genauer ansehen.

Was du in der Ausbildung verdienst

Die Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung zu den tariflichen Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025) weist für diesen Beruf durchschnittlich 1.215 Euro im 1. Lehrjahr und 1.287 Euro im 2. Lehrjahr aus, jeweils brutto im Monat. Das sind Werte aus tarifgebundenen Betrieben – ohne Tarifbindung zahlen Betriebe häufig weniger, unterschreiten dürfen sie die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung aber nie. Je nach Bundesland und Betriebsgröße fällt die Vergütung ebenfalls unterschiedlich aus.

Nach der Ausbildung

Nach der Ausbildung arbeitest du in Fertigungsbetrieben des Maschinen- und Anlagenbaus oder der Automobilzulieferindustrie. Viele hängen die einjährige Aufbauausbildung zum Zerspanungsmechaniker oder zur Zerspanungsmechanikerin an, um komplexere CNC-Programme selbst zu erstellen. Mit einer Weiterbildung zur CNC-Fachkraft vertiefst du dein Wissen rund um computergesteuerte Maschinen, als Industriemeister oder Industriemeisterin Metall übernimmst du später Führungsaufgaben in der Fertigung.

Gut zu wissen

Die Arbeit findet in Fertigungshallen statt, die heute meist deutlich leiser und sauberer sind als früher, weil moderne Maschinen gekapselt arbeiten. Trotzdem bleibt der Umgang mit Kühlschmierstoffen und Metallspänen Teil des Alltags. Schichtarbeit kommt in vielen Betrieben vor, wenn Maschinen möglichst durchgehend laufen sollen, um wirtschaftlich zu produzieren. Wer sich für CNC-Technik begeistert, findet hier einen guten Einstieg, weil moderne Maschinen zunehmend über digitale Steuerungen programmiert und überwacht werden.

Das solltest du mitbringen

Stärken

  • • Konzentration
  • • Genauigkeit
  • • technisches Interesse
  • • Zuverlässigkeit

Wichtige Schulfächer

  • • Mathematik
  • • Physik
  • • Technik/Werken

Ein bestimmter Schulabschluss ist rechtlich nicht vorgeschrieben – Betriebe stellen aber unterschiedliche Anforderungen. Wichtiger als die Note ist oft ein Praktikum im Beruf.

Wo du arbeitest

  • Fertigungshalle
  • Maschinenpark
  • Werkstatt

Nach der Ausbildung

  • Aufbau zum/zur Zerspanungsmechaniker/in
  • CNC-Fachkraft
  • Industriemeister/in Metall

Häufige Fragen

Wie lange dauert die Ausbildung als Fachkraft für Metalltechnik – Zerspanungstechnik?

Die Regelausbildungszeit beträgt 2 Jahre (24 Monate). Bei guten Leistungen ist eine Verkürzung möglich.

Was verdient man in der Ausbildung als Fachkraft für Metalltechnik – Zerspanungstechnik?

Nach der BIBB-Erhebung zu tariflichen Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025) sind es im 1. Lehrjahr rund 1.215 Euro brutto im Monat, im 2. Lehrjahr rund 1.287 Euro. Über die gesamte Ausbildung kommen so etwa 30.024 Euro zusammen.

Welche Voraussetzungen braucht man?

Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Hilfreich sind Mathematik, Physik und Technik/Werken. Mitbringen solltest du vor allem Konzentration, Genauigkeit, technisches Interesse und Zuverlässigkeit.

Wie geht es nach der Ausbildung weiter?

Typische Wege sind Aufbau zum/zur Zerspanungsmechaniker/in, CNC-Fachkraft oder Industriemeister/in Metall. Das Einstiegsgehalt liegt meist zwischen 2.500 und 3.000 Euro brutto im Monat.

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