Das machst du in der Ausbildung
- Bei Körperpflege und Ernährung helfen
- Bewohner begleiten und beschäftigen
- Vitalwerte messen und melden
- Zimmer und Hilfsmittel vorbereiten
- Pflegedokumentation unterstützen
Gehalt im 1. bis 1. Lehrjahr
So viel bekommst du als Altenpflegehelfer/in während der Ausbildung – brutto im Monat.
entspricht 14.400 € im Jahr
Gesamt über die Ausbildung
14.400 €
Einstiegsgehalt nach der Ausbildung
2.400–2.900 €
Für diesen Beruf weist die BIBB-Erhebung zu tariflichen Ausbildungsvergütungen keine eigenen Werte aus – zu wenige Ausbildungsverträge. Die Angaben sind deshalb gerundete Orientierungswerte aus vergleichbaren Berufen desselben Bereichs und können im Einzelfall deutlich abweichen. Es gilt die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung.
Was macht man als Altenpflegehelfer/in?
Du hilfst älteren Menschen bei Dingen, die im Alter nicht mehr von allein gehen: beim Waschen und Anziehen, beim Essen und Trinken, beim Aufstehen aus dem Bett. Dazu begleitest du Bewohnerinnen und Bewohner durch den Tag, redest mit ihnen, spielst mit ihnen oder gehst mit ihnen spazieren, wenn das möglich ist. Du misst Vitalwerte wie Blutdruck oder Puls und meldest Auffälligkeiten an die Pflegefachkräfte, mit denen du eng zusammenarbeitest – die medizinische Verantwortung liegt bei ihnen, du unterstützt im Alltag. Außerdem bereitest du Zimmer und Hilfsmittel vor und hilfst bei der Pflegedokumentation mit. Gearbeitet wird in Pflegeheimen, bei ambulanten Diensten oder in der Tagespflege, oft im Schichtsystem.
So läuft die Ausbildung ab
Die Ausbildung dauert 1 Jahr und ist keine klassische duale Ausbildung mit Ausbildungsvertrag in einem Betrieb, sondern nach Landesrecht geregelt – das heißt, Aufbau und Bezeichnung können sich von Bundesland zu Bundesland unterscheiden. Meist findet sie an einer Berufsfachschule statt, ergänzt durch praktische Einsätze in Pflegeeinrichtungen. In der Schule geht es um Grundlagen der Pflege, Biologie des alternden Körpers, Kommunikation und Erste Hilfe, in der Praxis lernst du direkt am Bewohner, wie du unterstützt, ohne zu bevormunden. Am Ende steht eine Abschlussprüfung, die je nach Bundesland unterschiedlich organisiert ist. Da die Ausbildung nur ein Jahr dauert, gibt es keine klassische Aufteilung in mehrere Lehrjahre.
Passt der Beruf zu dir?
Einfühlungsvermögen ist die wichtigste Voraussetzung, weil du mit Menschen arbeitest, die oft körperlich eingeschränkt sind und Nähe brauchen. Zuverlässigkeit ist unverzichtbar, denn Bewohnerinnen und Bewohner verlassen sich auf feste Abläufe. Körperliche Fitness brauchst du, weil Heben, Umlagern und langes Stehen zum Alltag gehören, und Geduld, weil manche Tätigkeiten mit alten oder verwirrten Menschen länger dauern als gedacht. Ehrlich dazu gehört: Der Job bedeutet Schichtdienst mit Früh-, Spät- und teils Nachtschichten, Wochenendarbeit und den Umgang mit Krankheit, Abbau und Tod – das ist emotional nicht immer leicht.
Was du in der Ausbildung verdienst
Als Orientierung gilt: Während der Ausbildung bekommst du etwa 1200 Euro brutto im Monat. Weil die Ausbildung schulisch organisiert ist, gibt es je nach Bundesland und Träger Unterschiede – manche Schulen zahlen eine Vergütung, bei anderen Modellen kann es stattdessen um Praktikumsvergütungen gehen. Wo eine Vergütung gezahlt wird, gilt die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung als Orientierung, allerdings mit Ausnahmen für rein schulische Ausbildungsformen.
Nach der Ausbildung
Nach der Ausbildung liegt der Einstieg laut Orientierungswerten zwischen etwa 2400 und 2900 Euro brutto im Monat, abhängig von Einrichtung, Bundesland und Tarifbindung. Die naheliegende Weiterqualifizierung ist die Pflegefachassistenz oder direkt die Ausbildung zum Pflegefachmann beziehungsweise zur Pflegefachfrau, die meist verkürzt werden kann. Auch eine Weiterbildung zur Betreuungskraft ist möglich, wenn du dich stärker auf Begleitung und Beschäftigung konzentrieren möchtest.
Gut zu wissen
Verwandt sind die Pflegefachassistenz und die Ausbildung zum Pflegefachmann beziehungsweise zur Pflegefachfrau, außerdem der Sozialassistent beziehungsweise die Sozialassistentin. Weil der Pflegebereich Personal sucht, sind die Übernahmechancen nach der Ausbildung gut – wer den Einstieg als Sprungbrett in die volle Pflegeausbildung sieht, hat oft realistische Chancen auf eine Verkürzung der nachfolgenden Ausbildung.
Das solltest du mitbringen
Stärken
- • Einfühlungsvermögen
- • Zuverlässigkeit
- • körperliche Fitness
- • Geduld
Wichtige Schulfächer
- • Biologie
- • Deutsch
- • Sport
Ein bestimmter Schulabschluss ist rechtlich nicht vorgeschrieben – Betriebe stellen aber unterschiedliche Anforderungen. Wichtiger als die Note ist oft ein Praktikum im Beruf.
Wo du arbeitest
- Pflegeheim
- ambulanter Dienst
- Tagespflege
Nach der Ausbildung
- Pflegefachassistenz
- Ausbildung zum/zur Pflegefachmann/-frau
- Betreuungskraft
Häufige Fragen
Wie lange dauert die Ausbildung als Altenpflegehelfer/in?
Die Regelausbildungszeit beträgt 1 Jahre (12 Monate). Bei guten Leistungen ist eine Verkürzung möglich.
Was verdient man in der Ausbildung als Altenpflegehelfer/in?
Im 1. Lehrjahr sind es im Schnitt rund 1.200 Euro brutto im Monat, im 1. Lehrjahr rund 1.200 Euro. Über die gesamte Ausbildung kommen so etwa 14.400 Euro zusammen.
Welche Voraussetzungen braucht man?
Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Hilfreich sind Biologie, Deutsch und Sport. Mitbringen solltest du vor allem Einfühlungsvermögen, Zuverlässigkeit, körperliche Fitness und Geduld.
Wie geht es nach der Ausbildung weiter?
Typische Wege sind Pflegefachassistenz, Ausbildung zum/zur Pflegefachmann/-frau oder Betreuungskraft. Das Einstiegsgehalt liegt meist zwischen 2.400 und 2.900 Euro brutto im Monat.