Büro, Handel & Verwaltung

Ausbildung als Sport- und Fitnesskaufmann/-frau

Du führst Studio- und Vereinsbetrieb kaufmännisch: Mitglieder betreuen, Kurse planen, Marketing und Abrechnung.

Dauer
3 Jahre
Vergütung 1. Jahr
900 €
Vergütung 3. Jahr
1.100 €
Abschluss bei
IHK

Das machst du in der Ausbildung

  • Mitglieder beraten und Verträge abschließen
  • Kurs- und Trainingsangebote planen
  • Marketingaktionen umsetzen
  • Beiträge abrechnen und Statistiken führen
  • Trainingsflächen und Personal organisieren

Gehalt im 1. bis 3. Lehrjahr

So viel bekommst du als Sport- und Fitnesskaufmann/-frau während der Ausbildung – brutto im Monat.

1. Lehrjahr 900 € / Monat

entspricht 10.800 € im Jahr

2. Lehrjahr 1.000 € / Monat

entspricht 12.000 € im Jahr

3. Lehrjahr 1.100 € / Monat

entspricht 13.200 € im Jahr

Gesamt über die Ausbildung

36.000 €

Einstiegsgehalt nach der Ausbildung

2.300–3.000 €

Für diesen Beruf weist die BIBB-Erhebung zu tariflichen Ausbildungsvergütungen keine eigenen Werte aus – zu wenige Ausbildungsverträge. Die Angaben sind deshalb gerundete Orientierungswerte aus vergleichbaren Berufen desselben Bereichs und können im Einzelfall deutlich abweichen. Es gilt die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung.

Was macht man als Sport- und Fitnesskaufmann?

Wenn jemand ein Fitnessstudio betritt und einen Vertrag abschließen will, sitzt du am Empfang oder im Beratungsgespräch und findest gemeinsam mit dem neuen Mitglied das passende Paket. Neben der Mitgliederberatung gehört dir die Planung des Kurs- und Trainingsangebots: Welche Kurse laufen gut, wo fehlt etwas, wann ist welcher Trainer verfügbar? Du setzt Marketingaktionen um, zum Beispiel eine Social-Media-Kampagne für die Neueröffnung eines Kursraums oder einen Flyer für die „Sommer-fit"-Aktion. Dazu kommt die kaufmännische Seite: Beiträge abrechnen, offene Zahlungen nachhalten, Statistiken über Mitgliederzahlen und Auslastung führen. Und weil ein Studio oder ein Verein auch organisiert werden muss, planst du Trainingsflächen und Personaleinsatz, sodass zu jeder Öffnungszeit jemand am Empfang steht und die Geräteflächen sauber und einsatzbereit sind. Der Beruf verbindet also Sportbegeisterung mit klassischer kaufmännischer Arbeit im Büro.

So läuft die Ausbildung ab

Die Ausbildung dauert 36 Monate, also drei Jahre, und findet dual statt: Den Großteil der Zeit bist du im Betrieb – einem Fitnessstudio, Sportverein oder einer vergleichbaren Einrichtung –, an ein oder zwei Tagen pro Woche oder blockweise in der Berufsschule. Im ersten Lehrjahr lernst du die Grundlagen kennen: Mitgliederverwaltung, einfache Beratungsgespräche, den Ablauf an der Rezeption. Im zweiten Jahr übernimmst du mehr Verantwortung bei der Kursplanung und wirkst an Marketingaktionen mit. Im dritten Jahr kommen kaufmännische Themen wie Abrechnung, Controlling und Personaleinsatzplanung dazu, und du bereitest dich auf die Abschlussprüfung vor. Zwischendurch gibt es eine Zwischenprüfung, mit der IHK und Betrieb prüfen, ob der Ausbildungsstand passt.

Passt der Beruf zu dir?

Der Beruf passt zu dir, wenn du selbst Sportbegeisterung mitbringst und gern mit Menschen sprichst, auch wenn es mal um eine Kündigung oder eine Beschwerde über ein defektes Gerät geht. Organisationstalent hilft dir, den Überblick über Kurspläne, Personal und Belegungen zu behalten, und ein gewisses Zahlenverständnis brauchst du für Abrechnungen und Statistiken. In der Schule sind Sport, Wirtschaft und Mathematik hilfreiche Fächer. Ehrlich gesagt: Fitnessstudios und Sportvereine haben oft am Abend und am Wochenende die meisten Besucher, deshalb gehören Schichtarbeit und Einsätze außerhalb klassischer Bürozeiten zum Alltag. Wer lieber feste Arbeitszeiten von neun bis fünf möchte, sollte das vorher bedenken.

Was du in der Ausbildung verdienst

Als Orientierung gelten die Werte 900 Euro im ersten, 1.000 Euro im zweiten und 1.100 Euro im dritten Lehrjahr, jeweils brutto im Monat. Wie viel du tatsächlich bekommst, hängt vom Betrieb ab: Ob ein Tarifvertrag gilt, wie groß das Studio oder der Verein ist und in welchem Bundesland du arbeitest, macht einen Unterschied. Unabhängig davon gilt die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung als unterste Grenze, unter die kein Ausbildungsbetrieb gehen darf.

Nach der Ausbildung

Nach bestandener Prüfung liegt der Einstieg je nach Betrieb und Region ungefähr zwischen 2.300 und 3.000 Euro brutto im Monat. Wer sich weiterentwickeln will, kann sich zum Fitnessfachwirt oder zur Fitnessfachwirtin weiterbilden, zusätzliche Trainerlizenzen erwerben oder ein Studium im Bereich Sportmanagement anschließen. Damit stehen dir Wege zur Studioleitung oder in verantwortungsvollere kaufmännische Positionen offen.

Gut zu wissen

Die Ausbildung schließt mit einer IHK-Prüfung ab. Der Beruf ist eng verwandt mit dem Sportfachmann beziehungsweise der Sportfachfrau, die stärker im Training selbst arbeiten, während du eher die kaufmännische und organisatorische Seite übernimmst. Wer später mehr Richtung Reisen und Freizeitanlagen möchte, findet im Kaufmann für Tourismus und Freizeit einen verwandten Beruf, wer eher ins klassische Büro will, im Kaufmann für Büromanagement.

Das solltest du mitbringen

Stärken

  • • Sportbegeisterung
  • • Kontaktfreude
  • • Organisationstalent
  • • Zahlenverständnis

Wichtige Schulfächer

  • • Sport
  • • Wirtschaft
  • • Mathematik

Ein bestimmter Schulabschluss ist rechtlich nicht vorgeschrieben – Betriebe stellen aber unterschiedliche Anforderungen. Wichtiger als die Note ist oft ein Praktikum im Beruf.

Wo du arbeitest

  • Fitnessstudio
  • Sportverein
  • Büro

Nach der Ausbildung

  • Fitnessfachwirt/in
  • Trainerlizenzen
  • Studium Sportmanagement

Häufige Fragen

Wie lange dauert die Ausbildung als Sport- und Fitnesskaufmann/-frau?

Die Regelausbildungszeit beträgt 3 Jahre (36 Monate). Bei guten Leistungen ist eine Verkürzung möglich.

Was verdient man in der Ausbildung als Sport- und Fitnesskaufmann/-frau?

Im 1. Lehrjahr sind es im Schnitt rund 900 Euro brutto im Monat, im 3. Lehrjahr rund 1.100 Euro. Über die gesamte Ausbildung kommen so etwa 36.000 Euro zusammen.

Welche Voraussetzungen braucht man?

Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Hilfreich sind Sport, Wirtschaft und Mathematik. Mitbringen solltest du vor allem Sportbegeisterung, Kontaktfreude, Organisationstalent und Zahlenverständnis.

Wie geht es nach der Ausbildung weiter?

Typische Wege sind Fitnessfachwirt/in, Trainerlizenzen oder Studium Sportmanagement. Das Einstiegsgehalt liegt meist zwischen 2.300 und 3.000 Euro brutto im Monat.

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