Das machst du in der Ausbildung
- Bedarf analysieren und Versicherungen empfehlen
- Verträge abschließen und verwalten
- Schäden aufnehmen und regulieren
- Vorsorge- und Anlageprodukte erklären
- Kundenbestände betreuen und ausbauen
Gehalt im 1. bis 3. Lehrjahr
So viel bekommst du als Kaufmann/-frau für Versicherungen und Finanzanlagen während der Ausbildung – brutto im Monat.
entspricht 16.032 € im Jahr
entspricht 16.884 € im Jahr
entspricht 17.964 € im Jahr
Gesamt über die Ausbildung
50.880 €
Einstiegsgehalt nach der Ausbildung
2.900–3.700 €
Durchschnittliche tarifliche Ausbildungsvergütung laut Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB), Stand 1. Oktober 2025. In Betrieben ohne Tarifbindung liegt sie häufig darunter, unterschritten werden darf die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung aber nie. Auch Bundesland und Betriebsgröße machen einen Unterschied.
Was macht man als Kaufmann für Versicherungen und Finanzanlagen?
Wenn jemand ein Auto versichern, für das Alter vorsorgen oder nach einem Wasserschaden Hilfe braucht, bist du der erste Ansprechpartner. Du analysierst den Bedarf deiner Kunden und empfiehlst passende Versicherungen, egal ob Haftpflicht, Hausrat oder Berufsunfähigkeit. Du schließt Verträge ab und verwaltest sie, änderst Daten oder passt Policen an, wenn sich die Lebenssituation eines Kunden ändert. Kommt es zum Schadensfall, nimmst du ihn auf und begleitest die Regulierung, damit dein Kunde sein Geld bekommt. Auch Vorsorge- und Anlageprodukte erklärst du verständlich, ohne Fachjargon, und baust langfristige Kundenbeziehungen auf, die du über Jahre betreust und ausbaust.
So läuft die Ausbildung ab
Die duale Ausbildung dauert 36 Monate, also drei Jahre, im Wechsel zwischen Betrieb und Berufsschule. Im ersten Jahr lernst du die Grundlagen des Versicherungswesens: Vertragsarten, rechtliche Grundlagen und einfache Kundengespräche. Im zweiten Jahr vertiefst du dich in Schadenbearbeitung und Vorsorgeprodukte, meist begleitet von einer Zwischenprüfung. Im dritten Jahr übernimmst du zunehmend eigenständig Beratungsgespräche und bereitest dich auf die Abschlussprüfung vor, in der du zeigst, dass du Kunden fachlich sicher beraten und Verträge korrekt bearbeiten kannst.
Passt der Beruf zu dir?
Beratungsfreude ist zentral, weil du den ganzen Tag mit Menschen sprichst und ihnen komplizierte Themen einfach erklären musst. Analytisches Denken hilft dir, den tatsächlichen Absicherungsbedarf eines Kunden richtig einzuschätzen. Zuverlässigkeit ist wichtig, weil Kunden sich bei Verträgen und im Schadensfall auf dich verlassen. Empathie brauchst du besonders im Schadensfall, wenn Kunden gestresst oder betroffen sind, etwa nach einem Unfall oder Wasserschaden. In der Schule sind Mathematik für Beitrags- und Risikoberechnungen, Wirtschaft für das Verständnis von Finanzprodukten, und Deutsch für Kundenkommunikation hilfreich.
Was du in der Ausbildung verdienst
Die Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung zu den tariflichen Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025) weist für diesen Beruf durchschnittlich 1.336 Euro im 1. Lehrjahr, 1.407 Euro im 2. Lehrjahr und 1.497 Euro im 3. Lehrjahr aus, jeweils brutto im Monat. Das sind Werte aus tarifgebundenen Betrieben – ohne Tarifbindung zahlen Betriebe häufig weniger, unterschreiten dürfen sie die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung aber nie. Je nach Bundesland und Betriebsgröße fällt die Vergütung ebenfalls unterschiedlich aus.
Nach der Ausbildung
Nach bestandener Prüfung liegt dein Einstiegsgehalt orientierungsweise zwischen 2.900 und 3.700 Euro brutto im Monat, je nach Arbeitgeber und Region. Gearbeitet wird in Versicherungsagenturen, im Innendienst oder direkt bei Kundenterminen vor Ort. Wer sich weiterentwickeln will, kann Versicherungsfachwirt werden, sich zum Fachwirt für Finanzberatung weiterbilden oder ein Studium der Versicherungswirtschaft anschließen und in Richtung Produktentwicklung oder Führung gehen.
Gut zu wissen
Kundentermine finden nicht immer während klassischer Bürozeiten statt, manche Beratungen liegen abends oder am Wochenende, wenn Kunden selbst Zeit haben. Der Beruf verlangt, dass du dich laufend über neue Produkte und gesetzliche Änderungen informierst, weil sich Versicherungs- und Finanzthemen ständig weiterentwickeln. Dafür ist der Beruf krisensicher, weil Absicherung und Vorsorge dauerhaft gebraucht werden, und bietet gute Verdienstmöglichkeiten, gerade wenn du im Vertrieb erfolgreich eigene Kundenbestände aufbaust.
Das solltest du mitbringen
Stärken
- • Beratungsfreude
- • analytisches Denken
- • Zuverlässigkeit
- • Empathie
Wichtige Schulfächer
- • Mathematik
- • Wirtschaft
- • Deutsch
Ein bestimmter Schulabschluss ist rechtlich nicht vorgeschrieben – Betriebe stellen aber unterschiedliche Anforderungen. Wichtiger als die Note ist oft ein Praktikum im Beruf.
Wo du arbeitest
- Versicherungsagentur
- Innendienst
- Kundentermine
Nach der Ausbildung
- Versicherungsfachwirt/in
- Fachwirt/in für Finanzberatung
- Studium Versicherungswirtschaft
Häufige Fragen
Wie lange dauert die Ausbildung als Kaufmann/-frau für Versicherungen und Finanzanlagen?
Die Regelausbildungszeit beträgt 3 Jahre (36 Monate). Bei guten Leistungen ist eine Verkürzung möglich.
Was verdient man in der Ausbildung als Kaufmann/-frau für Versicherungen und Finanzanlagen?
Nach der BIBB-Erhebung zu tariflichen Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025) sind es im 1. Lehrjahr rund 1.336 Euro brutto im Monat, im 3. Lehrjahr rund 1.497 Euro. Über die gesamte Ausbildung kommen so etwa 50.880 Euro zusammen.
Welche Voraussetzungen braucht man?
Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Hilfreich sind Mathematik, Wirtschaft und Deutsch. Mitbringen solltest du vor allem Beratungsfreude, analytisches Denken, Zuverlässigkeit und Empathie.
Wie geht es nach der Ausbildung weiter?
Typische Wege sind Versicherungsfachwirt/in, Fachwirt/in für Finanzberatung oder Studium Versicherungswirtschaft. Das Einstiegsgehalt liegt meist zwischen 2.900 und 3.700 Euro brutto im Monat.