Das machst du in der Ausbildung
- Trockenbauwände und Decken montieren
- Estrich einbringen und abziehen
- Putze auftragen und Oberflächen glätten
- Wärme- und Schalldämmung einbauen
- Baustoffe berechnen und Werkzeuge instand halten
Gehalt im 1. bis 2. Lehrjahr
So viel bekommst du als Ausbaufacharbeiter/in während der Ausbildung – brutto im Monat.
entspricht 12.780 € im Jahr
entspricht 15.144 € im Jahr
Gesamt über die Ausbildung
27.924 €
Einstiegsgehalt nach der Ausbildung
2.300–2.800 €
Durchschnittliche tarifliche Ausbildungsvergütung laut Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB), Stand 1. Oktober 2025. In Betrieben ohne Tarifbindung liegt sie häufig darunter, unterschritten werden darf die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung aber nie. Auch Bundesland und Betriebsgröße machen einen Unterschied.
Was macht man als Ausbaufacharbeiter?
Ist der Rohbau eines Gebäudes fertig, beginnt im Inneren dein Arbeitsbereich. Du montierst Trockenbauwände und -decken, also Ständerkonstruktionen aus Metall oder Holz, die du mit Gipskartonplatten beplankst, um Räume zu unterteilen oder Decken abzuhängen. Am Boden bringst du Estrich ein, verteilst und ziehst ihn ab, damit später Fliesen, Parkett oder Teppich verlegt werden können. An Wänden und Decken trägst du Putze auf und glättest die Oberflächen, damit sie eben und streichfertig sind. Zusätzlich baust du Wärme- und Schalldämmung ein, etwa in Wänden oder unter dem Estrich, was gerade bei energetischen Sanierungen wichtig ist. Dazu berechnest du den Bedarf an Baustoffen wie Gipskartonplatten, Putz oder Dämmmaterial und hältst dein Werkzeug instand. Du bist damit an mehreren Innenausbaugewerken gleichzeitig beteiligt, statt dich auf ein einzelnes zu spezialisieren.
So läuft die Ausbildung ab
Die Ausbildung dauert 24 Monate, also zwei Jahre, und ist als duale Grundausbildung im Ausbau angelegt: Du bist im Betrieb auf der Baustelle und an ein oder zwei Tagen pro Woche oder blockweise in der Berufsschule. Im ersten Lehrjahr lernst du die Grundlagen von Trockenbau, Putzarbeiten und Estricheinbau sowie den sicheren Umgang mit Werkzeug und Material. Im zweiten Jahr vertiefst du diese Techniken, arbeitest an komplexeren Ausbauaufgaben mit und bereitest dich auf die Abschlussprüfung vor. Nach bestandener Prüfung zum Ausbaufacharbeiter kannst du im Anschluss ein drittes Ausbildungsjahr anhängen und darauf aufbauend die Ausbildung zum Stuckateur oder zur Stuckateurin oder zum Trockenbaumonteur oder zur Trockenbaumonteurin abschließen, statt komplett neu zu beginnen.
Passt der Beruf zu dir?
Der Beruf passt zu dir, wenn du sorgfältig arbeitest, denn glatte Putzflächen oder saubere Estrichoberflächen verzeihen wenig Ungenauigkeit. Körperliche Belastbarkeit brauchst du, weil Platten, Säcke mit Trockenmörtel und Werkzeug über den Tag getragen und verarbeitet werden. Teamgeist ist wichtig, weil viele Arbeitsschritte im Innenausbau nur gemeinsam gut gelingen, und handwerkliches Geschick, um Materialien wie Gipskarton, Putz und Estrich sauber zu verarbeiten. In der Schule helfen dir Mathematik für Maß- und Mengenberechnungen, Technik oder Werken für den praktischen Umgang mit Werkzeug und Physik für das Verständnis von Wärme- und Schalldämmung. Ehrlich gesagt: Die Arbeit ist körperlich anstrengend, oft staubig, und auf Baustellen musst du dich mit anderen Gewerken abstimmen, was Flexibilität im Zeitplan verlangt.
Was du in der Ausbildung verdienst
Die Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung zu den tariflichen Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025) weist für diesen Beruf durchschnittlich 1.065 Euro im 1. Lehrjahr und 1.262 Euro im 2. Lehrjahr aus, jeweils brutto im Monat. Das sind Werte aus tarifgebundenen Betrieben – ohne Tarifbindung zahlen Betriebe häufig weniger, unterschreiten dürfen sie die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung aber nie. Je nach Bundesland und Betriebsgröße fällt die Vergütung ebenfalls unterschiedlich aus.
Nach der Ausbildung
Nach der Abschlussprüfung liegt der Einstieg je nach Betrieb und Region ungefähr zwischen 2.300 und 2.800 Euro brutto im Monat. Statt direkt einzusteigen, sattelst du oft im dritten Jahr zum Stuckateur beziehungsweise zur Stuckateurin oder zum Trockenbaumonteur beziehungsweise zur Trockenbaumonteurin auf. Später sind eine Weiterbildung zum Polier beziehungsweise zur Polierin oder der Meistertitel möglich, mit denen du eigene Baustellen leiten kannst.
Gut zu wissen
Je nach Bundesland und Betrieb wird die Prüfung vor der IHK oder der Handwerkskammer abgelegt. Verwandt ist der Beruf mit dem Stuckateur- und dem Trockenbauhandwerk, in die er direkt hineinführt, sowie mit dem Estrichleger, der sich auf einen der Ausbauabschnitte spezialisiert hat. Als zweijährige Grundausbildung bietet der Beruf einen schnelleren Einstieg für alle, die zügig eigenes Geld verdienen wollen, ohne die spätere Spezialisierung zu verschließen.
Das solltest du mitbringen
Stärken
- • Sorgfalt
- • körperliche Belastbarkeit
- • Teamgeist
- • handwerkliches Geschick
Wichtige Schulfächer
- • Mathematik
- • Technik/Werken
- • Physik
Ein bestimmter Schulabschluss ist rechtlich nicht vorgeschrieben – Betriebe stellen aber unterschiedliche Anforderungen. Wichtiger als die Note ist oft ein Praktikum im Beruf.
Wo du arbeitest
- Baustelle
- Innenausbau
- Sanierung
Nach der Ausbildung
- Aufbau zum/zur Stuckateur/in oder Trockenbaumonteur/in
- Polier/in
- Meister/in
Häufige Fragen
Wie lange dauert die Ausbildung als Ausbaufacharbeiter/in?
Die Regelausbildungszeit beträgt 2 Jahre (24 Monate). Bei guten Leistungen ist eine Verkürzung möglich.
Was verdient man in der Ausbildung als Ausbaufacharbeiter/in?
Nach der BIBB-Erhebung zu tariflichen Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025) sind es im 1. Lehrjahr rund 1.065 Euro brutto im Monat, im 2. Lehrjahr rund 1.262 Euro. Über die gesamte Ausbildung kommen so etwa 27.924 Euro zusammen.
Welche Voraussetzungen braucht man?
Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Hilfreich sind Mathematik, Technik/Werken und Physik. Mitbringen solltest du vor allem Sorgfalt, körperliche Belastbarkeit, Teamgeist und handwerkliches Geschick.
Wie geht es nach der Ausbildung weiter?
Typische Wege sind Aufbau zum/zur Stuckateur/in oder Trockenbaumonteur/in, Polier/in oder Meister/in. Das Einstiegsgehalt liegt meist zwischen 2.300 und 2.800 Euro brutto im Monat.