Gesundheit & Pflege

Ausbildung als Medizinische/r Technologe/Technologin für Radiologie

Du erstellst Röntgen-, CT- und MRT-Aufnahmen und arbeitest in der Strahlentherapie – Technik im Dienst der Diagnose.

Dauer
3 Jahre
Vergütung 1. Jahr
1.200 €
Vergütung 3. Jahr
1.370 €
Abschluss bei
MT-Berufe-Gesetz

Das machst du in der Ausbildung

  • Röntgen-, CT- und MRT-Untersuchungen durchführen
  • Patienten lagern und betreuen
  • Strahlenschutz sicherstellen
  • Bilder auf Qualität prüfen und archivieren
  • Geräte prüfen und Qualitätskontrollen dokumentieren

Gehalt im 1. bis 3. Lehrjahr

So viel bekommst du als Medizinische/r Technologe/Technologin für Radiologie während der Ausbildung – brutto im Monat.

1. Lehrjahr 1.200 € / Monat

entspricht 14.400 € im Jahr

2. Lehrjahr 1.270 € / Monat

entspricht 15.240 € im Jahr

3. Lehrjahr 1.370 € / Monat

entspricht 16.440 € im Jahr

Gesamt über die Ausbildung

46.080 €

Einstiegsgehalt nach der Ausbildung

3.000–3.700 €

Für diesen Beruf weist die BIBB-Erhebung zu tariflichen Ausbildungsvergütungen keine eigenen Werte aus – zu wenige Ausbildungsverträge. Die Angaben sind deshalb gerundete Orientierungswerte aus vergleichbaren Berufen desselben Bereichs und können im Einzelfall deutlich abweichen. Es gilt die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung.

Was macht man als Medizinische/r Technologe/Technologin für Radiologie?

Wenn ein Arzt nach einem Unfall wissen muss, ob ein Knochen gebrochen ist, oder wenn ein Tumor genau lokalisiert werden soll, bist du diejenige, die das passende Bild liefert. Du bedienst Röntgengeräte, Computertomografen und Kernspintomografen (MRT), stellst die Aufnahmeparameter ein und sorgst dafür, dass die Bilder scharf und aussagekräftig genug sind, damit Ärzte daraus eine Diagnose ableiten können. Dabei hast du es immer mit echten Patienten zu tun, die oft Schmerzen haben, verunsichert sind oder Angst vor der Untersuchung haben – du erklärst den Ablauf, lagerst Patienten richtig und behältst sie während der Aufnahme im Blick. Ein großer Teil deiner Arbeit dreht sich um Strahlenschutz: Du sorgst dafür, dass Patienten, Kollegen und du selbst nur so viel Strahlung abbekommen wie unbedingt nötig, und dokumentierst das lückenlos. Neben der klassischen Diagnostik arbeiten viele Radiologietechnologinnen und -technologen auch in der Strahlentherapie mit, wo Bestrahlungsgeräte gegen Krebserkrankungen eingesetzt werden. Dazu kommt technische Verantwortung: Geräte müssen regelmäßig geprüft, kalibriert und die Qualität der Bilder kontrolliert werden.

So läuft die Ausbildung ab

Die Ausbildung dauert 36 Monate, also drei Jahre, und ist im MT-Berufe-Gesetz geregelt. Anders als bei den meisten Ausbildungen in diesem Portal findet sie nicht dual im Betrieb statt, sondern schulisch: Du besuchst eine staatlich anerkannte Schule für technische Assistenten in der Medizin, in der Theorie und Praxis eng verzahnt sind. Neben dem Unterricht in Anatomie, Physik und Gerätetechnik absolvierst du von Anfang an praktische Einsätze in Krankenhäusern, radiologischen Praxen oder Instituten für Strahlentherapie. Im ersten Jahr stehen die physikalischen und biologischen Grundlagen im Vordergrund, dazu erste Praxiseinsätze unter Anleitung. Im zweiten Jahr übernimmst du zunehmend eigenständig Standarduntersuchungen wie Röntgenaufnahmen und lernst CT und MRT vertieft kennen, im dritten Jahr kommen komplexere Verfahren und die Strahlentherapie dazu. Die Ausbildung endet mit einer staatlichen Prüfung, die aus schriftlichen, mündlichen und praktischen Teilen besteht.

Passt der Beruf zu dir?

Technisches Verständnis brauchst du, weil du mit komplexen Geräten arbeitest und verstehen musst, wie Röntgenstrahlung, Magnetfelder und Computertechnik zusammenspielen. Sorgfalt ist unverzichtbar, denn ein falsch eingestelltes Gerät oder eine falsche Lagerung kann die Diagnose verfälschen oder Patienten unnötig belasten. Verantwortungsbewusstsein zeigt sich vor allem im Strahlenschutz: Du hältst dich an feste Grenzwerte und Vorschriften, auch wenn es mal schnell gehen muss. Und weil du ständig mit kranken oder ängstlichen Menschen zu tun hast, ist Einfühlungsvermögen genauso wichtig wie die fachliche Seite. Physik, Biologie und Mathematik solltest du in der Schule nicht nur ertragen, sondern mit einem gewissen Interesse verfolgen, denn sie bilden die Grundlage für Strahlenphysik, Anatomie und Gerätetechnik. Der Beruf findet meist im Stehen und in Bewegung statt, du hebst und lagerst Patienten, und in Krankenhäusern sind Schicht- und Wochenenddienste keine Seltenheit.

Was du in der Ausbildung verdienst

Während der Ausbildung liegt die Vergütung bei rund 1.200 Euro im ersten, 1.270 Euro im zweiten und 1.370 Euro im dritten Jahr. Das sind Orientierungswerte: Weil die Ausbildung schulisch organisiert ist, hängt die tatsächliche Höhe stärker als bei dualen Ausbildungen davon ab, welche Schule und welcher Träger dahinterstehen, teilweise auch von Bundesland und Klinik. Es lohnt sich, das vor der Bewerbung konkret bei der jeweiligen Schule zu erfragen.

Nach der Ausbildung

Nach der bestandenen Prüfung arbeitest du in Krankenhäusern, radiologischen Praxen oder Zentren für Strahlentherapie, oft im Wechsel zwischen Diagnostik und Behandlung. Der Einstieg liegt in der Regel zwischen 3.000 und 3.700 Euro brutto im Monat, je nach Einrichtung, Region und Tarifbindung. Wer sich weiterentwickeln will, kann Fachweiterbildungen in speziellen Bildgebungsverfahren machen, in eine leitende Position als leitende MTR aufsteigen oder ein Studium der Medizintechnik anschließen, das Wege in Entwicklung, Anwendungsberatung oder Lehre öffnet.

Gut zu wissen

Der Beruf verbindet Technik mit direktem Patientenkontakt, das ist nicht jedermanns Sache: Du siehst regelmäßig kranke oder schwer verunsicherte Menschen und musst professionell bleiben, auch wenn eine Untersuchung schwierig wird. Weil du selbst regelmäßig in der Nähe von Strahlung arbeitest, trägst du ein Dosimeter, das deine persönliche Strahlenbelastung misst, und die Sicherheitsvorschriften sind entsprechend streng. In größeren Kliniken ist Schichtarbeit üblich, kleinere Praxen arbeiten eher zu festen Zeiten.

Das solltest du mitbringen

Stärken

  • • technisches Verständnis
  • • Sorgfalt
  • • Verantwortungsbewusstsein
  • • Einfühlungsvermögen

Wichtige Schulfächer

  • • Physik
  • • Biologie
  • • Mathematik

Ein bestimmter Schulabschluss ist rechtlich nicht vorgeschrieben – Betriebe stellen aber unterschiedliche Anforderungen. Wichtiger als die Note ist oft ein Praktikum im Beruf.

Wo du arbeitest

  • Radiologie
  • Krankenhaus
  • Praxis

Nach der Ausbildung

  • Fachweiterbildungen in der Bildgebung
  • Leitende/r MTR
  • Studium Medizintechnik

Häufige Fragen

Wie lange dauert die Ausbildung als Medizinische/r Technologe/Technologin für Radiologie?

Die Regelausbildungszeit beträgt 3 Jahre (36 Monate). Bei guten Leistungen ist eine Verkürzung möglich.

Was verdient man in der Ausbildung als Medizinische/r Technologe/Technologin für Radiologie?

Im 1. Lehrjahr sind es im Schnitt rund 1.200 Euro brutto im Monat, im 3. Lehrjahr rund 1.370 Euro. Über die gesamte Ausbildung kommen so etwa 46.080 Euro zusammen.

Welche Voraussetzungen braucht man?

Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Hilfreich sind Physik, Biologie und Mathematik. Mitbringen solltest du vor allem technisches Verständnis, Sorgfalt, Verantwortungsbewusstsein und Einfühlungsvermögen.

Wie geht es nach der Ausbildung weiter?

Typische Wege sind Fachweiterbildungen in der Bildgebung, Leitende/r MTR oder Studium Medizintechnik. Das Einstiegsgehalt liegt meist zwischen 3.000 und 3.700 Euro brutto im Monat.

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