Bau & Ausbau

Ausbildung als Wasserbauer/in

Du baust und pflegst Deiche, Ufer, Schleusen und Wasserstraßen – damit Flüsse, Kanäle und Küsten sicher bleiben und schiffbar sind.

Dauer
3 Jahre
Vergütung 1. Jahr
1.284 €
Vergütung 3. Jahr
1.382 €
Abschluss bei
IHK/öffentlicher Dienst

Das machst du in der Ausbildung

  • Deiche, Ufer- und Böschungsbefestigungen bauen und instand halten
  • Schleusen, Wehre und wasserbauliche Anlagen warten
  • Baumaschinen und Wasserfahrzeuge bedienen
  • Vermessungs- und Kontrollarbeiten an Gewässern durchführen
  • Hochwasserschutz- und Ausbaumaßnahmen unterstützen

Gehalt im 1. bis 3. Lehrjahr

So viel bekommst du als Wasserbauer/in während der Ausbildung – brutto im Monat.

1. Lehrjahr 1.284 € / Monat

entspricht 15.408 € im Jahr

2. Lehrjahr 1.337 € / Monat

entspricht 16.044 € im Jahr

3. Lehrjahr 1.382 € / Monat

entspricht 16.584 € im Jahr

Gesamt über die Ausbildung

48.036 €

Einstiegsgehalt nach der Ausbildung

2.700–3.300 €

Durchschnittliche tarifliche Ausbildungsvergütung laut Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB), Stand 1. Oktober 2025. In Betrieben ohne Tarifbindung liegt sie häufig darunter, unterschritten werden darf die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung aber nie. Auch Bundesland und Betriebsgröße machen einen Unterschied.

Was macht man als Wasserbauer?

Wasserbauerinnen und Wasserbauer sorgen dafür, dass Flüsse, Kanäle, Seen und Küsten sicher und funktionsfähig bleiben. Du befestigst Ufer und Deiche, baust und wartest Schleusen, Wehre und andere wasserbauliche Anlagen und wirkst beim Hochwasserschutz mit. Zur Arbeit gehören auch Vermessungen an Gewässern, die Bedienung von Baumaschinen und teilweise von Wasserfahrzeugen sowie Kontrollgänge, um Schäden an Anlagen frühzeitig zu erkennen. Viele Wasserbauer arbeiten für die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes oder für Wasser- und Bodenverbände, andere in privaten Bauunternehmen des Spezialtiefbaus.

So läuft die Ausbildung ab

Die duale Ausbildung dauert drei Jahre und findet im Betrieb beziehungsweise bei der Wasserstraßenverwaltung sowie in der Berufsschule statt. Im ersten Lehrjahr lernst du die Grundlagen des Erd- und Wasserbaus sowie den Umgang mit Baumaschinen und Werkzeugen. Im zweiten Jahr kommen komplexere Aufgaben wie der Bau von Ufersicherungen, Deichen und wasserbaulichen Anlagen dazu. Im dritten Jahr vertiefst du Vermessungstechnik, den Umgang mit Schleusen und Wehren sowie Hochwasserschutzmaßnahmen. Am Ende steht die Abschlussprüfung, meist vor der Industrie- und Handelskammer oder einer entsprechenden Prüfungsstelle des öffentlichen Dienstes.

Passt der Beruf zu dir?

Der Beruf passt zu dir, wenn du gerne draußen an und auf dem Wasser arbeitest und dich technische wie handwerkliche Aufgaben gleichermaßen reizen. Körperliche Belastbarkeit ist wichtig, denn die Arbeit findet bei jedem Wetter statt und ist oft anstrengend. Verantwortungsbewusstsein gehört ebenfalls dazu, weil funktionierende Deiche und Schleusen für den Hochwasserschutz und die Schifffahrt entscheidend sind. Der Beruf ist bundesweit ein eher kleines Ausbildungsfeld mit vergleichsweise wenigen Plätzen, meist bei der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung – wer sich dafür interessiert, sollte sich frühzeitig direkt dort informieren.

Was du in der Ausbildung verdienst

Die Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung zu den tariflichen Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025) weist für diesen Beruf durchschnittlich 1.284 Euro im 1. Lehrjahr, 1.337 Euro im 2. Lehrjahr und 1.382 Euro im 3. Lehrjahr aus, jeweils brutto im Monat. Das sind Werte aus tarifgebundenen Betrieben – ohne Tarifbindung zahlen Betriebe häufig weniger, unterschreiten dürfen sie die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung aber nie. Je nach Bundesland und Betriebsgröße fällt die Vergütung ebenfalls unterschiedlich aus.

Nach der Ausbildung

Nach der Ausbildung liegt das Einstiegsgehalt meist zwischen etwa 2.700 und 3.300 Euro brutto im Monat, im öffentlichen Dienst nach Tarifvertrag gestaffelt. Da Hochwasserschutz und die Instandhaltung von Wasserstraßen dauerhafte Aufgaben sind, ist die berufliche Perspektive stabil, insbesondere bei der öffentlichen Verwaltung. Wer sich weiterentwickeln möchte, kann die Meisterprüfung ablegen, in den mittleren technischen Dienst aufsteigen oder sich zum Techniker für Bautechnik oder Wasserwirtschaft weiterbilden.

Gut zu wissen

Wasserbauer ist ein kleiner, aber wichtiger Ausbildungsberuf mit engem Bezug zum öffentlichen Dienst – ein Großteil der Ausbildungsplätze wird von der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung angeboten. Die Arbeit findet ganzjährig im Freien statt, auch bei Kälte, Nässe oder Hochwassereinsätzen, und erfordert deshalb Wetterfestigkeit. Wegen der Nähe zu Flüssen und Kanälen sind Einsatzorte oft ländlich geprägt, was für manche ein Vorteil, für andere ein Ausschlusskriterium ist.

Das solltest du mitbringen

Stärken

  • • körperliche Belastbarkeit
  • • technisches Verständnis
  • • Teamfähigkeit
  • • Verantwortungsbewusstsein

Wichtige Schulfächer

  • • Physik
  • • Mathematik
  • • Erdkunde

Ein bestimmter Schulabschluss ist rechtlich nicht vorgeschrieben – Betriebe stellen aber unterschiedliche Anforderungen. Wichtiger als die Note ist oft ein Praktikum im Beruf.

Wo du arbeitest

  • Fluss- und Kanalufer
  • Schleusenanlage
  • Baustelle im Wasserbau

Nach der Ausbildung

  • Meister/in im Wasserbauerhandwerk
  • Techniker/in Bautechnik
  • Aufstieg im mittleren technischen Dienst
  • Studium Wasserwirtschaft/Bauingenieurwesen

Häufige Fragen

Wie lange dauert die Ausbildung als Wasserbauer/in?

Die Regelausbildungszeit beträgt 3 Jahre (36 Monate). Bei guten Leistungen ist eine Verkürzung möglich.

Was verdient man in der Ausbildung als Wasserbauer/in?

Nach der BIBB-Erhebung zu tariflichen Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025) sind es im 1. Lehrjahr rund 1.284 Euro brutto im Monat, im 3. Lehrjahr rund 1.382 Euro. Über die gesamte Ausbildung kommen so etwa 48.036 Euro zusammen.

Welche Voraussetzungen braucht man?

Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Hilfreich sind Physik, Mathematik und Erdkunde. Mitbringen solltest du vor allem körperliche Belastbarkeit, technisches Verständnis, Teamfähigkeit und Verantwortungsbewusstsein.

Wie geht es nach der Ausbildung weiter?

Typische Wege sind Meister/in im Wasserbauerhandwerk, Techniker/in Bautechnik, Aufstieg im mittleren technischen Dienst oder Studium Wasserwirtschaft/Bauingenieurwesen. Das Einstiegsgehalt liegt meist zwischen 2.700 und 3.300 Euro brutto im Monat.

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