Das machst du in der Ausbildung
- Schnitte am CAD konstruieren und gradieren
- Musterteile nähen und anpassen
- Materialien auswählen und prüfen
- Produktionsunterlagen erstellen
- Kollektionen technisch begleiten
Gehalt im 1. bis 3. Lehrjahr
So viel bekommst du als Technische/r Assistent/in für Bekleidungstechnik während der Ausbildung – brutto im Monat.
entspricht 12.000 € im Jahr
entspricht 12.960 € im Jahr
entspricht 14.160 € im Jahr
Gesamt über die Ausbildung
39.120 €
Einstiegsgehalt nach der Ausbildung
2.500–3.200 €
Für diesen Beruf weist die BIBB-Erhebung zu tariflichen Ausbildungsvergütungen keine eigenen Werte aus – zu wenige Ausbildungsverträge. Die Angaben sind deshalb gerundete Orientierungswerte aus vergleichbaren Berufen desselben Bereichs und können im Einzelfall deutlich abweichen. Es gilt die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung.
Was macht man als Technische/r Assistent/in für Bekleidungstechnik?
Bevor ein Kleidungsstück in Serie geht, muss jemand aus einer Designidee einen technisch exakten Schnitt machen – das ist deine Aufgabe. Du konstruierst Schnitte am CAD-Programm und gradierst sie, also passt sie auf verschiedene Größen an, damit ein Modell später in Größe 34 genauso gut sitzt wie in Größe 44. Aus diesen Schnitten entstehen Musterteile, die du nähst und direkt am Modell anpasst, bis Passform und Verarbeitung stimmen. Dabei wählst du auch die passenden Materialien aus und prüfst deren Eigenschaften, etwa wie ein Stoff fällt, dehnt oder sich mit anderen Materialien kombinieren lässt. Für die eigentliche Produktion erstellst du Produktionsunterlagen, in denen genau festgehalten ist, wie ein Teil gefertigt werden muss, damit es in der Fabrik ohne Rückfragen umgesetzt werden kann. Über die gesamte Entwicklung einer Kollektion hinweg begleitest du den Prozess technisch, von der ersten Skizze bis zum fertigen Produkt, und bist damit die Schnittstelle zwischen kreativer Idee und industrieller Fertigung.
So läuft die Ausbildung ab
Die Ausbildung dauert 36 Monate, also drei Jahre. Je nach Anbieter wird sie unterschiedlich organisiert: An manchen Standorten läuft sie schulisch an einer Berufsfachschule, an anderen dual im Betrieb mit Abschluss bei der Industrie- und Handelskammer – informiere dich bei der jeweiligen Schule oder dem Betrieb, welche Variante dort angeboten wird, da sich das auf Vergütung und Ablauf auswirkt. Im ersten Jahr lernst du die Grundlagen der Schnittkonstruktion, den Umgang mit CAD-Software und einfache Näharbeiten. Im zweiten Jahr vertiefst du dich in Gradierung, Materialkunde und die Erstellung von Musterteilen für komplexere Modelle. Im dritten Jahr kommen die technische Begleitung ganzer Kollektionen und die Erstellung vollständiger Produktionsunterlagen dazu, bevor die Ausbildung mit der Abschlussprüfung endet.
Passt der Beruf zu dir?
Räumliches Denken brauchst du, um dir vorzustellen, wie ein zweidimensionaler Schnitt am dreidimensionalen Körper wirkt und wo Nähte, Abnäher oder Passformdetails sitzen müssen. Genauigkeit ist entscheidend, weil schon kleine Fehler im Schnitt dazu führen, dass ein Kleidungsstück später nicht richtig sitzt. Modeinteresse hilft dir, aktuelle Trends und Materialien einzuschätzen und Kollektionen mit einem Gespür für Ästhetik zu begleiten. Softwarekenntnisse sind heute unverzichtbar, weil Schnittkonstruktion und Gradierung fast ausschließlich am Computer stattfinden. In der Schule zählen Mathematik für präzise Maße und Berechnungen, Kunst für Gestaltungssinn und Formverständnis, und Informatik, weil du mit spezialisierter CAD-Software arbeitest.
Was du in der Ausbildung verdienst
Die Ausbildungsvergütung liegt im ersten Jahr bei rund 1.000 Euro, im zweiten bei etwa 1.080 Euro und im dritten bei rund 1.180 Euro im Monat, sofern die Ausbildung dual und vergütet stattfindet. Das sind Orientierungswerte, die je nach Betrieb, Region und Ausbildungsform stark schwanken können; wird die Ausbildung schulisch an einer Berufsfachschule absolviert, kann es sein, dass keine oder eine geringere Vergütung gezahlt wird. Bei dualer, vergüteter Ausbildung gilt die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung als Untergrenze.
Nach der Ausbildung
Nach der Ausbildung liegt der Einstieg meist zwischen 2.500 und 3.200 Euro brutto im Monat, abhängig von Unternehmensgröße, Region und Aufgabenbereich. Mit einer Weiterbildung zum Bekleidungstechniker vertiefst du deine technischen Kenntnisse und übernimmst mehr Verantwortung in der Produktentwicklung. Wer stärker in Richtung Kollektionsplanung und Marktanalyse gehen will, kann sich zum Produktmanager Mode weiterentwickeln, und wer akademisch weitergehen möchte, kann ein Studium der Bekleidungstechnik anschließen.
Gut zu wissen
Der Beruf verbindet kreative und technische Arbeit stärker als viele reine Modeberufe, das macht ihn interessant für alle, die Gestaltung mögen, aber lieber präzise und technisch arbeiten als frei entwerfen. Die Arbeit findet überwiegend am Bildschirm und in der Musterwerkstatt statt, körperlich ist sie deutlich weniger fordernd als klassische Schneiderberufe. Wer sich für Mode begeistert, aber eher Zahlen, Maße und Software als freies Design bevorzugt, findet hier einen passenden Ausbildungsweg.
Das solltest du mitbringen
Stärken
- • räumliches Denken
- • Genauigkeit
- • Modeinteresse
- • Softwarekenntnisse
Wichtige Schulfächer
- • Mathematik
- • Kunst
- • Informatik
Ein bestimmter Schulabschluss ist rechtlich nicht vorgeschrieben – Betriebe stellen aber unterschiedliche Anforderungen. Wichtiger als die Note ist oft ein Praktikum im Beruf.
Wo du arbeitest
- Modeunternehmen
- Musterwerkstatt
- Büro
Nach der Ausbildung
- Bekleidungstechniker/in
- Produktmanager/in Mode
- Studium Bekleidungstechnik
Häufige Fragen
Wie lange dauert die Ausbildung als Technische/r Assistent/in für Bekleidungstechnik?
Die Regelausbildungszeit beträgt 3 Jahre (36 Monate). Bei guten Leistungen ist eine Verkürzung möglich.
Was verdient man in der Ausbildung als Technische/r Assistent/in für Bekleidungstechnik?
Im 1. Lehrjahr sind es im Schnitt rund 1.000 Euro brutto im Monat, im 3. Lehrjahr rund 1.180 Euro. Über die gesamte Ausbildung kommen so etwa 39.120 Euro zusammen.
Welche Voraussetzungen braucht man?
Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Hilfreich sind Mathematik, Kunst und Informatik. Mitbringen solltest du vor allem räumliches Denken, Genauigkeit, Modeinteresse und Softwarekenntnisse.
Wie geht es nach der Ausbildung weiter?
Typische Wege sind Bekleidungstechniker/in, Produktmanager/in Mode oder Studium Bekleidungstechnik. Das Einstiegsgehalt liegt meist zwischen 2.500 und 3.200 Euro brutto im Monat.